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Etoro tritt Euro-Stablecoin-Bündnis bei: 11 Firmen hinter EURØP

Elf europäische Kryptounternehmen wollen dem Euro auf der Blockchain mehr Gewicht verschaffen. Sie haben am Montag in Paris das Eurøpe Consortium gegründet, darunter der an der Nasdaq notierte Broker Etoro. Das Bündnis setzt zunächst auf EURØP, einen an den Euro gekoppelten Stablecoin des französischen Anbieters Schuman Financial. Bisher lauten rund 99 Prozent des Stablecoin-Marktes auf Dollar.

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Etoro tritt Euro-Stablecoin-Bündnis bei: 11 Firmen hinter EURØP

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Elf Unternehmen, darunter der Broker Etoro, haben am Montag in Paris das Eurøpe Consortium gegründet, das den Euro-Stablecoin EURØP von Schuman Financial verbreiten soll.
  • Aus dem deutschsprachigen Raum sind Swissborg aus der Schweiz, LCX aus Liechtenstein und Assetera aus Wien dabei; zu einer Listung von EURØP verpflichtet sich kein Mitglied.
  • Rund 99 Prozent des Stablecoin-Marktes lauten laut EZB auf Dollar; von EURØP waren Anfang Oktober 15,5 Millionen Token im Umlauf, und 37 Banken planen einen eigenen Euro-Token.

Elf Firmen, vier Arbeitsfelder

Zu den Gründern gehören neben Etoro und dem Herausgeber Schuman Financial die Handelsplattformen Swissborg, LCX, Coinhouse, Coinmerce und Blox, der Wallet-Dienstleister Dfns, die Wertpapierfirma Assetera, der Schuman-Investor Rockawayx und die Organisation XRPL Commons. Sie wollen sich in vier Bereichen abstimmen: beim Vertrieb über Plattformen, die Kunden bereits nutzen, bei der Anbindung an Wallets und Handelsplätze, bei Anwendungen für Privat- und Geschäftskunden sowie bei der Aufklärung des Marktes. So steht es in der Gründungsmitteilung des Konsortiums.

„Die EU hat einen Rechtsrahmen für Euro-Stablecoins geschaffen, aber Regulierung allein schafft keinen funktionierenden Markt“, sagte Schuman-Chef Martin Bruncko. EURØP läuft auf sechs Blockchains, darunter dem XRP Ledger, wo er als erster MiCA-regulierter Euro-Stablecoin startete. MiCA ist die EU-Verordnung über Märkte für Kryptowerte.

Mitgliedschaft heißt nicht Listung

Eine Zusage, den Token aufzunehmen, ist mit dem Beitritt nicht verbunden. Jedes Unternehmen entscheidet weiter selbst über sein Angebot, seine Technik und seine Regulierung; die Teilnahme bedeute für sich genommen keine Verpflichtung zu Listung, Anbindung oder Liquidität, heißt es auf der Website des Konsortiums. Auch Etoro hat damit keinen Handelsstart für EURØP angekündigt. Das Unternehmen wolle helfen, den Euro „zu einer erstklassigen Währung auf der Blockchain“ zu machen, sagte Ouriel Ohayon, der bei Etoro das Kryptogeschäft leitet.

Drei Gründer aus dem deutschsprachigen Raum

Ein deutsches Unternehmen fehlt in der Runde, der deutschsprachige Raum ist aber dreifach vertreten: mit der Schweizer Krypto-App Swissborg, der Liechtensteiner Kryptobörse LCX und Assetera, einer Wiener Wertpapierfirma für tokenisierte Wertpapiere. Die Nutzer von Swissborg könnten EURØP schon länger halten, sagte Firmenchef Cyrus Fazel. Gefehlt habe „ein abgestimmter Markt rund um Vermögenswerte in Euro“.

So klein ist der Markt für Euro-Stablecoins

Wie groß der Abstand zum Dollar ist, zeigen Zahlen der Europäischen Zentralbank (EZB): Auf Dollar lautende Stablecoins machen rund 99 Prozent des Angebots aus, alle Euro-Stablecoins zusammen kamen im November 2025 auf etwa 395 Millionen Euro. Das geht aus einem Sonderkapitel des Finanzstabilitätsberichts der EZB hervor. Von EURØP waren am 1. Oktober 15,5 Millionen Token im Umlauf, wie Finance Magnates unter Berufung auf Schuman berichtete. Gehandelt wird der Token demnach unter anderem bei Kraken, Bitvavo und der Wiener Plattform Bitpanda.

Banken und ein Frankfurter Anbieter haben eigene Pläne

Das Konsortium ist nicht der einzige Versuch. Unter dem Namen Qivalis arbeiten 37 Finanzinstitute aus 15 Ländern an einem Euro-Token, darunter die Dekabank und die österreichische Raiffeisen Bank International. Er soll im zweiten Halbjahr 2026 starten, wenn die niederländische Zentralbank zustimmt, wie das Schweizer Portal CVJ.ch über die Erweiterung des Bankenbündnisses berichtete. In Deutschland gibt es mit EURAU bereits einen Euro-Stablecoin des Frankfurter Anbieters Allunity, der seit Juli 2025 mit Bafin-Lizenz ausgegeben wird.

Auch die EZB will vermeiden, dass Europas Finanzmarkt von Abwicklungsgeld in Fremdwährung abhängt. Das sagte Direktoriumsmitglied Piero Cipollone am Dienstag in seiner Rede zum digitalen Euro.