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State-Run-Mining und Regulierungs-Sandkästen: Was steht im neuen Kryptogesetz von Kirgisistan?

Das Parlament Kirgisistans hat ein neues Gesetz verabschiedet, um den virtuellen Vermögenswertsektor des Landes zu regulieren, der in den ersten sieben Monaten des Jahres 2025 Transaktionen im Wert von über 11,4 Milliarden US-Dollar verzeichnet hat.

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State-Run-Mining und Regulierungs-Sandkästen: Was steht im neuen Kryptogesetz von Kirgisistan?

Wesentliche Bestimmungen und wirtschaftliche Modernisierung

Das Parlament von Kirgisistan hat ein Gesetz zu virtuellen Vermögenswerten verabschiedet, ein Schritt, der die Ambitionen des Landes auf staatlich unterstützte Kryptowährungs-Mining-Initiativen und umfassende digitale Vermögensregulierung signalisiert. Das Gesetz ebnet nicht nur den Weg für ein robusteres regulatorisches Rahmenwerk, sondern führt auch eine staatliche Kryptowährungsreserve und ein Lizenzierungssystem ein.

Laut einem Bericht erweitert die Gesetzgebung die Befugnisse des Präsidenten, indem sie die Autorität erhält, Regeln für die Ausgabe, den Umlauf und die Aufsicht über digitale Tokens zu definieren. Dies geschieht vor dem Hintergrund des schnell wachsenden Kryptosektors in Kirgisistan, der angeblich in den ersten sieben Monaten des Jahres 2025 allein ein Transaktionsvolumen von über 11,4 Milliarden US-Dollar (1 Billion Soms) verzeichnete. Mit bereits 169 registrierten Krypto-Börsenbetreibern und 11 industriellen Mining-Unternehmen zielt das Gesetz darauf ab, Struktur und Verantwortung in eine boomende, aber lose regulierte Branche zu bringen.

Zusätzlich zum regulatorischen Rahmen führt das Gesetz wichtige rechtliche Definitionen für aufkommende digitale Instrumente wie Stablecoins und Real-World-Asset (RWA)-Tokens ein. Diese Ergänzungen spiegeln Kirgisistans Bestreben wider, seine finanziellen Werkzeuge zu diversifizieren und die Tokenisierung als Mittel der wirtschaftlichen Modernisierung anzunehmen.

Eine der bahnbrechendsten Bestimmungen ist der Start staatlicher Kryptowährungs-Mining-Operationen unter Verwendung der Infrastruktur der Regierung. Während die Initiative voraussichtlich die nationalen Reserven und die finanzielle Stabilität stärken wird, hat sie auch Debatten über den Energieverbrauch ausgelöst. Gesetzgeber haben zuvor Bedenken geäußert, dass der hohe Strombedarf des Minings die Stromversorgung der Haushalte belasten könnte.

Um Innovationen zu fördern und gleichzeitig die Aufsicht zu wahren, führt das Gesetz regelungstechnische Sandkästen ein – kontrollierte Umgebungen, in denen neue Krypto-Dienste und Technologien in begrenzten Gebieten getestet werden können. Diese Sandkästen zielen darauf ab, das Experimentieren mit dem Verbraucherschutz auszubalancieren.

Das Gesetz legt auch die Verantwortlichkeiten zwischen den Regulierungsbehörden fest. Eine Behörde wird mit der Lizenzierung von Dienstleistern für virtuelle Vermögenswerte betraut, während eine andere sich auf die Bekämpfung von Geldwäsche (AML) und die Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung (CTF) konzentrieren wird. Das Gesetz verlangt die Registrierung von Minern, legt Ausrüstungsstandards fest und beschreibt den Lizenzierungsprozess für Unternehmen, die an Transaktionen mit virtuellen Vermögenswerten beteiligt sind.

Die Krypto-Gesetzgebung Kirgisistans folgt ähnlichen Schritten des Nachbarlands Kasachstan, das ebenfalls eine nationale Krypto-Reserve im Rahmen seiner schnellen nationalen Digitalisierungsagenda erkundet. Das Gesetz des kirgisischen Parlaments zielt darauf ab, das Land als potenziellen Führer im digitalen Vermögensraum Zentralasiens zu positionieren, Blockchain-Innovationen zu stimulieren und die finanzielle Widerstandsfähigkeit zu stärken.

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