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21X und Layerzero: Orderbuch auf Zero bis zu 45-mal schneller

Der Frankfurter Handelsplatz 21X und das Interoperabilitätsprotokoll Layerzero haben ein vollständig auf der Blockchain laufendes Orderbuch auf einer privaten Version von Zero getestet. Nach Angaben der Unternehmen wurden dabei 10.000 Aufträge pro Sekunde zusammengeführt. Getestet wurde einen Monat lang der Handel mit Token auf US-Aktien.

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21X und Layerzero: Orderbuch auf Zero bis zu 45-mal schneller

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Der Frankfurter Handelsplatz 21X hat mit Layerzero einen Monat lang sein Orderbuch auf einer privaten, zugangsbeschränkten Version der Blockchain Zero getestet.
  • Dabei wurden laut den Unternehmen 10.000 Kauf- und Verkaufsaufträge pro Sekunde zusammengeführt, bis zu 45-mal mehr als in herkömmlichen EVM-Netzwerken.
  • 21X betreibt unter Aufsicht der Bafin das erste Handels- und Abwicklungssystem nach dem DLT-Pilotregime der EU, getestet wurde der Handel mit Token auf US-Aktien.

Orderbuch ohne Umweg über eigene Server

Ein zentrales Orderbuch bringt an einem Handelsplatz Kauf- und Verkaufsaufträge zusammen. Viele Plattformen, die sich als onchain bezeichnen, gleichen die Aufträge laut der gemeinsamen Mitteilung vom 4. November auf eigenen Servern ab und schreiben nur das Ergebnis auf die Blockchain. Der Grund sei die begrenzte Leistung der Netzwerke.

Das Orderbuch von 21X arbeitet dagegen ohne solche Abgleiche außerhalb der Blockchain und ist in Europa bereits im Betrieb. Im Test liefen Abgleich und Abwicklung in derselben Transaktion. Der Pilot sollte zeigen, dass dieser Ansatz auf Zero einen deutlich höheren Durchsatz erreicht als auf anderen Netzwerken, die mit der EVM kompatibel sind, der virtuellen Maschine von Ethereum.

45-mal schneller als die Vergleichsnetzwerke

Über einen Monat im Dauerbetrieb verzeichneten die Partner 10.000 Abgleiche pro Sekunde, mit Luft nach oben. Das sei bis zu 45-mal mehr als bei den EVM-Netzwerken, die als Vergleich dienten, darunter ein Layer-2-Netzwerk. Welche öffentlichen und privaten Netzwerke das genau waren, nennt die Mitteilung nicht. Unabhängig geprüft sind die Werte nicht.

„Unser Pilot zeigt, dass die Blockchain-Architektur von Zero es einem regulierten Handelsplatz ermöglicht, institutionellen Orderfluss vollständig auf der Blockchain abzuwickeln“,

sagte Max Heinzle, Gründer und Chef der 21X Group. Layerzero-Mitgründer und -Chef Bryan Pellegrino erklärte, Institutionen brauchten nun eine Infrastruktur, die echten Orderfluss in vollem Umfang tragen könne.

„Genau dafür haben wir Zero gebaut.“

Private Version einer neuen Blockchain

Zero hatte Layerzero im Februar gemeinsam mit Citadel Securities, der DTCC und der Intercontinental Exchange vorgestellt, auch Ark Invest ist beteiligt. Für den Test nutzte 21X eine private, zugangsbeschränkte Instanz. Dort bestimmen die Institute selbst, wer teilnehmen darf und wer welche Daten sieht. Weil Zero vollständig EVM-kompatibel ist, können Unternehmen ihre vorhandenen Werkzeuge weiter nutzen. Seine bestehende Infrastruktur auf mehreren Blockchains betreibt 21X parallel weiter.

Layerzero verbindet Blockchains miteinander und hat nach eigenen Angaben Übertragungen von mehr als 300 Milliarden Dollar (rund 266 Milliarden Euro) über 165 Netzwerke abgewickelt. Tokenisierte US-Aktien gewinnen derzeit an Bedeutung. So bietet Securitize inzwischen 25 US-Aktien als Token auf Solana an.

Frankfurter Handelsplatz unter Aufsicht der Bafin

21X ist nach eigenen Angaben der erste Handelsplatz, der nach dem DLT-Pilotregime der EU Handel und Abwicklung aus einer Hand betreiben darf. Die Plattform für tokenisierte Aktien, Anleihen und Fonds startete im September 2025 und untersteht der Bafin sowie der europäischen Wertpapieraufsicht Esma. Die Bafin hatte laut ihrem Jahresbericht im Dezember 2024 erstmals die EU-weite Genehmigung für ein solches System erteilt. Ende 2025 beaufsichtigte sie zwei der sechs Betreiber von DLT-Marktinfrastrukturen in der EU.

In einer Studie der Swiss Blockchain Federation zur Infrastruktur für tokenisierte Finanzmärkte lag Deutschland zuletzt vor der Schweiz. Schweizer Institute nutzen den Frankfurter Handelsplatz bereits. Im März wurde die Zuger Kryptobank Amina als erste regulierte Bank Listing-Sponsor bei 21X und kann damit Wertpapiere auf die Plattform bringen. Seit September ist die 21X Group zudem mit einem Büro in New York in den USA vertreten.

Über den Autor

GESCHRIEBEN VONKonstantin Kaiser

Konstantin Kaiser ist News- und Lokalisierungsmanager für Deutschland bei Bitcoin.com News sowie Finanzmarktanalyst.