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Binance führt „Auszahlungsschutz“ ein, da Angriffe durch „Crypto Wrench“ um 75 % zunehmen

Binance hat eine neue Sicherheitsfunktion namens „Withdraw Protection“ eingeführt, mit der Nutzer ausgehende Überweisungen von ihren Konten für bis zu sieben Tage sperren können – eine direkte Reaktion auf die weltweit zunehmende Zahl gewalttätiger Übergriffe auf Krypto-Besitzer. Die wichtigsten Punkte:

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Binance führt „Auszahlungsschutz“ ein, da Angriffe durch „Crypto Wrench“ um 75 % zunehmen
  • Binance hat am 4. Mai „Withdraw Protection“ eingeführt und bietet Nutzern damit die Möglichkeit, ausgehende Überweisungen für 1–7 Tage zu sperren.
  • Laut Certik stiegen gewalttätige Übergriffe auf Krypto-Besitzer im Jahr 2025 um 75 %.
  • In Frankreich wurden im Jahr 2026 bereits 47 Überfälle auf Kryptowährungsbesitzer verzeichnet, wobei 88 Verdächtige angeklagt wurden, darunter auch Minderjährige.

So funktioniert die Funktion

„Withdraw Protection“ ist eine vom Nutzer aktivierbare Sperre, die alle On-Chain-Abhebungen von einem Binance-Konto für einen Zeitraum von einem bis sieben Tagen stoppt. Der Standardzeitraum beträgt 48 Stunden. Während dieser Zeit bleiben der Zugriff auf das Konto und der Handel uneingeschränkt möglich, jedoch werden nur ausgehende Krypto-Überweisungen blockiert.

Bildquelle: X

Nutzer, die die Option zur vorzeitigen Aufhebung wünschen, können vor der Aktivierung der Sperre eine Umgehungseinstellung voraktivieren; ohne diese Einstellung kann jedoch niemand während des aktiven Zeitfensters Gelder von der Plattform abziehen, auch der Kontoinhaber nicht.

Ein wichtiger Vorbehalt ist jedoch, dass die Sperre Konten nicht vor behördlichen Anordnungen schützt, und da sie durch die Systeme von Binance und nicht durch Kryptografie durchgesetzt wird, vertrauen Nutzer eher auf die Infrastruktur der Plattform als auf einen selbstverwalteten Sicherheitsmechanismus.

Eine wachsende physische Bedrohung

Die Funktion kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sogenannte „Wrench-Angriffe“ – seien es Entführungen, Einbrüche oder Vorfälle physischer Nötigung, die darauf abzielen, Krypto-Besitzer dazu zu zwingen, Transaktionen vor Ort zu unterzeichnen – weltweit alarmierende Ausmaße erreicht haben.

Daten aus dem öffentlichen Tracker des Sicherheitsforschers Jameson Lopp zeigen 316 Entführungs- und Lösegeldvorfälle gegen Krypto-Besitzer seit 2014, wobei allein im Jahr 2025 79 auf Lösegeld abzielende Angriffe verzeichnet wurden und für 2026 bereits mindestens 27 weitere gemeldet wurden. Die von der Blockchain-Sicherheitsfirma Certik verifizierten Vorfälle physischer Nötigung stiegen im Jahr 2025 um 75 % auf 72 bestätigte Fälle. Vorfälle im Zusammenhang mit Körperverletzung stiegen im gleichen Zeitraum um 250 %.

Bildquelle: Certik.com

Frankreich hat sich zum globalen Epizentrum der Krise entwickelt, wobei die lokalen Behörden seit 2023 135 Vorfälle registriert haben (67 im Jahr 2025 und bereits 47 im Jahr 2026), was in diesem Jahr einem Durchschnitt von einem Angriff alle 2,5 Tage entspricht. Die Pariser Staatsanwaltschaft hat im Rahmen einer koordinierten Razzia gegen organisierte Krypto-Diebesringe 88 Personen, darunter auch Minderjährige, angeklagt.

Frankreich klagt 88 Personen wegen Kryptowährungs-Entführungen an – im Jahr 2026 ereignete sich durchschnittlich alle 2,5 Tage ein solcher Vorfall

Frankreich klagt 88 Personen wegen Kryptowährungs-Entführungen an – im Jahr 2026 ereignete sich durchschnittlich alle 2,5 Tage ein solcher Vorfall

Die französische Staatsanwaltschaft hat in zwölf Fällen von Krypto-Entführungen Anklage gegen 88 Personen erhoben, da die Zahl der Angriffe in Frankreich im Jahr 2026 auf einen alle 2,5 Tage ansteigen wird. read more.

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Die Krise erreichte Anfang 2026 einen Höhepunkt, als bewaffnete Angreifer versuchten, den CEO von Binance France, David Prinçey, in seinem Haus in Val-de-Marne zu entführen. Er war zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend.