Die britische Fluggesellschaft Jet2 vermeldete für das am 31. März endende Geschäftsjahr einen Bilanzgewinn in Höhe von 536 Millionen US-Dollar und trotzte damit der branchenweiten Panik angesichts der geopolitischen Instabilität im Nahen Osten.
Aktien der britischen Fluggesellschaft Jet2 steigen um 9 %, nachdem ein Gewinn aus einer Treibstoff-Absicherung in Höhe von 536 Mio. US-Dollar die Befürchtungen hinsichtlich Reisen in den Nahen Osten ausgleicht

Das Wichtigste im Überblick
- Jet2 verzeichnete am 8. Juli einen Bilanzgewinn von 536 Millionen US-Dollar, nachdem das Unternehmen kostengünstige Treibstoffderivate abgesichert hatte.
- Der Konflikt im Nahen Osten führte zu einem Rückgang der jährlichen Zahlungsmittelzuflüsse um 67 %, da Reisende ihre Urlaubsbuchungen verschoben.
- CEO Steve Heapy kündigte ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 335 Millionen US-Dollar sowie den Ausbau des Betriebs am Londoner Flughafen Gatwick an.
Widerstandsfähigkeit der Branche trotz Schwankungen bei den Treibstoffpreisen
Die britische Fluggesellschaft und Pauschalreiseanbieterin Jet2 trotzte der starken geopolitischen Instabilität und der durch den Nahostkonflikt ausgelösten Panik in der Reisebranche und vermeldete einen Bilanzgewinn von mehr als 500 Millionen US-Dollar, der durch die steigenden Preise für Flugbenzin getrieben wurde.
Als der Konflikt im Nahen Osten eskalierte, ließen die in die Höhe schießenden Treibstoffpreise den Wert der Treibstoffderivate des Unternehmens in die Höhe schnellen. Laut den am 8. Juli veröffentlichten vollständigen Finanzergebnissen von Jet2 waren diese günstigen Marktwertentwicklungen der Hauptgrund für zusätzliche Einnahmen in Höhe von 536 Millionen US-Dollar.
Dieser finanzielle Puffer entsteht vor dem Hintergrund weit verbreiteter Befürchtungen zu Beginn dieses Jahres, dass steigende Energiekosten Fluggesellschaften in den Konkurs treiben und massive Stornierungen von Sommerurlaubsreisen erzwingen könnten. In den Vereinigten Staaten trugen höhere Treibstoffpreise im Mai zum Zusammenbruch der Billigfluggesellschaft Spirit bei. Das Vereinigte Königreich galt als das Land, das der Kerosinkrise „am stärksten ausgesetzt“ war, was Regierungsminister dazu zwang, sich eilig um den Zugang der Fluggesellschaften zu Treibstoff zu bemühen und die Vorschriften zur Flughafenkapazität vorübergehend auszusetzen. Zwar gelang es Jet2, den Preisschock abzufedern, doch der anhaltende Konflikt wirkte sich dennoch negativ auf das Buchungsverhalten aus. Die Fluggesellschaft räumte ein, dass die anhaltende Reiseunsicherheit aufgrund des Krieges dazu führte, dass Urlauber ihre Reisen verschoben und viel später als üblich buchten. Infolgedessen brach der Mittelzufluss von Jet2 im Geschäftsjahr, das am 31. März endete, um 67 % auf rund 103 Millionen US-Dollar ein.
Finanziell vermeldete Jet2 gemischte Jahresergebnisse. Der Konzernumsatz stieg um 4 % auf 10,05 Milliarden US-Dollar, doch der Gewinn vor Steuern sank um 7 % auf 738,6 Millionen US-Dollar, stark beeinträchtigt durch geringere Erträge aus den Barreserven. Trotz des Gewinnrückgangs zeigten die operativen Kennzahlen eine starke Verbrauchernachfrage. Jet2 erhöhte seine Gesamtkapazität um 8 % auf 24 Millionen Sitzplätze und beförderte 20,8 Millionen Passagiere – ein Anstieg von 5 % gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen kündigte zudem ein neues Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 335 Millionen Dollar an und verwies damit auf seine solide Liquidität und das Vertrauen in die mittelfristigen Aussichten.
An der Börse stieg der Kurs der an der AIM notierten Aktie bei Börsenbeginn am Mittwoch um 9 % auf 19,92 Dollar, womit die Aktie im Jahresverlauf um 5 % zulegte.
Vorstandsvorsitzender warnt vor steuerlichen Belastungen
Der Finanzbericht fiel mit einer scharfen politischen Warnung von Jet2-Vorstandsvorsitzendem Steve Heapy zusammen. In einer Ansprache an die Aktionäre warnte Heapy Politiker – wobei er namentlich den prominenten Politiker Andy Burnham nannte – davor, die Luftfahrt- und Urlaubsbranche als „Cash Cow“ zu behandeln.
Es wird allgemein erwartet, dass Burnham nach den jüngsten politischen Veränderungen noch in diesem Monat in die Downing Street einziehen wird. „Behandeln Sie die Luftfahrt- oder Urlaubsbranche nicht als Geldquelle, denn Steuern verteuern das Fliegen“, sagte Heapy und wies darauf hin, dass Jet2 im vergangenen Jahr zusätzliche Regulierungs- und Steuerkosten in Höhe von 67 Millionen Dollar auffangen musste. „Ich denke, wissen Sie, genug ist genug.“ Operativ verfolgt Jet2 eine umfassende Expansionsstrategie, mit der die marktbeherrschenden etablierten Fluggesellschaften Großbritanniens herausgefordert werden sollen. Im März eröffnete die Fluggesellschaft einen Hub mit sechs Flugzeugen am Londoner Flughafen Gatwick und signalisierte damit einen aggressiven Vorstoß aus ihren traditionellen Hochburgen in Nordengland heraus. Das Unternehmen weist darauf hin, dass es nun mehr als 90 % der britischen Bevölkerung innerhalb einer 90-minütigen Autofahrt erreicht.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt. Die englische Originalversion ist die maßgebliche Quelle; automatische Übersetzungen können Ungenauigkeiten enthalten, insbesondere bei rechtlicher und regulatorischer Terminologie.












