Ein Liquiditätspool im Stil von Balancer V1 verlor laut Slowmist am 31. August rund 234.000 US-Dollar durch einen Exploit, der auf einem Rundungsfehler beruhte – dieselbe Art von Fehler, durch die im vergangenen November 116 Millionen US-Dollar aus den Balancer-V2-Pools abgezogen wurden.
Balancer V1 Pool wurde gehackt – Schaden in Höhe von 234.000 Dollar durch eine Fehlerkette derselben Art

Das Wichtigste auf einen Blick
- Ein Balancer-V1-Pool verlor am 31. August laut Slowmist etwa 234.000 US-Dollar durch die Ausnutzung eines Rundungsfehlers.
- Der Angreifer reduzierte die WBTC-Reserven auf einen verschwindend geringen Rest, indem er für eine auf 1 Satoshi abgerundete Eingabe den vollen BPT prägte.
- Balancer Labs stellte im März 2026 seinen Betrieb ein, nachdem ein ähnlicher Fehler 116 Millionen US-Dollar gekostet hatte.
Ein kleiner Hack mit einer vertrauten Signatur
Obwohl Balancer bereits zuvor ein ähnliches Szenario erlebt hat, hat sich die Geschichte heute erneut wiederholt. Vor wenigen Stunden machte das Blockchain-Sicherheitsunternehmen Slowmist auf einen neuen Exploit gegen einen Pool im Balancer-V1-Stil aufmerksam, diesmal mit einem vergleichsweise bescheidenen Schaden von 234.000 US-Dollar.
So gering dieser Betrag im Vergleich zur Geschichte von Balancer auch sein mag – die Fehlerfamilie ist unverkennbar: Es handelt sich um einen Rundungsfehler bei der Berechnung der Token-Beträge durch das Protokoll während eines Swaps – dieselbe Art von Schwachstelle, die es einem Angreifer im vergangenen November ermöglichte, 116 Millionen US-Dollar aus den V2-Pools von Balancer über mehrere Blockchains hinweg zu entwenden.
So funktionierte der Exploit
Laut der technischen Analyse von Slowmist zielte der Angreifer auf die Funktion „joinswapPoolAmountOut“ des Pools ab, mit der ein Aufrufer angeben kann, wie viele BPT (Balancer Pool Tokens) er erhalten möchte, während der Vertrag rückwärts rechnet, um die erforderliche Eingabe zu berechnen.
Diese Rückwärtsberechnung, die von der Funktion „calcSingleInGivenPoolOut“ durchgeführt wird, verwendet Festkommaarithmetik mit 18 Dezimalstellen. Durch die Ausführung einer Reihe öffentlicher Swaps reduzierte der Angreifer die WBTC-Reserven des Pools fast auf null. Da die Reserven auf einen Rest geschrumpft waren, rundete die Berechnung den erforderlichen Eingabewert auf nur 1 Satoshi WBTC ab – einen Bruchteil eines Cents –, während der Vertrag dennoch die vom Angreifer angeforderte volle Menge an BPT prägte.
Slowmist erklärte, dem Pool hätten grundlegende Sicherheitsvorkehrungen gefehlt, die dies hätten verhindern können, darunter eine effektive Mindesteingabe, ein Mindestguthaben des Pools und eine Validierung relativer Fehler. Die MIN_BALANCE-Prüfung des Vertrags, so wurde angemerkt, wurde nur während der „bind“- und „rebind“-Funktionen durchgesetzt, nicht jedoch bei gewöhnlichen Swaps. Im Rahmen seiner Warnmeldung veröffentlichte Slowmist sowohl die Wallet-Adresse des Angreifers als auch die Adresse des Angriffskontrakts.
Der lange Schatten von Balancer
Im März kündigte Balancer Labs, das Unternehmen hinter dem Protokoll, an, den Betrieb als juristische Person einzustellen, und verwies dabei auf zunehmende rechtliche Risiken – fünf Monate nach dem Exploit vom November 2025, der den „Total Value Locked“ des Protokolls von etwa 775 Millionen US-Dollar auf rund 300 Millionen US-Dollar einbrechen ließ.
Mitbegründer Fernando Martinelli erklärte damals, dass die DAO den Betrieb in einer schlankeren Form übernehmen werde, um sich gezielt „von der Haftung für vergangene Sicherheitsvorfälle“ zu befreien. Auch die Wallet hinter dem ursprünglichen Hack blieb aktiv und tauchte fünf Monate später wieder auf, um 1.100 ETH über Thorchain zu transferieren.
Der heutige Angriff traf WBTC, eine tokenisierte Darstellung von Bitcoin, und nicht den eigenen Governance-Token von Balancer – eine Erinnerung daran, dass selbst wenn der Bitcoin-Preis stabil bei rund 78.000 US-Dollar liegt, die „wrapped“ und tokenisierten Versionen davon, die in DeFi-Protokollen (Decentralized Finance) zum Einsatz kommen, ihre eigenen, separaten Risiken bergen.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.












