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Bitcoin-Versicherung für Fracht im Persischen Golf: Iran führt „Hormuz Safe“ ein und rechnet mit 10 Mrd. US-Dollar Umsatz

Das iranische Ministerium für Wirtschaft und Finanzen soll eine Bitcoin-basierte Seeversicherungsplattform namens „Hormuz Safe“ ins Leben gerufen haben, die sich angeblich an Frachteigentümer richtet, deren Schiffe die Straße von Hormus passieren, und der Islamischen Republik Einnahmen von über 10 Milliarden US-Dollar verspricht.

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Bitcoin-Versicherung für Fracht im Persischen Golf: Iran führt „Hormuz Safe“ ein und rechnet mit 10 Mrd. US-Dollar Umsatz

Wichtige Erkenntnisse

  • Das iranische Ministerium für Wirtschaft hat Berichten zufolge am 16. Mai 2026 „Hormuz Safe“ gestartet und strebt einen Jahresumsatz von 10 Milliarden US-Dollar an.
  • Hormuz Safe wird Seeversicherungen angeblich in Bitcoin abwickeln, was bei Frachtunternehmen Bedenken hinsichtlich der Einhaltung der US-Sanktionen aufkommen lässt.
  • Die Plattform deckt Transite durch den Persischen Golf und die Straße von Hormuz ab, wobei sich die Versicherungsbedingungen und Ausschlüsse für Kriegsschäden noch in der Entwicklung befinden.

Fars News berichtet, dass der Iran „Hormuz Safe“ gestartet hat, eine Bitcoin-basierte Seeversicherungsplattform für den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz

Die Meldung verbreitete sich am Sonntagabend nach 16 Uhr ET in den sozialen Medien viral, wobei Nutzer Screenshots der Startseite der Plattform unter hormuzsafe.ir teilten. Die Nachrichtenagentur Fars, ein dem IRGC nahestehendes iranisches Staatsmedium, veröffentlichte den ursprünglichen Bericht am 16. Mai 2026 unter Berufung auf ein Dokument, das vom Wirtschaftsministerium stammte.

Laut Fars News hatte das Ministerium den Versicherungsplan seit Anfang Ordibehesht verfolgt, dem persischen Kalendermonat, der Ende April 2026 begann. Die Plattform stellt Berichten zufolge schnelle, kryptografisch überprüfbare Versicherungspolicen für Seefracht aus, die den Persischen Golf, die Straße von Hormuz und die umliegenden Wasserstraßen durchquert.

Die Zahlungen werden angeblich in Bitcoin abgewickelt. Fars News gibt an, dass die Fracht ab dem Zeitpunkt der Blockchain-Bestätigung versichert ist und dem Eigentümer eine signierte digitale Quittung ausgestellt wird. Das Medium stellt die Initiative als souveränes Instrument des Iran dar, um die finanzielle Kontrolle über einen der weltweit wichtigsten Engpässe für den Öltransport zu erlangen.

Hormuz Safe campaign
Screenshot der „Hormuz Safe“-Kampagne.

Durch die Straße von Hormus werden schätzungsweise 20 % des weltweiten Ölhandels abgewickelt. Der Iran hat in Zeiten erhöhter regionaler Spannungen regelmäßig damit gedroht, sie zu sperren, und sollte die „Hormuz Safe“-Plattform verwirklicht werden, könnte sie Teheran einen finanziellen Mechanismus an die Hand geben, um die Durchfahrt zu monetarisieren, anstatt sie einfach zu blockieren.

Die in Fars News genannte Einnahmenzahl beläuft sich auf mehr als 10 Milliarden US-Dollar. Eine Aufschlüsselung, wie diese Zahl berechnet wurde, ist im Originalartikel nicht enthalten. Die Plattform ist brandneu, und vollständige technische und rechtliche Spezifikationen wurden noch nicht öffentlich bekannt gegeben. Westliche Compliance-Experten und Beratungsstellen der US-Regierung warnen seit langem davor, dass Zahlungen an iranische Einrichtungen, einschließlich staatlich unterstützter Finanzplattformen, Verstöße gegen die Sanktionen des Office of Foreign Assets Control (OFAC) auslösen könnten. Betreiber, die die Nutzung der Plattform in Betracht ziehen, müssten Berichten zufolge vor einer Nutzung Rechts- und Sanktionsberater konsultieren. Die Website der Plattform zeigt zum Zeitpunkt dieses Berichts eine „Coming Soon“-Seite oder eine Landingpage. Da die Initiative erst kürzlich angekündigt wurde, dürften sich die Details rasch weiterentwickeln. In einigen Leserkommentaren bei Fars News wurde Skepsis geäußert, ob die Einnahmen aus der Plattform den normalen Iranern zugutekommen oder unter staatlicher Kontrolle bleiben würden.

Unabhängig von jeglicher geopolitischen Analyse haben Cybersicherheitsexperten darauf hingewiesen, dass bei früheren Krypto-Betrugsfällen iranische Regierungsbehörden imitiert wurden, um angeblich „Sicherheitsgebühren“ von Schiffsbetreibern einzutreiben. Hormuz Safe scheint eine eigenständige, staatlich sanktionierte Initiative zu sein, doch Krypto-Betrugsfälle im Zusammenhang mit „Sicherheitsgebühren“ haben seit Kriegsbeginn stark zugenommen.

Der Iran hat in den letzten Jahren zunehmend auf Kryptowährungen und Blockchain-Tools zurückgegriffen, um grenzüberschreitenden Handel außerhalb des traditionellen, auf den Dollar basierenden Finanzsystems zu betreiben. Insbesondere Bitcoin wurde in den iranischen Staatsmedien als Mechanismus zur Umgehung sanktionsbedingter Beschränkungen bei Dollar-Transaktionen genannt. Kurdistan24 und Iran International gehörten zu den weiteren internationalen Medien, die den Bericht von Fars News aufgriffen und verbreiteten. Jedes Medium zitierte den ursprünglichen Fars-Artikel, der von Fatemeh Sadeghi verfasst und am 16. Mai 2026 um 20:44 Uhr Teheraner Zeit datiert war. Berichte über die Verwendung von Bitcoin, Stablecoins und dem chinesischen Yuan für eine sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormuz tauchten erstmals Anfang April auf.

Bemerkenswert ist der geopolitische Rahmen, in den der Fars-Artikel eingebettet ist. Er deutet darauf hin, dass die Einführung der Plattform von den iranischen Staatsmedien als Reaktion auf anhaltenden regionalen Druck positioniert wird. Ob „Hormuz Safe“ zu einem funktionierenden Versicherungsmarkt wird oder lediglich eine Ankündigung der Staatsmedien bzw. ein Gerücht bleibt, ist noch unklar. Der Bericht hat jedoch gezeigt, dass die iranische Regierung Bitcoin öffentlich als Instrument darstellt, um die souveräne Kontrolle über einen kritischen Teil der globalen maritimen Infrastruktur zu behaupten.

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