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USA warnen: Zahlungen mit digitalen Vermögenswerten im Hormuz-Kanal könnten Sanktionsrisiko nach sich ziehen

Das OFAC warnte davor, dass Zahlungen mit digitalen Vermögenswerten im Zusammenhang mit der Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu Sanktionsrisiken führen können. In der Warnung heißt es, dass digitale Vermögenswerte das rechtliche Risiko für Schifffahrtsunternehmen, Finanzinstitute, Versicherer oder Vertragspartner nicht verringern. Wichtige Erkenntnisse:

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USA warnen: Zahlungen mit digitalen Vermögenswerten im Hormuz-Kanal könnten Sanktionsrisiko nach sich ziehen
  • Das OFAC warnte, dass Krypto-Zahlungen im Zusammenhang mit der Durchfahrt durch die Straße von Hormus Sanktionsrisiken nach sich ziehen können.
  • Berichten zufolge betreibt der Iran ein kryptobasiertes Mautsystem, das täglich Einnahmen in Höhe von etwa 20 Millionen US-Dollar generiert.
  • Ausländische Unternehmen riskieren Sekundärsanktionen und einen eingeschränkten Zugang zum US-Finanzsystem.

Die OFAC-Warnung erhöht das Risiko von Krypto-Sanktionen für die Durchfahrt durch die Straße von Hormuz

Das Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums veröffentlichte am 1. Mai eine Warnung, wonach Zahlungen mit digitalen Vermögenswerten im Zusammenhang mit der Durchfahrt durch die Straße von Hormuz zu Sanktionsrisiken führen können. Die Warnung macht deutlich, dass Kryptowährungen das rechtliche Risiko für Schifffahrtsunternehmen, Finanzinstitute, Versicherer oder Vertragspartner nicht verringern. Das OFAC erklärte, dass Forderungen im Zusammenhang mit dem Iran für eine sichere Durchfahrt in verschiedenen Formen auftreten können. In der Warnung heißt es:

„Diese Forderungen können verschiedene Zahlungsoptionen umfassen, darunter Fiat-Währungen, digitale Vermögenswerte, Verrechnungen, informelle Tauschgeschäfte oder andere Sachleistungen, wie beispielsweise nominell gemeinnützige Spenden an die Iranian Red Crescent Society, Bonyad Mostazafan oder Konten der iranischen Botschaft.“

Die Warnung geht einher mit Berichten, wonach der Iran im Rahmen eines sogenannten formellen „Tehran Toll Booth“-Systems für den Transit durch die Straße von Hormus aktiv Kryptowährungen akzeptiert. Das am 31. März 2026 kodifizierte System ist weiterhin in aktivem Gebrauch. Bitcoin ist die primäre Zahlungsmethode, wobei auch die Verwendung von USDT gemeldet wird, obwohl Tether Ende April iranische Vermögenswerte im Wert von mehr als 344 Millionen US-Dollar eingefroren hat. Die Gebühren für Öltanker liegen zwischen 0,50 und 1,00 US-Dollar pro Barrel, was etwa 2 Millionen US-Dollar pro Very Large Crude Carrier (VLCC) entspricht. Das OFAC erklärte außerdem, dass US-Personen generell von Transaktionen mit der iranischen Regierung ausgeschlossen sind, sofern keine Ausnahmegenehmigung oder Genehmigung vorliegt. Diese Einschränkung gilt auch für Geschäfte mit dem Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) des Iran. Das OFAC hat separat Krypto-Plattformen gekennzeichnet, die mit dem Iran in Verbindung stehen. „US-Personen ist es generell untersagt, mit iranischen Börsen für digitale Vermögenswerte zu handeln, die im Rahmen der US-Sanktionen als gesperrte iranische Finanzinstitute gelten“, heißt es in der Warnung, was zeigt, dass Zahlungen mit digitalen Vermögenswerten als Sanktionsrisiko und nicht als Umgehungsmöglichkeit behandelt werden.

Schifffahrtsunternehmen stehen wegen Zahlungen mit digitalen Vermögenswerten unter Druck

TRM Labs schätzt die täglichen Einnahmen der IRGC auf etwa 20 Millionen US-Dollar. Auch außerhalb der Vereinigten Staaten gilt das Sanktionsrisiko weiterhin. Das OFAC erklärte, dass ausländische Akteure bei Transaktionen, an denen die iranische Regierung oder die IRGC beteiligt sind, mit Strafen rechnen müssen. Sekundärsanktionen könnten den Zugang zum US-Finanzsystem einschränken. Das OFAC fügte hinzu:

„Nicht-US-Personen, die mit gesperrten iranischen Börsen für digitale Vermögenswerte in Kontakt treten, riskieren ebenfalls Sanktionen, wenn sie im sanktionierten iranischen Finanzsektor tätig sind oder diesen unterstützen.“

Selbst eine indirekte Beteiligung kann zu einer Haftung führen, wenn eine Transaktion über mit den USA verbundene Versicherer, Banken oder Finanzintermediäre abgewickelt wird. Für maritime Betreiber verlagert sich der Fokus dieses Risikos auf die Transparenz von Zahlungen und die Überprüfung von Vertragspartnern. Das OFAC forderte Unternehmen nachdrücklich auf, Schiffe zu überprüfen, festzustellen, wer den Transit arrangiert hat, und zu ermitteln, ob Gebühren mit Bezug zum Iran gezahlt oder zugesagt wurden. Im Rahmen des IRGC-Systems müssen Schiffe vor der Genehmigung Eigentums- und Ladungsdetails über Intermediäre übermitteln. Zahlungen werden dann über ein „Umtauschfenster“ auf der Insel Qeshm an bestimmte Wallets gesendet, gefolgt von einem per VHF ausgegebenen Passwort und einer Marineeskorte. Dieser Prozess macht die Überprüfung von Wallet-Adressen und Geschäftspartnern für die Einhaltung der Vorschriften entscheidend.

Separate Entwicklungen Ende April haben die Risiken im Zusammenhang mit diesen Zahlungssystemen deutlicher gemacht. Am 21. April hieß es in Berichten, die IRGC habe auf ein Schiff geschossen, nachdem dieses an eine betrügerische Krypto-Wallet statt an eine autorisierte Adresse gezahlt hatte. Am 30. April erklärte Finanzminister Scott Bessent, im Rahmen der Operation „Economic Fury“ seien iranische Krypto-Vermögenswerte im Wert von 500 Millionen US-Dollar beschlagnahmt worden. Diese Entwicklungen zeigen, dass digitale Vermögenswerte sowohl für Zahlungsaktivitäten als auch für Durchsetzungsmaßnahmen von zentraler Bedeutung sind.

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