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XRP-ETFs ohne Zuflüsse: Nettovermögen fällt auf 1,34 Mrd. Dollar

Die US-Spot-ETFs auf XRP haben die Woche bis zum 6. November ohne einen einzigen Tag mit Nettozuflüssen beendet. Am 2. November flossen 529.500 Dollar (rund 474.900 Euro) ab, an den vier folgenden Handelstagen bewegten sich die börsengehandelten Fonds unter dem Strich gar nicht.

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XRP-ETFs ohne Zuflüsse: Nettovermögen fällt auf 1,34 Mrd. Dollar

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Der XRP-ETF XRPC von Canary verlor am 2. November netto 529.500 Dollar (rund 474.900 Euro), vom 3. bis 6. November verbuchten die XRP-ETFs keine Nettozuflüsse.
  • Das Nettovermögen der Fonds sank auf 1,34 Milliarden Dollar (rund 1,2 Milliarden Euro), das sind rund 1,8 Prozent der Marktkapitalisierung von XRP.
  • Im Oktober flossen laut Sosovalue nur noch 18,8 Millionen Dollar (rund 16,9 Millionen Euro) zu, im September waren es 121,4 Millionen Dollar (rund 108,9 Millionen Euro).

Eine Woche der Stille

Laut Daten von Sosovalue war der XRP-ETF von Canary (XRPC) am 2. November der einzige Fonds mit Bewegung. Er verbuchte einen Nettoabfluss von 529.500 Dollar (rund 474.900 Euro). Danach blieb es ruhig, für den 3., 4., 5. und 6. November weisen die Daten Nettozuflüsse von null aus.

Die kumulierten Nettozuflüsse liegen weiter bei 1,81 Milliarden Dollar (rund 1,62 Milliarden Euro). Das gesamte Nettovermögen sank jedoch auf 1,34 Milliarden Dollar (rund 1,2 Milliarden Euro), das entspricht rund 1,8 Prozent der Marktkapitalisierung von XRP. Am 2. November waren es noch rund 1,42 Milliarden Dollar (rund 1,27 Milliarden Euro). Der Rückgang geht auf den fallenden XRP-Kurs zurück, nicht auf Rücknahmen.

Von 12 Wochen in Folge auf null

Anfang Oktober hatten die XRP-ETFs 12 Wochen in Folge Zuflüsse verzeichnet. Die Flaute ist damit eine scharfe Wende für Fonds, die einen Monat zuvor noch stetig Geld einsammelten. Allein im September flossen den XRP-ETFs 121,4 Millionen Dollar (rund 108,9 Millionen Euro) zu.

Danach ließ die Nachfrage nach. Im Oktober kamen laut den Tagesdaten von Sosovalue nur noch 18,8 Millionen Dollar (rund 16,9 Millionen Euro) an Nettozuflüssen zusammen, der schwächste Monat seit März. Die XRP-Fonds halten sich allerdings stabiler als manche Konkurrenten. Am 6. November verzeichneten Solana-ETFs Abflüsse von 25,08 Millionen Dollar (rund 22,5 Millionen Euro), die HYPE-ETFs auf Hyperliquid verloren 7,96 Millionen Dollar (rund 7,1 Millionen Euro).

Bitcoin-Fonds hatten eine noch schwierigere Woche. Die US-Spot-Bitcoin-ETFs verloren unter dem Strich 1,28 Milliarden Dollar (rund 1,15 Milliarden Euro), wie eine auf X geteilte Sosovalue-Übersicht zeigt. Laut dieser Übersicht war es der größte Wochenabfluss seit 19 Wochen.

In Europa sind XRP-Produkte ebenfalls an der Börse handelbar, allerdings nicht als ETF, sondern als börsengehandelte Schuldverschreibungen. Das XRP ETP der Schweizer 21Shares AG wurde im April 2019 aufgelegt und ist unter anderem an der SIX Swiss Exchange und auf Xetra unter dem Kürzel 21XP handelbar. Nach Angaben des Emittenten ist es vollständig mit XRP hinterlegt. Laut Factsheet verwaltete es zum 30. Oktober rund 305 Millionen Dollar (rund 273,9 Millionen Euro).

Wale sind aktiv, während ETF-Käufer abwarten

On-Chain-Daten zeichnen ein lebhafteres Bild. Am 4. November verließen laut dem Cryptoquant-Analysten Darkfost 418,5 Millionen XRP die Börse Binance, berichtete das Finanzportal Tipranks. Das war der größte Tagesabfluss dort seit neun Monaten und mehr als die 315 Millionen XRP vom 29. Oktober, dem Tag des Hacks bei Binance über 6,3 Milliarden Dollar (rund 5,6 Milliarden Euro). Zugleich erreichte ein Knappheitsindex für XRP auf Binance den höchsten Stand seit 2022, wie Bitcoin.com News berichtete.

Auch die Zahl der Großinhaber scheint zu wachsen: Die Zahl der XRP-Millionärs-Wallets erreichte ein Hoch für das Jahr 2026. Hinzu kommen einzelne große Überweisungen. So meldete der Tracker Whale Alert am 6. November eine Überweisung von 140,35 Millionen XRP im Wert von damals rund 167,8 Millionen Dollar (rund 150,5 Millionen Euro) von einer unbekannten Wallet auf eine andere.

Abflüsse wie diese verringern das Angebot, das zum Verkauf bereitsteht, garantieren aber keine Kursrallye. Bei einigen könnte es sich zudem um interne Überweisungen von Binance handeln.

So entsteht ein gespaltener Markt: Großanleger scheinen XRP in ihre Bestände zu ziehen, während die regulierten Produkte, die den größten Teil des Jahres stetig Zuflüsse verbuchten, nicht mehr wachsen. Welche Seite sich durchsetzt, dürfte über die weitere Kursentwicklung von XRP mitentscheiden.

XRP: Ein Knappheitsindex für Binance erreicht laut Cryptoquant den höchsten Stand seit 2022. Zugleich stiegen die XRP-Reserven der Börse deutlich.

Jetzt lesen: XRP-Angebot auf Binance schrumpft, Knappheit auf Vierjahreshoch

Dieser Artikel beruht auf einem Bericht unserer englischsprachigen Redaktion. Er wurde mithilfe von KI übersetzt und von Konstantin Kaiser geprüft, bearbeitet und freigegeben.

Über den Autor

GESCHRIEBEN VONShiraz JagatiCrypto Reporter

Shiraz ist Journalist und Analyst, dessen Arbeit seit 2016 den Bereich digitaler Vermögenswerte und blockchainbezogene Entwicklungen abdeckt.