Das Gesetz zur Führung und Etablierung nationaler Innovationen für US-Stablecoins—besser bekannt als GENIUS-Gesetz—wurde am 18. Juli 2025 in Gesetzesform unterzeichnet. Es markiert einen Wendepunkt in der US-Digitalvermögenspolitik: den ersten umfassenden föderalen Rahmen, der speziell die Ausgabe und den Betrieb von ZahlungssTablecoins reguliert.
Verstehen des GENIUS Act: Revolution der US-Stablecoins

Der folgende Meinungsartikel wurde von Alex Forehand und Michael Handelsman für Kelman.Law geschrieben.
Wie in unserer früheren Berichterstattung zur Crypto Week hervorgehoben, passierte das Gesetz am 17. Juni den Senat. Es erhielt parteiübergreifende Unterstützung (68–30). Das Repräsentantenhaus stimmte am 17. Juli ab (308–122). Präsident Trumps Unterschrift am nächsten Tag machte den Gesetzentwurf zu Öffentliches Gesetz Nr. 119-27.
Wichtige Bestimmungen des GENIUS-Gesetzes
Definition und Umfang
Das Gesetz definiert “Zahlungsstablecoins” als digitale Vermögenswerte. Sie sollen einen stabilen Wert im Verhältnis zu einer Fiat-Währung erhalten, hauptsächlich dem US-Dollar. Diese Vermögenswerte sind für den Transaktionsgebrauch bestimmt. Diese Vermögenswerte sind ausdrücklich davon ausgeschlossen, als Wertpapiere, Bankeinlagen oder digitale Zentralbankwährungen (CBDCs) klassifiziert zu werden. Dies bietet lange benötigte rechtliche Klarheit.
Lizenzierungsrahmen
Nach einer dreijährigen Übergangsphase, die 2028 endet, dürfen nur „erlaubte Zahlungsstablecoin-Emittenten“ operieren. Diese können umfassen:
- Banktochtergesellschaften, die von Bundesbehörden beaufsichtigt werden
- Nichtbanken-Entitäten, die vom neuen föderalen Rahmen lizenziert sind
- Staatlich gecharterte Entitäten, die durch einen föderalen Anerkennungsprozess zertifiziert sind
Emittenten mit weniger als 10 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten können eine staatliche Aufsicht wählen. Sie müssen eine Parität durch ein zukünftiges Zertifizierungskomitee erlangen.
Reserve- und Offenlegungsanforderungen
Emittenten müssen 1:1-Reserven in qualitativ hochwertigen liquiden Vermögenswerten wie US-Dollars oder Treasury-Wertpapieren halten. Reserven müssen in separaten Konten gehalten werden, ohne Rehypothezierung. Das Gesetz verlangt monatliche Reservebescheinigungen und erfordert jährliche Prüfungen durch unabhängige Wirtschaftsprüfer.
Verbraucherschutz und Compliance
Das Gesetz integriert robuste Verbraucherschutzmaßnahmen. Es schreibt die Einhaltung von Anti-Geldwäsche- (AML) und Know-Your-Customer- (KYC) Verpflichtungen vor. Diese Verpflichtungen unterliegen dem Bank Secrecy Act. Stablecoin-Emittenten dürfen keine Zinsen oder Renditen auf Stablecoin-Bestände zahlen. Diese Bestimmung soll Geldmärkte schützen und die Nutzbarkeit des Vermögenswerts für Zahlungen bewahren.
Warum das GENIUS-Gesetz von Bedeutung ist
- Regulatorische Klarheit: Stablecoins haben nun einen definierten rechtlichen Status unter Bundesrecht.
- Institutionelle Beteiligung: Banken und Fintechs haben einen klaren Weg, um in den Stablecoin-Markt einzutreten.
- Verbrauchersicherheit: Neue Standards verbessern die Reservetransparenz und reduzieren systemische Risiken.
- Bewahrung der Dollardominanz: Das Gesetz stärkt die Rolle des US-Dollars in digitalen Transaktionen weltweit.
- Federal-State-Balance: Kleineren Emittenten bleibt ein Weg durch staatliche Regime offen, der der föderalen Aufsicht unterliegt.
- Zinsen/Rendite: Stablecoins dürfen KEINE Zinsen oder Renditen an Inhaber zahlen
- Der Bank Secrecy Act: Stablecoin-Emittenten gelten als Finanzinstitute gemäß dem BSA. Sie sind verpflichtet, effektive AML-Programme aufrechtzuerhalten. Sie müssen die entsprechenden Unterlagen aufbewahren, einschließlich KYC-Informationen. Sie müssen auch verdächtige Aktivitäten melden.
- Priorität im Insolvenzfall: Stablecoin-Inhaber haben Vorrang vor Gläubigern in einem Ch. 11 Insolvenzverfahren.
Was kommt als Nächstes
Das Gesetz weist Bundesbehörden an—einschließlich der Federal Reserve, des Finanzministeriums und der OCC—, mit der Regelsetzung zu beginnen. Sie müssen betriebliche Rahmenbedingungen für Lizenzierung, Aufsicht und Durchsetzung schaffen. Ein Zertifizierungsprozess für staatlich beaufsichtigte Emittenten ist ebenfalls im Gange.
Die Aufmerksamkeit wendet sich nun anderen Gesetzgebungen zu digitalen Vermögenswerten zu. Das Gesetz zur Klarheit für digitale Token schreitet im Repräsentantenhaus voran. Es würde die Zuständigkeit von SEC und CFTC für Kryptotoken definieren. Gleichzeitig wird das Anti-CBDC Überwachungsstaat-Gesetz, das darauf abzielt, eine US-Zentralbank-digital-Währung zu blockieren, voraussichtlich später in diesem Jahr den Senat erreichen.
Das GENIUS-Gesetz ist kein Allheilmittel. Aber es ist ein grundlegender Schritt hin zu einem kohärenteren Regelwerk für digitale Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten. Insbesondere für Stablecoins beginnt sich der regulatorische Nebel endlich zu lichten.
Darüber hinaus hat FinCEN gemäß dem Gesetz 3 Jahre Zeit, um neue blockchainspezifische Methoden zu erforschen. Sie müssen einen Bericht über die Erkennung und Meldung illegaler Aktivitäten veröffentlichen. Der Bericht wird Standards zur Umsetzung enthalten.
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