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Gesetzgeber in Tennessee verabschieden Verbot von Krypto-Geldautomaten, was deren Entfernung bis zum 1. Juli zur Folge hat

Der Gouverneur von Tennessee, Bill Lee, unterzeichnete diese Woche ein Gesetz, das alle Kryptowährungs-Geldautomaten (ATMs) im Bundesstaat verbietet. Damit ist Tennessee nach Indiana der zweite Bundesstaat in den USA, der diesen Schritt unternimmt. Die wichtigsten Punkte:

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Gesetzgeber in Tennessee verabschieden Verbot von Krypto-Geldautomaten, was deren Entfernung bis zum 1. Juli zur Folge hat
  • Gouverneur Bill Lee unterzeichnete am 23. April 2026 den Gesetzentwurf HB 2505, wodurch Tennessee zum zweiten Bundesstaat wurde, der Krypto-Geldautomaten verbietet.
  • Das FBI brachte im Jahr 2025 Verluste in Höhe von etwa 142 Millionen US-Dollar mit Kryptowährungsbetrug in Tennessee in Verbindung, was zu parteiübergreifender Unterstützung führte.
  • Alle Kioske für virtuelle Währungen in Tennessee müssen vor dem Inkrafttreten am 1. Juli 2026 entfernt oder stillgelegt werden.

Das Repräsentantenhaus verabschiedete das Verbot von Krypto-Geldautomaten mit 94:0 Stimmen und verpflichtet Händler, die Geräte bis zum 1. Juli zu entfernen

Der Gesetzentwurf 2505, eingebracht von Repräsentantenhaus-Sprecher Cameron Sexton (R-Crossville) und dem Abgeordneten Jay Reedy (R-Erin), wurde von beiden Kammern ohne eine einzige Gegenstimme verabschiedet. Das Repräsentantenhaus billigte die Maßnahme am 16. März 2026 mit 94:0 Stimmen. Der Senat schloss sich diesem Ergebnis am selben Tag mit 32:0 Stimmen an.

Das Gesetz tritt am 1. Juli 2026 in Kraft und gilt für alle in Tennessee betriebenen Kiosksysteme für virtuelle Währungen, einschließlich bereits installierter Geräte. Nach dem neuen Gesetz wird ein Kiosksystem für virtuelle Währungen als jedes elektronische Terminal definiert, das den Umtausch von virtueller Währung in Bargeld, Bankguthaben oder andere virtuelle Währungen ermöglicht. Dies umfasst sowohl Geräte, die mit externen Börsen verbunden sind, als auch solche, die digitale Vermögenswerte direkt halten.

Tennessee Lawmakers Pass Crypto ATM Ban, Triggering Removals by July 1
Der Gouverneur von Tennessee, Bill Lee (siehe Bild oben), schließt sich dem Gouverneur von Indiana, Mike Braun, an, da beide Bundesstaaten nun Krypto-Geldautomaten verbieten.

Der Betrieb, die Installation oder die Zulassung eines Kiosks auf kontrolliertem Grund wird nach Inkrafttreten des Gesetzes zu einem Vergehen der Klasse A. Eigentümer, Betreiber und Immobilienverwalter fallen alle unter diese Regelung. Der Gesetzentwurf sieht keine Ausnahmen für bereits vorhandene Automaten oder lizenzierte Finanzinstitute vor.

Die Gesetzgeber nannten Betrug als Hauptgrund für das Verbot. Der Internet Crime Report 2025 des FBI identifizierte allein in Tennessee gemeldete Verluste durch Kryptowährungsbetrug in Höhe von etwa 142 Millionen US-Dollar. Kiosksysteme seien Berichten zufolge ein bevorzugtes Werkzeug für Betrüger, da die Transaktionen schnell, schwer nachzuverfolgen und nahezu unmöglich rückgängig zu machen seien.

„Kioske für virtuelle Währungen sind zu einem Einfallstor für Betrüger geworden, um die Einwohner Tennessees, insbesondere unsere Senioren, auszubeuten, wobei kaum Hoffnung besteht, ihr Geld zurückzubekommen, sobald es einmal weg ist“, bemerkte Sexton. Reedy schloss sich dieser Sorge an. „Krypto-Geldautomaten werden sehr oft für Betrugsdelikte genutzt, insbesondere solche, die auf Senioren in unserem Bundesstaat abzielen. Diese Geldautomaten ermöglichen schnelle, schwer nachverfolgbare Geldtransfers“, sagte er.

Die Tennessee Sheriffs’ Association und die AARP gehörten zu den Verbraucherschützern, die auf Maßnahmen drängten, wobei der Druck zunahm, nachdem die Betrugsfälle an Krypto-Geldautomaten ab 2023 zugenommen hatten. Frühere Versionen des Gesetzentwurfs sahen Transaktionslimits und strengere Vorschriften vor. Die Gesetzgeber entschieden sich stattdessen für ein vollständiges Verbot.

Laut coinatmradar.com sind derzeit 20 aktive Krypto-Geldautomaten im Raum Murfreesboro in Betrieb, ein weiterer befindet sich im nahegelegenen McMinnville. Die Automaten sind in alltäglichen Einzelhandelsstandorten eingebettet, darunter Convenience-Stores, Tabak- und Vape-Shops sowie lokale Spirituosengeschäfte.

Jeder dieser Standorte steht vor einer festen Frist. Gemäß HB 2505 müssen Betreiber und Immobilienverwalter alle Automaten bis zum 1. Juli 2026 außer Betrieb nehmen oder entfernen. Eine Übergangsfrist ist im Gesetz nicht vorgesehen. Seriöse Nutzer, die auf persönliche Kryptotransaktionen angewiesen waren, müssen auf Online-Börsen oder Wallets umsteigen.

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Indiana hat als erster Bundesstaat ein landesweites Verbot erlassen. Tennessee ist nun der zweite. Andere Bundesstaaten, die Betrugsdaten genau beobachten, könnten folgen. Das Gesetz wurde als Public Chapter 766 registriert und am 13. April 2026 an den Gouverneur weitergeleitet, bevor es zehn Tage später unterzeichnet wurde. Die Durchsetzung beginnt in etwas mehr als zwei Monaten.