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Analysten warnen davor, dass Silberblasen-Signale ohne größere Trendwende auftreten können

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Silbers explosionsartiger Anstieg sendet in quantitativen Modellen Blasenwarnungen, aber Société Générale sagt, dass diese Signale möglicherweise Volatilität und Struktur widerspiegeln, anstatt eine bevorstehende Umkehr, da die Fundamentaldaten weiterhin höhere Preise unterstützen.

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Analysten warnen davor, dass Silberblasen-Signale ohne größere Trendwende auftreten können

Analysten Trennen Silberblasen-Signale von Aufrufen zu Bevorstehender Umkehr

Die Frage, ob Silber in einer Blase ist, dominiert die Diskussion unter Investoren. Die französische Bank Société Générale sagte am 30. Dezember, dass ihre quantitativen Modelle ein blasenartiges Verhalten der Silberpreise anzeigen, was zu einer tieferen Debatte darüber führt, wie diese Signale interpretiert werden sollten.

Das Rohstoff-Forschungsteam von Société Générale, angeführt von Dr. Mike Haigh, Leiter der FIC & Commoditiy-Forschung, wandte sein Log-Periodic Power Law Singularity (LPPLS) Rahmenwerk an, ein quantitatives Modell, das darauf ausgelegt ist, superexponentielle Preisbeschleunigungen zu erkennen, die oft mit einem fortgeschrittenen Stadium der Marktinstabilität einhergehen.

„Als wir letzte Woche einen fast senkrechten Anstieg über $80/oz sahen, sah es natürlich dramatisch aus, vielleicht emotional getrieben, und nach Ansicht mancher Menschen wie eine Blase”, erklärten die Analysten und fügten hinzu:

Wenn man jedoch zu einem Zeitreihendiagramm auf einer logarithmischen Skala wechselt (rechte untere Ecke), ändert sich die Geschichte, da die Hausse viel stabiler und nicht beispiellos aussieht.

Sie erklärten weiter, dass die Diagrammerstellung die Risikowahrnehmung materiell verändert, und bemerkten: „Die logarithmische Skala ist die richtige Grundlage, da sie den zugrunde liegenden exponentiellen Trend deutlich offenbart.“

Obwohl das LPPLS-Rahmenwerk das aktuelle Silberregime als potenzielle Blase klassifiziert, betonten die Analysten von Société Générale, dass Modellausgaben nicht isoliert als Prognosen behandelt werden sollten. Sie betonten, dass quantitative Diagnosen den Formwandel, der die Edelmetallmärkte prägt, nicht vollständig berücksichtigen können, und warnten:

Wenn man sich allein auf dieses Modell verlassen würde, könnte man behaupten, dass der Silbermarkt in einer Blase ist. Wir warnen ausdrücklich davor.

Mehr lesen: Peter Schiff sagt, Silber überschreitet nächstes Jahr 100 $, trotz möglicher scharfer Rückgänge

Die Forschung von Société Générale hebt weiter hervor, dass die kleinere und weniger liquide Marktstruktur von Silber im Vergleich zu Gold die Anfälligkeit für Herdenverhalten, Rückkopplungsschleifen und verstärkte Volatilität erhöht, die Blasensignale auslösen können, ohne eine dauerhafte Umkehr zu implizieren. Die Analysten sagten:

Wir ziehen es daher vor, das ‘Blasen’-Regime als potenzielle Instabilitätsindikatoren zu interpretieren, da wir immer gesunde Korrekturen bei extremen Preisbewegungen erwarten würden.

Sie stellten auch fest, dass die Darstellung von Silber auf einer logarithmischen Basis die Rallye 2025 innerhalb eines 25-jährigen Zinseszins-Trends platziert, obwohl das Ausmaß des Vormarsches in diesem Jahr außergewöhnlich erscheint. „Die logarithmische Skala erzählt immer die bessere Geschichte und ist näher an der Wahrheit“, bemerkte das Team.

Über technische Modelle hinaus wies Société Générale auf fundamentale Treiber hin, die die Silbernachfrage unterstützen, darunter Ent-Dollarisierungstrends, erhöhte geopolitische Unsicherheit und zunehmende physische Angebotsverknappung. Die Bank hob Chinas geplante Exportbeschränkungen ab dem 1. Januar hervor und stellte fest, dass das Land 60 % bis 70 % des weltweit raffinierten Silbers liefert und die Exporte um bis zu 30 % reduzieren könnte, was die anhaltenden jährlichen Defizite von geschätzten 200 Millionen bis 230 Millionen Unzen verschärft. Während die Volatilität nach scharfen Rückgängen von Rekordhöhen erhöht bleibt, erwarten die Analysten nicht, dass ihr Blasenrahmenwerk eine fundamentale Verschiebung in Silbers breiterem Aufwärtstrend prognostiziert.

FAQ

  • Warum hat Société Générale Silber als potenzielle Blase markiert?
    Ihr LPPLS-quantitatives Modell detektierte superexponentielles Preisverhalten, das oft mit Marktinstabilität in Verbindung steht.
  • Erwartet Société Générale einen Einbruch der Silberpreise?
    Nein, die Bank warnt ausdrücklich davor, das Blasensignal als Vorhersage eines bevorstehenden Zusammenbruchs zu betrachten.
  • Wie beeinflusst die Marktstruktur von Silber die Preisvolatilität?
    Silbers kleinerer und weniger liquider Markt macht es anfälliger für Herdenverhalten, Rückkopplungsschleifen und starke Schwankungen.
  • Welche Fundamentaldaten unterstützen die Silbernachfrage im Jahr 2025?
    Ent-Dollarisierung, geopolitische Risiken, Angebotsdefizite und Chinas Exportbeschränkungen sind Schlüsseltreiber.
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