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Bitcoin-Kurs: KI-Ausverkauf drückt BTC unter 76.000 Dollar

Bitcoin hat gegenüber seinem Höchststand vom 4. November 5.046 Dollar (rund 4.502 Euro) verloren, als ein Ausverkauf bei Technologieaktien am Donnerstag, dem 5. November 2026, die Kryptomärkte erschütterte. Laut Daten von Bitstamp fiel der Bitcoin-Kurs von 81.105 Dollar (rund 72.354 Euro) auf 76.059 Dollar (rund 67.852 Euro), wobei sich die Verkäufe um 10 Uhr Eastern Time (ET, 16 Uhr MEZ) beschleunigten. Der Rückgang machte die Erholung vom Mittwoch nach der US-Wahl zunichte, da Halbleiteraktien nachgaben. Händler beobachten nun den Unterstützungsbereich zwischen 75.600 und 76.000 Dollar (rund 67.443 bis 67.800 Euro) auf Anzeichen eines weiteren Einbruchs.

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Bitcoin-Kurs: KI-Ausverkauf drückt BTC unter 76.000 Dollar

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Bitcoin fiel bei Bitstamp vom Hoch am 4. November bei 81.105 Dollar (rund 72.354 Euro) bis Donnerstagvormittag US-Zeit auf 76.059 Dollar (rund 67.852 Euro).
  • Der Rückgang lief parallel zur Schwäche an der Nasdaq, wo Qualcomm und andere Halbleiteraktien nach schwachen Smartphone-Chip-Umsätzen deutlich nachgaben.
  • Die Unterstützungszone um die 76.000-Dollar-Marke steht unter Druck, im Tagesverlauf unterschritt der Kurs sie und fiel bis auf 75.088 Dollar (rund 66.986 Euro).

Der Bitcoin-Kurs fiel um etwa 6,22 Prozent, vom Höchststand am Mittwoch bis zum Tief am Donnerstagvormittag (US-Zeit). Der Rückgang beschleunigte sich gegen 10 Uhr ET, als Technologieaktien nachgaben, und machte einen Großteil der Erholung nach der Wahl zunichte. Bis 10:50 Uhr ET (16:50 Uhr MEZ) weitete Bitcoin die Verluste aus und erreichte bei Bitstamp ein Tief von 75.463 Dollar (rund 67.321 Euro). Am Abend US-Zeit rutschte der Kurs bis auf 75.088 Dollar (rund 66.986 Euro) und damit unter die Unterstützungszone.

Bitcoin-Kurs: Verkäufe beschleunigen sich nach dem US-Börsenstart

Das Stundenchart von Bitstamp zeigt die Trendwende. Bitcoin kletterte von etwa 75.618 Dollar (rund 67.459 Euro) in der Nacht zum Mittwoch auf 81.105 Dollar (rund 72.354 Euro) und pendelte danach stundenlang um die Marke von 80.000 Dollar (rund 71.368 Euro). Diese Stabilität brach am Donnerstagmorgen zusammen, als Bitcoin unter 77.000 Dollar (rund 68.692 Euro) fiel.

Im Fünfminutenchart notierte BTC am Donnerstagmorgen zunächst noch knapp über der 80.000-Dollar-Marke. Bis zur Eröffnung der US-Börsen um 9:30 Uhr ET (15:30 Uhr MEZ) gab der Kurs auf rund 79.400 Dollar (rund 70.833 Euro) nach. Danach beschleunigten sich die Verkäufe deutlich: Bitcoin rutschte unter die Marken von 79.000, 78.000 und schließlich 77.000 Dollar (rund 68.692 Euro), begleitet von aufeinanderfolgenden fallenden Kerzen und steigendem Handelsvolumen. Gegen 10:25 Uhr ET (16:25 Uhr MEZ) verzeichnete Bitstamp ein Tief von 76.059 Dollar (rund 67.852 Euro). Damit geriet Bitcoin in die Nähe des Tiefs aus der Nacht zum Mittwoch.

Warum Bitcoin mit den Tech-Aktien fällt

Der Ausverkauf bei Bitcoin fiel mit einem weiteren Einbruch bei Halbleiter- und KI-Aktien zusammen. Der US-Chiphersteller Qualcomm (QCOM) verlor im frühen Handel mehr als 9 Prozent, nachdem seine Umsätze mit Smartphone-Chips die Erwartungen verfehlt hatten, wie aus einer auf The Star veröffentlichten Meldung der Nachrichtenagentur Reuters hervorgeht. Auch der Grafikchip-Hersteller Nvidia (NVDA), Intel (INTC) und andere Halbleiterunternehmen gerieten unter starken Verkaufsdruck.

Bitcoin-Kurs: KI-Ausverkauf drückt BTC unter 76.000 Dollar
Nasdaq-Heatmap via Tradingview um 10:30 Uhr am Donnerstag, 5. November 2026.

Zunächst konzentrierten sich die Verluste auf Technologiewerte, im Tagesverlauf erfasste der Ausverkauf auch die Standardwerte. Zum Handelsschluss verlor der Nasdaq 100 laut der Nachrichtenagentur dpa-AFX 6,36 Prozent, der S&P 500 gab um 4,36 Prozent nach, der größte Tagesverlust seit April 2025. Der Dow Jones Industrial fiel um 3,44 Prozent.

In Frankfurt hielt sich der Schaden in Grenzen. Der Dax erreichte zwischenzeitlich ein Rekordhoch bei knapp 26.693 Punkten, schloss dann aber 0,43 Prozent tiefer bei 26.325 Punkten. Infineon, der einzige Chiphersteller im Dax, verlor 8,5 Prozent, wie aus einer auf Cash.ch veröffentlichten Meldung von dpa-AFX hervorgeht.

Bitcoin schien ins Kreuzfeuer geraten zu sein. Die führende Kryptowährung wird in Zeiten erhöhter Unsicherheit häufig zusammen mit spekulativen Technologiewerten gehandelt. Die gleichzeitigen Kursrückgänge am Donnerstag deuten darauf hin, dass Anleger ihr Engagement in riskanten Anlagen verringerten. Der Kursverlauf allein belegt allerdings nicht die genaue Ursache des Ausverkaufs bei Bitcoin.

Bitcoins Rally nach der Wahl stößt auf neuen Widerstand

Am Mittwoch hatte sich noch ein ganz anderes Bild gezeigt. Bei den Zwischenwahlen am 3. November gewannen die Demokraten nach Hochrechnungen von US-Sendern die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses. US-Aktien legten daraufhin zunächst zu. Auch Bitcoin erholte sich von unter 76.000 Dollar (rund 67.800 Euro) und erreichte schließlich die 81.000-Dollar-Marke.

Die Erleichterung erwies sich jedoch als kurzlebig. Laut dpa-AFX fürchteten Anleger nach den Wahlerfolgen der Demokraten eine stärkere Regulierung der Künstlichen Intelligenz (KI), was vor allem Chipwerte belastete. Die Kryptomärkte gingen zudem mit Sorgen über den Hack bei Binance vom 29. Oktober in den Handel, bei dem rund 6,3 Milliarden Dollar (rund 5,6 Milliarden Euro) verloren gingen, ebenso mit Unsicherheit über den regulatorischen Kurs in Washington. Diese Kombination machte Bitcoin besonders anfällig, als Technologieaktien einbrachen, auch wenn sich der Einfluss der einzelnen Faktoren kaum beziffern lässt.

Die Unterstützung bei Bitcoin steht vor der nächsten Bewährungsprobe

Das technische Bild konzentriert sich nun auf zwei Kurszonen. Die erste liegt bei etwa 75.600 bis 76.000 Dollar (rund 67.443 bis 67.800 Euro), wo Käufer zuvor geholfen hatten, den Rückgang vom Mittwoch umzukehren. Ein anhaltender Bruch unter diesen Bereich würde den jüngsten Erholungsversuch schwächen. Nach dem Rückgang auf das Tief vom Vormittag wirkte die Zone um die 76.000-Dollar-Marke bereits anfälliger, im weiteren Verlauf des Donnerstags fiel Bitcoin zeitweise darunter.

Die zweite Zone reicht von 80.000 bis 81.105 Dollar (rund 71.368 bis 72.354 Euro), wo Bitcoin seine Gewinne nach der Wahl nicht halten konnte. Eine Rückeroberung dieses Bereichs wäre ein stärkeres Zeichen dafür, dass Käufer die Kontrolle zurückgewonnen haben. Keine der beiden Marken garantiert eine Trendwende. Auffällig ist der Widerspruch: Das Wahlergebnis trieb den Bitcoin-Kurs am Mittwoch in Richtung der 81.000-Dollar-Marke, kaum einen Tag später hatten Verkäufe im Technologiesektor den Anstieg zunichtegemacht.

Der Verkaufsdruck reichte weit über Bitcoin hinaus. Laut Daten von Coinglass wurden bis Donnerstag 10:30 Uhr ET binnen 24 Stunden Kryptopositionen im Wert von 838,54 Millionen Dollar (rund 748 Millionen Euro) zwangsweise aufgelöst, betroffen waren 166.904 Händler. Auf Long-Positionen entfielen 741,04 Millionen Dollar (rund 661 Millionen Euro) oder 88,4 Prozent, auf Short-Positionen 97,50 Millionen Dollar (rund 87 Millionen Euro).

Bitcoin führte die Liste der einzelnen Coins mit Liquidationen von 213,31 Millionen Dollar (rund 190 Millionen Euro) an, gefolgt von Ethereum mit 122,13 Millionen Dollar (rund 109 Millionen Euro). Auffälliger noch: Allein in der Stunde bis 10:30 Uhr ET wurden Positionen im Wert von rund 554,66 Millionen Dollar (rund 495 Millionen Euro) aufgelöst, darunter 520,29 Millionen Dollar (rund 464 Millionen Euro) an Wetten auf steigende Kurse. Auf Binance entfielen 46,8 Prozent der Liquidationen. Die Zahlen zeigen, wie schnell der mit Hebel finanzierte Optimismus verflog, als sich Bitcoin der Unterstützungszone näherte.

Bärisches Fazit

Die Signale sprechen kurzfristig für die Verkäufer: Bitcoin hat die Gewinne nach der Wahl abgegeben, die Marken von 79.000, 78.000 und 77.000 Dollar (rund 68.692 Euro) in kurzer Folge verloren und ist mit den Chipwerten unter Druck geraten, während Liquidationen von Long-Positionen den Rückgang verstärkten. Bleibt der Kurs unter der Zone von 75.600 bis 76.000 Dollar (rund 67.443 bis 67.800 Euro), wäre die Erholung nach der Wahl vollständig verpufft, dann rücken die Tiefs bei 75.463 und 75.088 Dollar (rund 67.321 und 66.986 Euro) in den Blick.

Bullisches Fazit

Für die Käufer spricht, dass die Unterstützungszone um die 76.000-Dollar-Marke schon einmal den Rückgang gestoppt hat und Bitcoin nach den Tiefs am Donnerstag wieder in diesen Bereich zurückkehrte. Erobert der Kurs die 77.000-Dollar-Marke zurück, wäre der erste Schritt getan, ein stärkeres Signal wäre die Rückkehr in die Zone von 80.000 bis 81.105 Dollar (rund 71.368 bis 72.354 Euro), wo die Rally nach der Wahl ihren Höhepunkt fand.

Haftungsausschluss: Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Dieser Artikel beruht auf einem Bericht unserer englischsprachigen Redaktion. Er wurde mithilfe von KI übersetzt und von Konstantin Kaiser geprüft, bearbeitet und freigegeben.

Über den Autor

GESCHRIEBEN VONJamie RedmanNews Lead

Jamie Redman ist News Lead bei Bitcoin.com News und ein Finanztechnologie-Journalist mit Sitz in Massachusetts.