Laut Glassnode nehmen XRP-Inhaber zunehmend Verluste hin, da sich die Marktstimmung nach dem früheren Kursanstieg des Tokens abschwächt. Das Analyseunternehmen erklärte, das aktuelle Anlegerverhalten spiegele eine „intensive Kapitulation“ wider, wobei die Verluste bei den Aktivitäten der XRP-Inhaber mittlerweile die Gewinne überwiegen.
XRP sendet ein Signal für „intensive Kapitulation“, da Anleger Verluste realisieren

Wichtige Erkenntnisse
- XRP-Inhaber nehmen häufiger Verluste in Kauf, da das Marktvertrauen schwindet.
- Glassnode sagt, das aktuelle Verhalten spiegele eine Phase intensiver Kapitulation der Anleger wider.
- Eine nachhaltige Erholung könnte von einer stärkeren Nachfrage und einer Verbesserung der Marktstimmung abhängen.
Daten von Glassnode zeigen, dass XRP-Inhaber mehr Verluste als Gewinne realisieren
Das Verhalten der XRP-Anleger hat sich seit dem spekulativen Höhepunkt des Tokens stark verändert, wie aus Daten hervorgeht, die am 9. Juni vom Daten-, Analyse- und Forschungsunternehmen für digitale Vermögenswerte Glassnode veröffentlicht wurden. Das neueste Diagramm des Unternehmens zeigt eine dramatische Umkehr gegenüber den Gewinnmitnahmen, die während der Rallye vorherrschten.
Das Unternehmen berichtete, dass der einfache gleitende 90-Tage-Durchschnitt des Verhältnisses von realisierten Gewinnen zu Verlusten bei XRP auf 0,38 gefallen ist. Das bedeutet, dass pro Dollar realisiertem Verlust nur 38 Cent Gewinn mitgenommen werden. Auf dem Höchststand im Jahr 2025 erreichte das Verhältnis 50, was bedeutet, dass Gewinnmitnehmer die Verlustverkäufer um das 50-Fache übertrafen. Glassnode schrieb auf X:
„Diese Dynamik hat sich vollständig umgekehrt.“
Das Diagramm vergleicht den Preis von XRP mit dem gleitenden 90-Tage-Durchschnitt des realisierten Gewinns im Vergleich zum realisierten Verlust. Der Indikator misst, ob die im Netzwerk gehandelten Coins für ihre Inhaber Gewinne oder Verluste generieren. Grüne Ausschläge zeigen Zeiträume an, in denen Gewinne die Aktivität dominierten, während rote Werte unter 1 signalisieren, dass die realisierten Verluste die realisierten Gewinne überstiegen.

Die aktuellen Bedingungen liegen weit unter der neutralen Schwelle von 1, was zeigt, dass Verlustmitnahmen zum vorherrschenden Verhalten unter den aktiven Teilnehmern geworden sind. Solche Werte werden typischerweise mit einer Kapitulation in Verbindung gebracht, bei der Anleger trotz ungünstiger Preise nach einer anhaltenden Stimmungsänderung aus ihren Positionen aussteigen.
Sinkende XRP-Gebühren deuten auf schwächere Netzwerknachfrage nach früherem Anstieg hin
Glassnode brachte den Druck durch realisierte Verluste bei XRP auch mit einem starken Rückgang der Netzwerkgebühren in Verbindung. Das Unternehmen berichtete, dass der gleitende 90-Tage-Durchschnitt der im XRP-Netzwerk gezahlten Gesamtgebühren von 5.900 XRP im Februar 2025 auf 500 XRP am 9. Juni fiel, was einem Rückgang von 91,5 % entspricht. Dieser Gebührenrückgang liefert zusätzlichen Kontext für die allgemeine Marktlage. Glassnode beschrieb dies als mehr als nur eine Anpassung des Gebührenmarktes. Das Unternehmen brachte den Rückgang mit einem fast vollständigen Einbruch der organischen Transaktionsnachfrage nach dem früheren Anstieg von XRP in Verbindung, was das Signal hoher Verluste aus dem Verhältnis von realisierten Gewinnen zu Verlusten untermauerte. Glassnode schrieb:
„Ein Verhältnis, das so deutlich unter 1 liegt, spiegelt einen Markt wider, in dem die Mehrheit der Teilnehmer, die Coins bewegen, dies mit Verlust tut – ein Kennzeichen intensiver Kapitulation.“
Insgesamt zeigen die Charts sowohl eine nachlassende Beteiligung als auch steigende realisierte Verluste im gesamten XRP-Ökosystem. Die Netzwerkaktivität ist stark zurückgegangen, während sich das Gleichgewicht zwischen Gewinnen und Verlusten deutlich zugunsten der Inhaber verschoben hat, die Verluste hinnehmen müssen.
Für Händler garantiert dieses Signal keinen Boden. Es zeigt jedoch, dass die aktiven XRP-Inhaber in eine defensivere Phase übergegangen sind. Eine nachhaltige Erholung würde wahrscheinlich eine stärkere Nachfrage, eine intensivere Netzwerknutzung und eine Rückkehr zu Gewinnmitnahmen unter den Inhabern erfordern.











