Die Zukunft der Wall Street rast in Richtung Blockchain, da ein führender Insider der SEC die Tokenisierung fördert und damit einen transformativen Sprung signalisiert, der die Finanzmärkte für immer revolutionieren könnte.
SEC-Kommissar drängt auf rechtliche Klarheit, um das volle Potenzial der Tokenisierung freizuschalten

Tokenisierte Wall Street? SEC-Insider signalisiert massive Blockchain-Umwälzung
Die Kommissarin der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC), Hester Peirce, sprach beim vierten Rundtischgespräch der Crypto Task Force in Washington D.C. am 12. Mai über die Herausforderungen und Chancen, die sich durch die Tokenisierung traditioneller Finanzanlagen ergeben. Peirce, die die Task Force leitet, sagte in ihren Eröffnungsbemerkungen, dass Blockchain-Innovationen in den Zuständigkeitsbereich der SEC fallen, wenn sie in traditionellen Märkten eingesetzt werden. Sie meinte:
Tokenisierung fällt eindeutig in die Zuständigkeit der Kommission, da sie die Formatierung traditioneller Finanzanlagen wie Aktien und Anleihen als Krypto-Vermögenswerte (oder ‘Tokens’) auf einem Krypto-Netzwerk umfasst.
Sie beschrieb die Tokenisierung als den nächsten Schritt in der Entwicklung der Finanzinfrastruktur und verglich die Transformation mit der Art und Weise, wie frühere Internetprotokolle neue Netzwerke für Information und Kommunikation ermöglichten. Smart Contracts – automatisierte Programme auf Blockchain-Plattformen – stehen im Zentrum dieser Transformation und ermöglichen regelbasierte Funktionalitäten für Wertpapiere. Diese Protokolle können Dividenden automatisieren, den Transfer von Vermögenswerten planen und in dezentrale Finanzsysteme (DeFi) integriert werden, was tokenisierte Vermögenswerte zugänglicher und vielseitiger macht.
Peirce verwies auf den Erfolg von Stablecoins und die Einführung von tokenisierten Geldmarktfonds und privaten Fonds als Beweis dafür, dass Krypto-Netzwerke Effizienz bieten und die Teilnahme an Finanzmärkten erweitern können. Sie hob die Vorteile dezentraler Systeme hervor und sagte: „Die Entfernung von Wertpapieren aus isolierten Datenbanken und deren Tokenisierung auf offenen, komponierbaren Krypto-Netzwerken mobilisiert sie und macht sie in neuer und verbesserter Weise nutzbar.“
Die SEC-Kommissarin warnte jedoch, dass rechtliche Unsicherheit den Fortschritt bremst, und erklärte:
Die Tokenisierung kann ihr volles Potenzial ohne rechtliche Klarheit nicht erreichen.
“Herausgeber und Abwicklungsstellen sind weiterhin unsicher, ob ein Krypto-Netzwerk die Hauptwertpapierdatei oder ein Teil davon im Sinne der Abwicklungsregeln des Exchange Act sein kann, selbst wenn das relevante Landesrecht ausdrücklich die Nutzung eines Krypto-Netzwerks im Zusammenhang mit der Führung des Wertpapierbesitznachweises vorsieht“, erklärte sie im Detail.
Peirce forderte die SEC auf, tokenisierte und traditionelle Wertpapiere ähnlich zu behandeln, es sei denn, spezifische gesetzliche Gründe erfordern eine unterschiedliche Behandlung. Sie argumentierte, dass regulatorische Ansätze sich auf das Asset selbst konzentrieren sollten, nicht auf die Technologie, die zu seiner Darstellung verwendet wird. Trotz fortwährender rechtlicher Komplexitäten – einschließlich der Anwendung von Abwicklungsregeln, Marktstrukturanforderungen und der Rolle erlaubnisfreier Netzwerke – äußerte Peirce Vertrauen, dass diese Probleme durch Diskussion und Zusammenarbeit mit Experten angegangen werden können.




