Michael Egorov, Gründer von Curve Finance, fordert nach einer Welle von DeFi-Sicherheitslücken branchenweite Sicherheitsstandards. Investoren sind der Ansicht, dass wiederholte Ausfälle Teil der Entwicklung der Branche sind und kein Zeichen für einen Niedergang.
Curve-Gründer fordert nach dem KelpDAO-Vorfall Sicherheitsstandards für DeFi

Die wichtigsten Erkenntnisse:
- Michael Egorov von Curve Finance hat nach den jüngsten On-Chain-Exploits, die auf zentralisierte Schwachstellen abzielten, auf branchenweite DeFi-Standards gedrängt.
- Er fordert die Ethereum- und Solana-Stiftungen auf, die Koordination voranzutreiben und so ein sichereres Branchenkonzept zu gestalten.
- Haseeb Qureshi von Dragonfly sagt, dass es weiterhin zu Ausfällen kommen wird, die Standards jedoch mit dem Kapitalwachstum steigen werden.
DeFi braucht gemeinsame Sicherheitsstandards, warnt Curve-Gründer
Eine neue Welle von Angriffen auf dezentrale Finanzsysteme führt zu erneuten Forderungen nach branchenweiten Sicherheitsstandards, da prominente Entwickler warnen, dass viele Ausfälle vermeidbar bleiben. Michael Egorov, Gründer von Curve Finance und Yield Basis, sagte, die jüngsten Hacks hätten eine wiederkehrende Schwachstelle offenbart: die Abhängigkeit von zentralisierten Schwachstellen innerhalb vermeintlich dezentraler Systeme. Er forderte die Branche auf, von reaktiven Korrekturen zu präventivem Design überzugehen.
„Alle Probleme dieser Art sollten verhindert werden, bevor sie auftreten. Wir sollten uns wahrscheinlich zusammensetzen und Sicherheitsstandards für DeFi entwickeln“, sagte Egorov und fügte hinzu, dass kritische Abhängigkeiten wo immer möglich verteilt werden sollten. Wo Zentralisierung nicht beseitigt werden könne, so argumentierte er, sollte das Vertrauen auf mehrere Parteien verteilt und durch klarere Best Practices gestützt werden.

Seine Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund wachsender Bedenken hinsichtlich der Widerstandsfähigkeit der DeFi-Infrastruktur, insbesondere da der Sektor wächst und institutionelles Interesse auf sich zieht. Während Audits von Smart Contracts mittlerweile Standard sind, wies Egorov darauf hin, dass das übergeordnete Systemdesign, einschließlich der Konfiguration externer Komponenten, nach wie vor uneinheitlich ist.
Er forderte koordinierte Maßnahmen unter der Führung wichtiger Akteure des Ökosystems, darunter die Ethereum- und Solana-Stiftungen, um gemeinsame Richtlinien für die Erstellung und Überprüfung sicherer Protokolle zu etablieren. Ziel sei es, einen gemeinsamen Rahmen zu schaffen, an den sich Entwickler, Prüfer und Risikomanager halten können. Dennoch sehen nicht alle Branchenakteure die jüngsten Vorfälle wie den KelpDAO-Exploit als Zeichen struktureller Schwäche.
Haseeb Qureshi, geschäftsführender Gesellschafter der Venture-Capital-Firma Dragonfly, sagte, dass Fehlschläge seit langem Teil des Entwicklungszyklus von DeFi seien. Er verwies auf vergangene Krisen, darunter den Zusammenbruch von Terra und frühere Marktstörungen, als Beispiele dafür, wie sich das Ökosystem im Laufe der Zeit angepasst habe.
„DeFi lernt aus Fehlern. Wichtig ist, dass diese Fehler nicht fatal sind. Das Herzstück von DeFi ist risikoscheu und robust“, sagte Qureshi und zog Parallelen zur traditionellen Finanzwelt, die sich durch Bankenkrisen und Marktschocks weiterentwickelt hat. Er argumentierte, dass Verluste zwar erheblich sein können, für das System als Ganzes jedoch selten existenzbedrohend sind.

Protokolle werden zunehmend mit Sicherheitsvorkehrungen wie Überbesicherung und Reservepuffern ausgestattet, die helfen, Stressereignisse abzufedern. In vielen Fällen können Plattformen vereinzelte Ausfälle verkraften, ohne eine breitere Ansteckung auszulösen.
Die Debatte verdeutlicht eine Spannung, die dem Wachstum von DeFi zugrunde liegt. Auf der einen Seite drängen Entwickler auf höhere Standards und eine stärkere Koordination, um Risiken zu reduzieren. Auf der anderen Seite betrachten Investoren periodische Störungen als Teil eines natürlichen Prozesses der Innovation und Weiterentwicklung.

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Klar ist, dass sich die Erwartungen ändern. Je mehr Kapital in dezentrale Märkte fließt, desto geringer wird die Toleranz gegenüber vermeidbaren Ausfällen. Ob sich die Branche auf diese Grundsätze einigen kann, wird wahrscheinlich darüber entscheiden, wie sich DeFi in den kommenden Jahren weiterentwickelt.




