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Beispiellose Razzien gegen Krypto-Betrug in den USA, China und Dubai führen zu 276 Festnahmen

Im Rahmen einer weltweiten Razzia gegen Kryptowährungsbetrug wurden mindestens 276 Personen festgenommen; dabei wurden neun mutmaßliche Betrugszentren zerschlagen, die es auf US-Amerikaner abgesehen hatten. Den Behörden zufolge nutzten die Betrüger gefälschte Plattformen, bauten online Vertrauen auf und wuschen die Kryptowährungen der Opfer rasch, um sie ihrer Kontrolle zu entziehen. Die wichtigsten Erkenntnisse:

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Beispiellose Razzien gegen Krypto-Betrug in den USA, China und Dubai führen zu 276 Festnahmen
  • Die US-Behörden verwiesen auf eine „beispiellose“ Zusammenarbeit mit China und Dubai bei der Festnahme von 276 Verdächtigen.
  • Die Betrugsmaschen nutzten „Pig-Butchering“-Taktiken, gefälschte Plattformen und Geldwäsche, um Millionen zu stehlen.
  • Der Fall zeigt, dass die Behörden nicht nur einzelne Betrüger ins Visier nehmen, sondern auch die Infrastruktur hinter grenzüberschreitenden Krypto-Betrugsoperationen.

Weltweite Razzia gegen Krypto-Betrug führt zu 276 Festnahmen

Am 29. April 2026 kündigten US-Behörden eine groß angelegte Razzia gegen Kryptowährungs-Investmentbetrugszentren an, die angeblich betrügerische Investitionsplattformen und soziale Manipulationstaktiken einsetzten, um Opfer zu bestehlen. Die Operation führte zu mindestens 276 Festnahmen und der Zerschlagung von mindestens neun Betrugszentren. Der Fall verdeutlicht, wie organisierte Betrugsnetzwerke die Kryptowährungen der Opfer ihrer Kontrolle entzogen.

Im Mittelpunkt der Strafverfolgungsmaßnahmen standen Betrugszentren, denen vorgeworfen wird, Amerikaner mit betrügerischen Kryptowährungs-Investitionsangeboten ins Visier genommen zu haben. Das US-Justizministerium (DOJ) erklärte:

„Eine beispiellose Zusammenarbeit zwischen dem FBI, der Polizei von Dubai und dem chinesischen Ministerium für öffentliche Sicherheit hat zur Festnahme von mindestens 276 Personen und zur Zerschlagung von mindestens neun Betrugszentren geführt, die für Kryptowährungs-Investitionsbetrug genutzt wurden.“

„Diese Zentren richteten sich gegen US-Bürger, die durch solche Machenschaften Verluste in Millionenhöhe erlitten haben“, fügte das DOJ hinzu.

Die Behörden in Dubai nahmen 275 Personen fest, darunter drei Angeklagte, gegen die in San Diego Anklage erhoben wurde. Die thailändische Königliche Polizei nahm einen weiteren Angeklagten fest. In den Fällen in San Diego werden Thet Min Nyi, Wiliang Awang, Andreas Chandra, Lisa Mariam und zwei flüchtige Personen genannt. Die Staatsanwaltschaft brachte die mutmaßlichen Aktivitäten mit den Unternehmen Ko Thet Company, Sanduo Group und Giant Company in Verbindung. Die Betrugsmaschen basierten auf dem „Pig-Butchering“-Verfahren, bei dem Betrüger zunächst falsche Freundschaften oder Liebesbeziehungen aufbauten, bevor sie die Opfer zu Scheininvestitionen drängten. Die Opfer wurden dazu gedrängt, Konten zu eröffnen, Kryptowährungen zu überweisen, Geld zu leihen, Kredite aufzunehmen und Einlagen zu erhöhen. Die Plattformen schienen Investitionsaktivitäten anzuzeigen, doch laut Staatsanwaltschaft verloren die Opfer nach der Überweisung ihrer Vermögenswerte die Kontrolle. Die Behörden identifizierten die Opfer anhand von Meldungen beim FBI Internet Crime Complaint Center, Befragungen und Finanzunterlagen.

Krypto-Betrugstaktiken aufgedeckt – Anklagen ziehen schwere Strafen nach sich

Die mutmaßlichen Betrugsmechanismen konzentrierten sich auf emotionale Manipulation, falsche Anlageversprechen und schnelle Geldbewegungen. Die Betrüger warben mit angeblichen Renditen aus Kryptowährungen, um die Angebote glaubwürdig erscheinen zu lassen. Anschließend halfen sie den Opfern dabei, Vermögenswerte an Plattformen zu überweisen, von denen die Opfer nicht wussten, dass sie gefälscht waren. Das DOJ erklärte:

„Gefälschte Plattformen übergaben die Gelder der Opfer an die Betrüger, die diese Gelder anschließend auf andere Kryptowährungskonten, darunter auch ihre eigenen, wuschen.“

Die Angeklagten sollen als Manager, Personalvermittler oder Mitarbeiter innerhalb der Betrugsoperationen tätig gewesen sein. Nach Angaben der Behörden agierten die Gruppen über verschiedene Gerichtsbarkeiten hinweg und verursachten Verluste in Millionenhöhe. Das FBI in San Diego leitete seine Ermittlungen im Jahr 2025 ein, nachdem es Unternehmen und Personen identifiziert hatte, die mit den Betrugsnetzwerken in Verbindung standen. Meta Platforms, Inc., die Muttergesellschaft von Facebook und Instagram, stellte Informationen zur Verfügung, die bei den Ermittlungen verwendet wurden.

Die Anklagepunkte umfassen Verschwörung zum Telekommunikationsbetrug und Verschwörung zur Geldwäsche. Jeder dieser Straftatbestände ist mit einer Höchststrafe von 20 Jahren Haft verbunden, wobei die Geldstrafen je nach Anklagepunkt bis zu 250.000 Dollar, 500.000 Dollar oder das Doppelte des Gewinns oder Verlusts betragen können. Die Staatsanwaltschaft nahm außerdem Anträge auf strafrechtliche Einziehung in die Anklageschrift gegen Thet Min Nyi und einen flüchtigen Mitangeklagten auf. An der Operation waren das FBI, die Polizei von Dubai, das chinesische Ministerium für öffentliche Sicherheit, die Königliche Thailändische Polizei und weitere Partner beteiligt. Sie knüpft zudem an umfassendere Ermittlungen des FBI San Diego gegen Kryptobetrug an, darunter die Operation Level Up, durch die bis April 2026 fast 9.000 Opfer benachrichtigt und schätzungsweise 562 Millionen US-Dollar gesichert wurden. Der Fall zeigt, dass die Strafverfolgungsbehörden nicht nur einzelne Betrüger ins Visier nehmen, sondern auch die Infrastruktur hinter dem Kryptobetrug.

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