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China stellt „Jiuzhang 4.0“ vor: den photonischen Quantencomputer, der die Gesetze der Geschwindigkeit außer Kraft setzt

Die neue Version der chinesischen „Jiuzhang“-Prototypen für photonische Quantencomputer löste das Boson-Sampling-Problem wesentlich schneller als der leistungsstärkste Computer der Welt. Der Computer stellt einen großen Fortschritt dar und ebnet den Weg für weitere Fortschritte im Bereich der photonischen Quanteninformatik.

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China stellt „Jiuzhang 4.0“ vor: den photonischen Quantencomputer, der die Gesetze der Geschwindigkeit außer Kraft setzt

Wichtige Erkenntnisse

  • Die USTC hat Jiuzhang 4.0 vorgestellt, der 3.050 Photonen manipuliert und damit eine Quellen-Effizienz von 92 % im Bereich des Quantencomputings erreicht.
  • Lu sagt, dass Jiuzhang 4.0 Daten in 25 Mikrosekunden verarbeitet und damit die klassischen Supercomputer der Branche revolutioniert.
  • Bitcoin-Entwickler müssen sich dieser wachsenden Quantenbedrohung stellen und Lösungen wie BIP-360 in Betracht ziehen, um Daten zu sichern.

Chinas photonischer Quantencomputer Jiuzhang 4.0 bricht Rekorde

China hat seine Führungsrolle in der Welt des Quantencomputings mit Jiuzhang 4.0 gefestigt, der neuesten Version des nationalen Quantencomputers, der Photonen für komplexe Berechnungen nutzt.

Laut Nature gelang Jiuzhang 4.0 ein Durchbruch in diesem Bereich, indem die Anzahl der manipulierten Photonen auf 3.050 erhöht wurde – gegenüber den 255, die Jiuzhang 3.0 im Jahr 2023 erreicht hatte.

Während die Entwicklung photonischer Quantencomputer bislang durch Photonenverlust behindert wurde, entwickelte die University of Science and Technology of China (USTC) eine spezielle optische Lichtquelle und ein Interferometer, wodurch das System seine Quellenausbeute auf 92 % und seine Gesamteffizienz auf 51 % steigern konnte.

Lu Chaoyang, Professor an der USTC, erklärte: „Die komplexeste von ‚Jiuzhang 4.0‘ erzeugte Datensammlung benötigt nur 25 Mikrosekunden zur Erzeugung – weniger als ein Wimpernschlag.“ Dies stelle eine bemerkenswerte Verbesserung gegenüber dem leistungsstärksten Computer der Welt dar, der „mehr als 10 hoch 42 Jahre benötigen würde, um dasselbe Ergebnis zu berechnen“, so Lu.

Lu betonte, dass dieser Durchbruch in der Fertigung die Möglichkeit eröffnet, die Entwicklung des photonischen Quantencomputings weiter voranzutreiben und den Aufbau von „dreidimensionalen Clustern im Billionen-Qubit-Modus“ zu ermöglichen.

Während die Quanteninformatik rasante Fortschritte macht, müssen Bitcoin-Entwickler noch entscheiden, wie sie sich auf diese drohende Gefahr vorbereiten und ihr begegnen wollen. Zwar wurden mehrere Vorschläge unterbreitet, darunter BIP-360, doch ist die Community hinsichtlich des Zeitpunkts und der Relevanz der Lösung gespalten, wobei viele die Quantenbedrohung als rein theoretisch anzweifeln.

Kürzlich erhielt die Bitcoin-Community zudem einen Weckruf, als IBM-Hardware einen 15-Bit-ECC-Schlüssel knackte. Dennoch setzten einige Entwickler dies mit einem Brute-Force-Angriff gleich. Der ehemalige Bitcoin-Core-Maintainer Jonas Schnelli analysierte den Vorfall und erklärte, dass Quantencomputing gegenüber klassischer Zufälligkeit nichts Innovativeres hinzufüge.

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