Ein taiwanesischer Abgeordneter hat dem Premierminister und dem Gouverneur der Zentralbank offiziell einen Vorschlag unterbreitet, einen Teil der taiwanesischen Devisenreserven in Höhe von 602 Milliarden US-Dollar in Bitcoin zu investieren. Die wichtigsten Punkte:
Taiwanesischer Abgeordneter fordert Bitcoin-Reserve, die aus einer Devisenreserve in Höhe von 602 Milliarden Dollar finanziert wird

- Der Abgeordnete Ko Ju-Chun legte dem taiwanesischen Premierminister und der Zentralbank einen BPI-Bericht über Bitcoin-Reserven vor.
- Taiwans Devisenreserven in Höhe von 602 Mrd. US-Dollar bestehen zu über 80 % aus Dollar-Anlagen, was laut BPI ein Währungsrisiko darstellt.
- Eine Entscheidung steht noch aus, doch dieser Schritt reiht Taiwan in die Debatte um Bitcoin-Reserven neben den USA und Brasilien ein.
Ein direkter Appell an den Premierminister und die Zentralbank
Am 29. April 2026 überreichte Dr. Ko Ju-Chun, Mitglied des taiwanesischen Legislativ-Yuan, den Bericht des Bitcoin Policy Institute (BPI) über Bitcoin-Reserven während einer formellen Fragestunde direkt an Premierminister Cho Jung-tai und den Gouverneur der Zentralbank von China, Yang Chin-long. Der von Jacob Langenkamp verfasste und im März 2026 veröffentlichte Bericht legt die handelspolitischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Argumente für das Halten von Bitcoin als Reservewährung neben Gold und Fremdwährungen dar. Der Vorschlag konzentriert sich auf Taiwans enorme Devisenreserven. Das Land verfügt über Devisenreserven in Höhe von etwa 602 Milliarden US-Dollar, wobei über 80 % in auf US-Dollar lautenden Vermögenswerten gehalten werden. Ko Ju-Chun und das BPI argumentieren, dass diese Konzentration ein Risiko der Währungsabwertung mit sich bringt UND – was entscheidend ist – Szenarien, in denen Taiwans auf US-Dollar lautende Vermögenswerte aufgrund einer geopolitischen Eskalation mit China unzugänglich werden könnten. Die ursprünglich vorgeschlagene Zuweisung beläuft sich auf etwa 2,5 Milliarden US-Dollar in Bitcoin, was weniger als 0,5 % der gesamten Reserven entspricht – ein bescheidener Einstieg, aber ein symbolisch bedeutender.
Bitcoin als geopolitische Absicherung
Das Argument, das Ko Ju-Chun vorbringt, ist strukturell nicht neu, hat aber im taiwanesischen Kontext ein besonderes Gewicht. Der BPI-Bericht nennt ausdrücklich die feste Versorgung, die Dezentralisierung und die Unbeschlagnahmbarkeit von Bitcoin als Eigenschaften, die es für Taiwans Sicherheitslage einzigartig geeignet machen (da es nicht von einer ausländischen Regierung eingefroren oder durch eine SWIFT-ähnliche Finanzblockade abgeschnitten werden kann).
Diese Argumentation spiegelt auch Argumente wider, die derzeit in mehreren Ländern kursieren. In den USA hat sich die Spekulation über die Schaffung einer Reserve auf vier Bundesstaaten ausgeweitet, wobei in mindestens 15 US-Bundesstaaten entsprechende Gesetzgebungsverfahren vorangetrieben werden. Auch Brasilien hat erneut einen Gesetzentwurf eingebracht, der bis zu 1 Million BTC in den nationalen Reserven zulassen würde. Patrick Witt, Berater des Weißen Hauses, kündigt an, dass innerhalb der nächsten Wochen eine „große Ankündigung“ zur strategischen Bitcoin-Reserve der USA erfolgen werde. read more. Patrick Witt, Berater des Weißen Hauses, kündigt an, dass innerhalb der nächsten Wochen eine „große Ankündigung“ zur strategischen Bitcoin-Reserve der USA erfolgen werde. read more. Patrick Witt, Berater des Weißen Hauses, kündigt an, dass innerhalb der nächsten Wochen eine „große Ankündigung“ zur strategischen Bitcoin-Reserve der USA erfolgen werde. read more.
Weißes Haus Patrick Witt kündigt auf der Bitcoin 2026 eine „große Ankündigung“ an

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Was Taiwans Vorgehen auszeichnet, ist die Art und Weise der Umsetzung, denn Ko Ju-Chun hat die Idee nicht einfach nur öffentlich in den Raum gestellt; er übergab den BPI-Bericht direkt an die beiden Personen, die für Taiwans Geldpolitik am meisten verantwortlich sind, und schuf damit eine formelle Aufzeichnung im Gesetzgebungsprozess. Unabhängig davon, ob Taipeh diesbezüglich Maßnahmen ergreift oder nicht, ist das Thema nun auf den Tisch gekommen.








