Einem neuen Bericht zufolge beschleunigen Russland und der Iran angesichts verschärfter westlicher Sanktionen und geopolitischer Spannungen ihre Abkehr vom US-Dollar hin zum chinesischen Yuan.
Chinas Yuan-Abwicklungen steigen im März auf 214 Mrd. US-Dollar, da Russland und der Iran ihren Ausstieg aus dem Dollar beschleunigen

Wichtige Erkenntnisse
- Im März 2026 wickelte Chinas CIPS rund 214 Milliarden US-Dollar ab, als sich der Iran und Russland aus den Dollar-Märkten zurückzogen.
- Die iranische IRGC verlangt Berichten zufolge Kryptowährungen oder Yuan für 20 % des weltweiten Öltransits.
- Chainalysis berichtet, dass die Nutzung von Kryptowährungen im Rahmen von Sanktionen im Jahr 2025 154 Milliarden US-Dollar erreichte, was eine dauerhafte Verlagerung hin zum Yuan befeuert.
Der Aufstieg des Petroyuan
Die globale Finanzlandschaft durchläuft einen grundlegenden Wandel, da der Konflikt zwischen dem Westen und einer wachsenden Koalition sanktionierter Nationen die Abkehr vom US-Dollar beschleunigt. Angetrieben durch jüngste Militärschläge und ein sich verengendes Sanktionsnetz haben Iran und Russland die Nutzung des chinesischen Yuan und von Kryptowährungen verstärkt, um den Handel aufrechtzuerhalten und staatliche Operationen zu finanzieren.
Ein aktueller Bericht von Nikkei zeigt, dass die Verwendung des Yuan zur Bezahlung von Rohöl und anderen Rohstoffen sprunghaft angestiegen ist. Die Abwicklungen über Chinas Cross-border Interbank Payment System (CIPS) – Pekings Alternative zum westlich geführten SWIFT-Netzwerk – erreichten im März etwa 214 Milliarden US-Dollar (1,46 Billionen Yuan). Das entspricht einem Anstieg von 50 % gegenüber dem Vormonat und dem Dreifachen des Niveaus von 2021.
Dieser Anstieg erfolgt vor dem Hintergrund drastischer Maßnahmen des Iran als Reaktion auf eine im Februar begonnene Luftkampagne der USA und Israels. Teheran hat die Straße von Hormus für „unfreundliche Nationen“ effektiv gesperrt, während Schiffe aus China, Russland und Indien die Durchfahrt gestattet wird.
Um das traditionelle Bankensystem zu umgehen, hat der Iran ein System von Sicherheitsgebühren für Schiffe eingeführt, die die Meerenge passieren, wobei die Zahlungen Berichten zufolge in Yuan oder Kryptowährung verlangt werden. „Der Nahostkonflikt hat als Katalysator gewirkt“, sagte Ding Shuang, Chefökonom für Großchina und Nordasien bei Standard Chartered. „Wir sehen die Anfänge eines ‚Petroyuan‘, der letztendlich den Einfluss des Dollars auf den Energiehandel untergraben könnte.“
Russland, das seit seiner Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 weitgehend aus dem dollarbasierten System ausgeschlossen ist, hat den Yuan und digitale Vermögenswerte in ähnlicher Weise in seine Kriegswirtschaft integriert. In einem Interview im August 2025 stellte Präsident Wladimir Putin fest, dass Transaktionen zwischen Russland und China mittlerweile fast ausschließlich in Rubel und Yuan abgewickelt werden.
Ein Bericht von Chainalysis vom März 2026 enthüllte, dass der Wert der Krypto-Vermögenswerte, die von sanktionierten Einrichtungen empfangen wurden, im vergangenen Jahr um fast 700 % gestiegen ist und einen Rekordwert von 154 Milliarden US-Dollar erreichte. Allein im letzten Quartal 2025 entfielen Berichten zufolge über 3 Milliarden US-Dollar an Krypto-Transfers auf die Islamische Revolutionsgarde des Iran, die digitale Geldbörsen nutzte, um physische Rohstoffe und Transportlogistik zu bezahlen.
Ausweitung der digitalen Grenze
China führte CIPS im Jahr 2015 ein, um den Yuan zu internationalisieren, und das System ist exponentiell gewachsen. Bis Ende 2025 waren weltweit mehr als 1.700 Finanzinstitute angeschlossen. Über CIPS hinaus testet Peking den digitalen Yuan (e-CNY) für grenzüberschreitende Zahlungen mit Partnern wie Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Diese Kanäle ermöglichen eine sofortige Abwicklung, ohne dass US-Banken als Zwischenhändler benötigt werden. In Saudi-Arabien ist der Wandel bereits sichtbar: Der Anteil der in Yuan abgewickelten Öltransaktionen erreichte im März 41 % – im selben Monat traten zwei große staatliche saudische Banken dem CIPS-Netzwerk bei.
Trotz des rasanten Wachstums steht dem Yuan noch ein steiler Aufstieg bevor. Laut SWIFT-Daten hatte der Yuan Anfang 2026 nur einen Anteil von 3 % an den weltweiten Abrechnungen, verglichen mit den dominierenden 51 % des Dollars. Die Divergenz ist jedoch deutlich. Während der Yuan gegenüber dem Dollar an Stärke gewinnt, haben andere asiatische Währungen, darunter der Yen und der Won, an Wert verloren, belastet durch die steigenden Kosten für Öl, das in nicht-traditionellen Währungen gehandelt wird. Toru Nishihama, Chefökonom am Daiichi Life Research Institute, hält diesen Trend für unumkehrbar. „Die Abkehr vom Dollar wird sich weiter beschleunigen, sobald diese alternativen Netzwerke eine kritische Masse erreichen“, so Nishihama.

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