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Ökonom sagt, dass das Handelsdefizit zwischen den USA und China schwache Wettbewerbsfähigkeit widerspiegelt und nicht die Taktiken der BRICS.

Die steigenden Spannungen über das Handelsdefizit zwischen den USA und China kollidieren mit den Herausforderungen der BRICS und den Risiken in der Lieferkette, was tiefgehende wirtschaftliche Verwundbarkeiten offenbart und eine dringende Debatte über die globale Wettbewerbsfähigkeit Amerikas anheizt.

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Ökonom sagt, dass das Handelsdefizit zwischen den USA und China schwache Wettbewerbsfähigkeit widerspiegelt und nicht die Taktiken der BRICS.

Handelsdefizit zwischen den USA und China lenkt den Fokus auf BRICS-Beziehungen und Lieferkettenrisiken

Wachsende Bedenken über das Handelsdefizit der USA mit China haben die Debatte darüber neu entfacht, ob das Problem im Ausland oder innerhalb der heimischen Wirtschaft seinen Ursprung hat. Ökonomen und globale Führer bieten stark unterschiedliche Perspektiven, wobei einige das Ungleichgewicht auf strukturelle Schwächen innerhalb der Vereinigten Staaten zurückführen, anstatt auf aggressive Taktiken ausländischer Partner. Die Diskussion wurde durch Kritik an den Handelspraktiken der BRICS-Mitglieder weiter intensiviert.

Boris Kopeikin, Chefökonom am Stolypin-Institut für Wirtschaftswachstum, erklärte in einem Interview mit Tass am 9. September, dass das Defizit tiefere Probleme im Inland widerspiegelt, anstatt politische Maßnahmen der Handelspartner. Er äußerte:

Das große Handelsdefizit der USA mit China und einer Reihe anderer Länder sowie die wachsende Staatsverschuldung sind eine Folge der sinkenden Wettbewerbsfähigkeit mehrerer Sektoren der amerikanischen Wirtschaft, nicht der Politik anderer Länder.

Seine Äußerungen kamen als Antwort auf Peter Navarro, Senior Counselor des US-Präsidenten, der gegenüber Real America’s Voice sagte: „Wenn sie in die USA exportieren, saugen ihre Exporte wie Vampire unser Blut mit ihren unfairen Handelspraktiken aus.“ Er bezog sich dabei auf BRICS-Mitglieder, von denen er auch sagte, dass sie „sich historisch hassen und gegenseitig töten würden“ und prognostizierte, dass die Gruppe ohne US-Handel nicht überleben würde. Kopeikin antwortete, dass die USA stark auf Importe aus China, Indien und Brasilien angewiesen sei, genauso wie diese Länder die amerikanische Nachfrage als essenziell betrachten.

Der Ökonom wies auf den frühen Abschluss des Handelskrieges zwischen den USA und China als Beweis hin, dass die gegenseitige Abhängigkeit eine vollständige Abkopplung unpraktisch macht.

Einen Tag zuvor sprach der chinesische Präsident Xi Jinping auf einem virtuellen BRICS-Gipfel und sagte, dass einseitige Zölle und von einigen Nationen angestrebte Handelsstreitigkeiten die Weltwirtschaft destabilisieren. Der Gipfel konzentrierte sich auf das internationale Wirtschafts- und Handelsumfeld, insbesondere auf die Handelspolitik und Zölle der USA. Die Führer diskutierten auch über Multilateralismus, wirtschaftliche Zusammenarbeit und globale Governance. Xi forderte die BRICS-Mitglieder auf, Offenheit zu fördern, den Multilateralismus zu wahren und die globalen Handelsregeln zu schützen. Während Kritiker in Washington argumentieren, der Block nutze die amerikanischen Märkte aus, warnen einige Ökonomen und Führer, dass ein Rückzug vom globalen Handel die US-Lieferketten schwächen, den Zugang der Verbraucher einschränken und das langfristige Wachstum schädigen könnte.

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