Trotz einer positiven Reaktion der globalen Märkte auf eine kürzlich angekündigte Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran verzeichnete Bitcoin eine hohe Volatilität und einen Kursrückgang von 1,4 %; der Kurs fiel auf ein Tagestief von 65.301 US-Dollar, bevor er sich bei 65.919 US-Dollar stabilisierte.
BTC hält sich über 65.500 US-Dollar, während Santiment signalisiert, dass Bitcoin von der Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran profitieren könnte

Das Wichtigste im Überblick
- Bitcoin fiel am Dienstag auf ein Tagestief von 65.301 US-Dollar, obwohl eine Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran die traditionellen Märkte beflügelte.
- Der Einbruch bei der Kryptowährung löschte 1,4 % des Marktwerts aus und löste Derivate-Liquidationen in Höhe von 81 Millionen US-Dollar aus.
- Santiment prognostiziert, dass der geopolitische Waffenstillstand letztendlich dazu führen wird, dass globales Kapital wieder in Bitcoin fließt.
Die globalen Märkte entwickeln sich uneinheitlich, während der Ölpreis nachgibt
Bitcoin notierte am Dienstag im Minus, obwohl die globalen Märkte weiterhin positiv auf die Ankündigung einer Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran reagierten. Das Tageschart zeigt, dass Bitcoin kurz nach dem Durchbrechen der 67.000-Dollar-Marke einen Abwärtstrend verzeichnete, bis es knapp unter 65.700 Dollar fiel. Die Kryptowährung erholte sich daraufhin und testete fast die 67.000-Dollar-Marke, doch der Anstieg war nur von kurzer Dauer, da der Kurs auf ein Tagestief von 65.301 Dollar abstürzte.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels (14:30 Uhr EST) notierte Bitcoin knapp unter 65.919 US-Dollar, nachdem eine zweite Erholungsphase kurz nach Erreichen von 66.148 US-Dollar ins Stocken geraten war. Mit diesem Rückgang verlor Bitcoin rund 1,4 % an Wert, wodurch seine Marktkapitalisierung auf 1,32 Billionen US-Dollar sank. Die Kursentwicklung löste zudem innerhalb von 24 Stunden die Liquidation von Long-Positionen im Wert von 61 Millionen US-Dollar und von Short-Positionen im Wert von fast 20 Millionen US-Dollar aus.
Die Entwicklung der führenden Kryptowährung spiegelte die der gesamten Digital-Asset-Branche wider, deren Marktkapitalisierung ebenfalls um 1,4 % zurückging. Im Gegensatz dazu bewegten sich die asiatischen und europäischen Aktienindizes, die nach der Bekanntgabe der Absichtserklärung stark angestiegen waren, seitwärts, wobei der südkoreanische Kospi als einziger Index Zuwächse von über 1 % verzeichnete. Unterdessen setzten die weltweiten Ölpreise ihren Abwärtstrend fort, wobei Brent-Rohöl unter 80 US-Dollar pro Barrel fiel – den tiefsten Stand seit Wochen.
Obwohl die Details der Absichtserklärung nach wie vor unklar sind, äußerten sich Präsident Donald Trump und hochrangige Regierungsvertreter optimistisch, dass das Abkommen den Konflikt beenden und zur Wiederaufnahme des normalen Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus führen werde. Die Öffnung der Meerenge wird es den im Persischen Golf festsitzenden Schiffen ermöglichen, Öl endlich auf die globalen Märkte zu transportieren – ein Schritt, der möglicherweise zu noch niedrigeren Preisen führen könnte.
Trotz der unmittelbaren Volatilität argumentierte das Blockchain-Analyseunternehmen Santiment, dass die Absichtserklärung eher als langfristiger Katalysator denn als kurzlebiger Stimmungsschub wirken könnte. Das Unternehmen wies darauf hin, dass Phasen geopolitischer Stabilisierung historisch gesehen mit gesunkenen Risikoprämien einhergehen, was systematische Umschichtungen von defensiven Anlagen in risikoreichere Investitionen auslöst.
In diesem Rahmen fungiert Bitcoin aufgrund seiner tiefgreifenden Derivatemärkte, seiner globalen Zugänglichkeit und seiner Sensibilität gegenüber makroökonomischen Verschiebungen im Risikoappetit der Anleger oft als Hauptempfänger der zurückfließenden Liquidität. Santiment wies darauf hin, dass die daraus resultierende Kapitalrotation, sollte die geopolitische Entspannung anhalten, einen nachhaltigeren Bullenmarkt statt einer vorübergehenden Preisreaktion unterstützen könnte.











