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Terawulf baut seine KI-Strategie mit einem 1-GW-Datencampus und einer Finanzierung in Höhe von 3 Mrd. US-Dollar aus

Terawulf hat einen bedeutenden, auf KI ausgerichteten Rechenzentrumsstandort in Kentucky erworben, um seine Umstellung vom Bitcoin-Mining auf Hochleistungsrechnen voranzutreiben. Der Deal stärkt die auf Stromversorgung basierende Infrastrukturstrategie des Unternehmens und stieß bei Investoren auf große Resonanz.

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Terawulf baut seine KI-Strategie mit einem 1-GW-Datencampus und einer Finanzierung in Höhe von 3 Mrd. US-Dollar aus

Die wichtigsten Punkte

  • Terawulf hat einen KI-Campus in Kentucky erworben, der bis 2030 eine HPC-Kapazität von 1 GW erreichen soll.
  • Die Terawulf-Aktie stieg um 13,6 %, da die KI-Einnahmen im ersten Quartal 2026 die Einnahmen aus dem Bitcoin-Mining überstiegen.
  • Morgan Stanley und Google unterstützten Terawulfs 3-Milliarden-Dollar-Plan zum Ausbau der KI-Infrastruktur.

Terawulf-Aktien steigen um 13 %, da KI-Umsätze die Einnahmen aus dem Bitcoin-Mining überholen

Terawulf Inc. dringt mit dem Kauf eines großen Standorts für die Entwicklung von Rechenzentren im Osten von Kentucky tiefer in die Infrastruktur für künstliche Intelligenz (KI) vor und unterstreicht damit, wie ehemalige Bitcoin-Mining-Unternehmen der Nachfrage nach stromintensiver Rechenkapazität nachjagen.

Das an der Nasdaq notierte Unternehmen gab bekannt, dass es den „Muskie Data Campus“ von Industrial Equity Partners erworben hat. Das Gelände befindet sich innerhalb des 1.000 Acres großen Eastpark Industrial Park im Nordosten von Kentucky und umfasst etwa 285 Acres an eigenem und kontrolliertem Land.

Terawulf erklärte, der Campus werde voraussichtlich mehr als 1 Gigawatt an KI- und Hochleistungsrechnerkapazität unterstützen. Das entspricht in etwa der Strommenge, die 750.000 Haushalte versorgen könnte. Das Unternehmen plant, die ersten 500 Megawatt in der zweiten Jahreshälfte 2028 ans Netz zu bringen. Weitere 500 Megawatt sollen bis zur zweiten Jahreshälfte 2030 folgen.

Investoren begrüßten diesen Schritt. Die Terawulf-Aktie stieg um bis zu 13,6 % und notierte über 26 US-Dollar, dem höchsten Stand seit etwa drei Wochen. Seit dem 1. Januar 2026 hat sich der Aktienkurs mehr als verdoppelt.

„Der entscheidende Engpass in diesem Markt ist nicht mehr die Rechenhardware, sondern die Stromversorgung, die Übertragungsinfrastruktur und die Sicherheit der Umsetzung“, sagte der Vorsitzende und CEO Paul Prager. Er fügte hinzu, dass Muskie skalierbare Stromversorgung, guten Zugang zum Übertragungsnetz und Entwicklungsbereitschaft auf eine Weise vereine, die schwer zu kopieren sei.

Durch die Übernahme erhält Terawulf einen zweiten großen Campus für digitale Infrastruktur in Kentucky. Das Unternehmen betreibt bereits den 480-Megawatt-Campus „Justified Data“ in Hancock County.

Terawulf beschleunigt den Wandel hin zum Hochleistungsrechnen

Terawulf hat sich neu als Energieinfrastrukturunternehmen positioniert, das digitale Infrastruktur aufbaut, anstatt als reiner Bitcoin-Miner. Diese Strategie beginnt sich in den Finanzergebnissen niederzuschlagen. Der Umsatz des Unternehmens im Bereich Hochleistungsrechnen stieg im letzten Quartal um 117 %, unterstützt durch die Anlage „Lake Mariner“ im Westen von New York. Der Umsatz aus KI-Rechenleistungen überstieg im ersten Quartal erstmals den Umsatz aus dem Bitcoin-Mining.

Dieser Wandel hat seinen Preis. Terawulf meldete einen Nettoverlust von 427 Millionen US-Dollar, da die Ausgaben für den Ausbau der Infrastruktur stiegen. Der umfassende Ausbau der Rechenzentren des Unternehmens wird jedoch durch ein Finanzierungspaket in Höhe von 3 Milliarden US-Dollar gestützt, das über Morgan Stanley arrangiert wurde und bei dem Google als Kreditgarant fungiert.

Terawulf ist kein Einzelfall. Auch Hut 8, HIVE Digital, MARA Holdings und IREN drängen in den Bereich KI und Hochleistungsrechnen, da die Margen im Bitcoin-Mining schrumpfen. Für die Branche verlagert sich der Wettbewerb von der Hash-Rate hin zu Stromverträgen, Netzzugang und der Fähigkeit, große Rechenzentren termingerecht bereitzustellen.