Südkorea drängt Kryptobörsen dazu, Circuit Breaker und strengere Sicherheitsvorkehrungen einzuführen, nachdem Mängel bei den internen Kontrollen Schwachstellen offenbart haben, die zu starken Marktverwerfungen führen können. Die Bank of Korea (BOK) warnte, dass die derzeitigen Systeme hinter den traditionellen Finanzstandards zurückbleiben. Die wichtigsten Erkenntnisse:
Die Bank of Korea führt Krypto-Sicherheitsmechanismen ein, um plötzliche Markteinbrüche zu verhindern

- Die BOK forderte Kryptobörsen nachdrücklich auf, Circuit Breaker einzuführen, um extreme Volatilität einzudämmen.
- Die Zentralbank erklärte, dass Krypto-Unternehmen im Vergleich zu traditionellen Finanzstandards über unzureichende Kontrollen verfügen.
- In dem Bericht wurden Echtzeitsysteme gefordert, um Guthaben zu überprüfen und Zahlungsfehler zu verhindern.
Ausfall einer Krypto-Börse deckt Kontrollschwächen auf
Die südkoreanische Zentralbank, die Bank of Korea (BOK), erklärte in ihrem jährlichen Zahlungs- und Abwicklungsbericht vom 13. April, dass Kryptobörsen nach einem schwerwiegenden Betriebsausfall bei Bithumb Circuit-Breaker-Mechanismen einführen sollten. Dieser Schritt signalisiert das Bestreben, die Infrastruktur für den Handel mit digitalen Vermögenswerten an die in traditionellen Finanzmärkten verwendeten Sicherheitsvorkehrungen anzupassen. Die Empfehlung spiegelt die wachsende Besorgnis über strukturelle Schwächen in den Kryptomärkten wider, nachdem ein Fehler bei der Bitcoin-Verteilung abrupte Preisschwankungen und Verluste für Anleger ausgelöst hatte.
In dem Bericht heißt es:
„Die Hauptursache war das Fehlen interner Kontrollsysteme, die solche operativen Risiken verhindern sollten … Im Vergleich zu traditionellen Finanzinstituten verfügt die Krypto-Asset-Branche über schwächere interne Kontrollen und niedrigere regulatorische Standards.“
Die Ergebnisse verdeutlichen, wie operative Fehler – und nicht die Fundamentaldaten des Marktes – in Krypto-Umgebungen ohne mehrschichtige Schutzmechanismen zu extremer Volatilität führen können.
BOK drängt nach Bithumb-Störung auf Circuit Breaker
Der Vorstoß für Krypto-Circuit-Breaker geht auf einen Vorfall im Februar zurück, an dem Bithumb, eine der größten Börsen Südkoreas, beteiligt war. Die Plattform beabsichtigte, Bitcoin-Prämien im Wert von etwa 620.000 koreanischen Won (ca. 419 US-Dollar) zu verteilen, gab jedoch versehentlich 620.000 BTC aus. Die Übertragung im Wert von rund 60 Billionen Won umging Genehmigungs- und Überwachungssysteme. Es gab weder eine Überprüfung durch die Aufsichtsbehörde noch automatisierte Schwellenwerte, was einen kritischen Zusammenbruch der Transaktionskontrolle offenlegte.
Die Empfänger veräußerten ihre Bestände rasch, was einen Flash Crash und eine Kettenreaktion von Liquidationen auslöste. Stop-Loss-Aufträge verstärkten den Kursverfall, während die verspätete Erkennung dazu führte, dass „Geister-Coins“ etwa 35 Minuten lang im Umlauf waren, bevor der Handel ausgesetzt wurde. Das Betrugserkennungssystem der Börse versagte, was die Marktstörungen noch verschärfte. Diese Abfolge verdeutlichte, wie interne Fehler durch algorithmische Handelsreaktionen rasch zu marktweiten Belastungen führen können.

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Als Reaktion darauf empfahl die BOK die Einführung von Circuit Breakers nach dem Vorbild der Korea Exchange, die den Handel bei extremen Kursschwankungen oder ungewöhnlichen Ordervolumina unterbrechen. Sie forderte zudem Echtzeit-Ledger-Verifizierungssysteme, um sicherzustellen, dass interne Salden mit den Blockchain-Beständen übereinstimmen, und um Verteilungsfehler zu verhindern. Solche Kontrollen würden die sofortige Erkennung von Unstimmigkeiten ermöglichen und die Ausführung ungültiger Transaktionen einschränken.
Darüber hinaus drängte die Zentralbank auf eine obligatorische mehrstufige aufsichtsrechtliche Genehmigung für Transaktionen mit hohem Wert, um das Risiko einer Ausführung durch einen einzelnen Mitarbeiter auszuschließen. Dazu gehören Strukturen mit doppelter Autorisierung und systemseitig erzwungene Obergrenzen, die an die Börsenreserven gekoppelt sind, wodurch Krypto-Plattformen näher an operative Standards auf Bankenniveau herangeführt werden. Der Bericht betont:
„Es besteht Bedarf an IT-Systemen, die automatisch und in Echtzeit überprüfen können, ob interne Ledger mit den Blockchain-Salden übereinstimmen, und fehlerhafte Zahlungen aufgrund menschlicher Fehler verhindern.“




