Ein neuer Bericht von Grayscale argumentiert, dass Bitcoin zwar die Designmerkmale eines langfristigen Wertspeichers beibehält, seine jüngste Preisentwicklung jedoch eher der einer Wachstumsaktie als der von digitalem Gold ähnelt.
Ist Bitcoin digitales Gold oder ein Wachstumswert? Grayscale gibt seine Einschätzung ab

Grayscale-Bericht: Bitcoin entwickelt sich parallel zu Softwareaktien mit hohem EV
Der Preis von Bitcoin fiel am 5. Februar auf rund 60.000 US-Dollar, was einem Rückgang von mehr als 50 % vom Höchst- zum Tiefststand entspricht, bevor es zu einer teilweisen Erholung kam. Laut dem Autor des Berichts, Zach Pandl, fiel der Rückgang mit einer Schwäche bei wachstumsstarken Softwareaktien und anderen Technologieaktien in der Frühphase zusammen, was darauf hindeutet, dass die Reduzierung des Makro-Risikos – und nicht ein kryptospezifischer Einbruch – der Haupttreiber war.
Seit mindestens einem Jahr bewegt sich der Bitcoin-Preis eng mit US-Softwareaktien in der Frühphase, die mit hohen Unternehmenswert-Umsatz-Verhältnissen gehandelt werden. Kurz gesagt: Wenn Investoren ihr Engagement in Wachstumsaktien reduzieren, spürt Bitcoin den gleichen Druck.
Diese Dynamik erschwert die seit langem bestehende Darstellung von Bitcoin als „digitales Gold“. Grayscale behauptet, dass die feste Versorgung, die Dezentralisierung und die Unabhängigkeit von Regierungen die Rolle von Bitcoin als langfristiger Wertspeicher stützen. Kurzfristig gesehen ähnelt sein Korrelationsprofil jedoch eher dem Silicon Valley als Fort Knox.
Pandl formuliert das Problem klar und deutlich: Bitcoin ist sowohl ein Wertspeicher als auch ein Wachstumswert. Die Attraktivität des Vermögenswerts hängt von seiner Akzeptanz ab – wenn sich Bitcoin zu einem dominanten digitalen Geldwert entwickelt, könnten seine Volatilität und seine Aktienkorrelation letztendlich eher denen von Gold als denen von Technologieaktien ähneln.
Die jüngsten Verkäufe scheinen sich auch auf die Vereinigten Staaten konzentriert zu haben. Der Preis von Bitcoin auf Coinbase lag unter dem von Binance, was darauf hindeutet, dass Verkäufer mit Sitz in den USA die Aktivität vorantreiben. Seit Anfang Februar verzeichneten in den USA notierte Spot-Bitcoin-Börsenprodukte Nettoabflüsse in Höhe von etwa 318 Millionen US-Dollar.

Bemerkenswert ist, dass die On-Chain-Indikatoren keine signifikante Liquidation durch langfristige Inhaber, oft als „OG-Wale“ bezeichnet, zeigten. Stattdessen kam es an den Derivatemärkten zu einem starken Schuldenabbau, wobei die aggregierten offenen Positionen an den wichtigsten Perpetual-Futures-Börsen seit Oktober um mehr als die Hälfte zurückgingen. Die Finanzierungsraten drehten ins Negative und die Optionsskew erreichte extreme Werte – Bedingungen, die mit lokalen Tiefstständen einhergehen können.

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Kryptopreise verringern den Hebelüberhang des Oktobers, wobei Grayscale eine Stabilität der Derivate sieht, der Angebotdruck nachlässt und die Fundamentaldaten sich verstärken, sodass der Markt für Aufwärtspotenzial positioniert ist, während regulatorische und institutionelle Kräfte greifen. read more.
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Über die Kurscharts hinaus könnten regulatorische Entwicklungen die nächste Phase prägen. Pandl merkte an, dass Verzögerungen beim CLARITY Act im US-Senat wahrscheinlich die Bewertungen belastet haben, obwohl umfassendere regulatorische Veränderungen – darunter der parteiübergreifende GENIUS Act und Änderungen auf Behördenebene – weiterhin das institutionelle Engagement mit Stablecoins und tokenisierten Vermögenswerten unterstützen.
Mit Blick auf die Zukunft hebt der Bericht Innovationen in den Bereichen Datenschutz, Perpetual Futures und Prognosemärkte hervor und weist gleichzeitig auf Quantencomputing als langfristige Überlegung für die kryptografischen Grundlagen von Bitcoin hin. Wenn Bitcoin diese Hürden nimmt und sich seine Akzeptanz ausweitet, könnte sich sein Verhalten laut Grayscale letztendlich stärker an Gold ausrichten – obwohl es derzeit noch wie eine Wachstumsanlage gehandelt wird.
FAQ ⏱️
- Warum fiel Bitcoin im Februar 2026 auf 60.000 US-Dollar? Der Bericht führt den Rückgang eher auf eine allgemeine Risikominderung bei wachstumsstarken Technologieaktien als auf einen kryptospezifischen Schock zurück.
- Betrachtet Grayscale Bitcoin weiterhin als Wertanlage? Ja, unter Berufung auf sein festes Angebot, seine Dezentralisierung und seine Widerstandsfähigkeit.
- Wer schien während des Abschwungs zu verkaufen? Preisnachlässe bei Coinbase und ETP-Abflüsse deuten darauf hin, dass Verkäufer mit Sitz in den USA eine wichtige Rolle gespielt haben.
- Was deutet auf eine mögliche lokale Talsohle hin? Ein starker Abbau von Derivaten, negative Finanzierungsraten und extreme Optionsverzerrungen.




