Silence Laboratories hat einen quantensicheren Verwahrungsspeicher auf den Markt gebracht, der digitale Vermögenswerte vor künftigen kryptografischen Bedrohungen schützen soll. Das System kombiniert postquantene Signaturen mit Multi-Party-Computation, um Institutionen den Übergang zu erleichtern, ohne dass sie ihre bestehende Infrastruktur komplett umgestalten müssen.
Silence Labs bringt „Quantum-Safe Vault“ zur Sicherung der Krypto-Verwahrung auf den Markt

Die wichtigsten Punkte:
- Silence Laboratories hat einen quantensicheren Tresor auf Basis des NIST-Standards 2024 ML-DSA eingeführt.
- Bitgo und Infosys beteiligen sich an ersten Tests, was auf ein wachsendes institutionelles Interesse an Quantenrisiken hindeutet.
- Silence Labs strebt eine schrittweise Einführung an, wobei MPC-Upgrades die Kryptowährung auf zukünftige Bedrohungen vorbereiten sollen.
Infosys unterstützt den Tresor von Silence Labs, während Unternehmen ein quantenresistentes Verwahrungsmodell testen
Silence Laboratories hat einen nach eigenen Angaben ersten quantenresistenten Tresor für die Verwahrung digitaler Vermögenswerte vorgestellt. Dies ist ein früher Versuch, einem Risiko zu begegnen, das viele in der Branche zwar noch als Jahre entfernt, aber zunehmend als unvermeidbar betrachten.
Laut einer exklusiven Mitteilung an Bitcoin.com News wurde das neue System entwickelt, um Krypto-Assets und Transaktionssignaturen vor den potenziellen Auswirkungen von Quantencomputern zu schützen. Zwar sind solche Maschinen noch nicht in der Lage, dies in großem Maßstab zu leisten, doch haben die jüngsten Fortschritte und die Einführung von Post-Quantum-Standards dazu geführt, dass sich die Diskussion von der Theorie hin zur Vorbereitung verlagert. Der Ansatz von Silence konzentriert sich auf die Kombination von Multi-Party-Computation (MPC) mit Post-Quantum-Kryptografie. MPC wird bereits häufig in der institutionellen Verwahrung eingesetzt und ermöglicht es mehreren Parteien, die Kontrolle über private Schlüssel gemeinsam zu teilen, anstatt sich auf einen einzigen Schwachpunkt zu verlassen. Die neue Infrastruktur des Unternehmens behält dieses Modell bei und ersetzt gleichzeitig traditionelle Signaturschemata durch ML-DSA, einen quantenresistenten Algorithmus, der 2024 vom US-amerikanischen National Institute of Standards and Technology standardisiert wurde.
Ziel ist es, Finanzinstituten eine schrittweise Verbesserung ihrer Sicherheit zu ermöglichen. „Die meisten bestehenden Systeme stützen sich nach wie vor auf Signaturschemata, die nicht dafür ausgelegt sind, Quantenbedrohungen standzuhalten. Mit unserer quantensicheren MPC-Infrastruktur können Institutionen bereits jetzt mit der Umstellung beginnen, und zwar nach ihrem eigenen Zeitplan, anstatt später zu einer überstürzten Migration gezwungen zu sein“, sagte Andrei Bytes, Mitbegründer und CTO von Silence Laboratories.
Der Tresor umfasst zudem vertrauenswürdige Ausführungsumgebungen wie Google Cloud Confidential Computing, um sensible Vorgänge zu isolieren. Diese hardwaregeschützten Umgebungen sind darauf ausgelegt, das Risiko durch Cloud-Anbieter, Systembetreiber oder externe Angreifer zu minimieren.
Die modulare Struktur ermöglicht Skalierbarkeit für den quantensicheren Tresor
Laut Silence ist die Plattform modular aufgebaut, was bedeutet, dass sie sich in bestehende Governance- und Richtlinienrahmen integrieren lässt, die von Banken, Verwahrstellen und Krypto-Plattformen genutzt werden. Diese Flexibilität könnte für große Institutionen entscheidend sein, bei denen der Austausch der Kerninfrastruktur langwierig und kostspielig sein kann. Das Produkt wird zunächst einer Gruppe von Designpartnern zur Verfügung gestellt, zu der unter anderem Bitgo, Zengo, Eigenlayer und Infosys gehören. Von diesen Early Adopters wird erwartet, dass sie testen, wie sich das System in realen Verwahrungsabläufen bewährt, und dabei helfen, die Implementierung zu verfeinern. Derzeit dient die Technologie noch als Schutz vor einer hypothetischen Bedrohung. Für Institutionen, die große Bestände an digitalen Vermögenswerten verwalten, könnten die Kosten des Abwartens jedoch hoch sein. Silence Laboratories setzt darauf, dass eine frühzeitige Vorbereitung weniger disruptiv sein wird als ein später überstürzter Übergang.

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