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Sicherheiten für japanische Staatsanleihen werden im Rahmen eines neuen Pilotprojekts von JSCC und Mizuho auf die Blockchain übertragen

Die Japan Securities Clearing Corporation, die Mizuho Financial Group und Nomura Holdings haben einen Proof-of-Concept-Test (PoC) gestartet, um Sicherheiten in Form japanischer Staatsanleihen (JGB) auf der Blockchain „Canton Network“ zu verwalten. Wichtigste Erkenntnisse:

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Sicherheiten für japanische Staatsanleihen werden im Rahmen eines neuen Pilotprojekts von JSCC und Mizuho auf die Blockchain übertragen
  • JSCC, Mizuho und Nomura starteten am 20. April 2026 einen PoC, um digitale JGB-Sicherheiten auf dem Canton Network zu testen.
  • Der von der JFSA unterstützte Test zielt auf eine grenzüberschreitende Sicherheitenabwicklung in Echtzeit rund um die Uhr ab und ersetzt damit die traditionelle Abwicklung während der Geschäftszeiten.
  • Die Ergebnisse des bis September 2026 laufenden PoC werden als Grundlage für regulatorische Änderungen und die Kommerzialisierung von On-Chain-JGB-Sicherheiten dienen.

JSCC, Mizuho und Nomura testen die Abwicklung von JGB-Sicherheiten rund um die Uhr im Canton Network

Die am 20. April 2026 angekündigte gemeinsame Initiative wird um Digital Asset Holdings als vierten Teilnehmer erweitert. Digital Asset stellt die Canton-Network-Plattform bereit, die speziell für den institutionellen Finanzsektor entwickelt wurde. Der Testlauf dauert bis etwa Ende September 2026.

Das Projekt ist Teil des „Payment Innovation Project“ der japanischen Finanzaufsichtsbehörde (FSA), die die Initiative im Februar 2026 zur Förderung ausgewählt hat. Durch diese Auswahl wurde der Testlauf in Japans umfassendere Bemühungen zur Modernisierung der Finanzmarktinfrastruktur mithilfe der Distributed-Ledger-Technologie eingebunden.

Im Kern testet der PoC, ob Rechte an JGBs, die gemäß dem japanischen Gesetz über die buchmäßige Übertragung von Unternehmensanleihen und Aktien übertragen werden, über eine Blockchain bewegt werden können, ohne ihre Rechtsgültigkeit nach geltendem japanischem Recht zu verlieren. Die Teilnehmer werden zudem prüfen, ob Änderungen an den Buchungsdaten in Echtzeit innerhalb einer Kontenstruktur mit mehreren Institutionen erfolgen können.

Die vier Partner streben an, die Hinterlegung und Substitution von JGB-Sicherheiten von einem an Geschäftszeiten gebundenen Prozess zu einem rund um die Uhr laufenden Verfahren zu machen. Sowohl inländische als auch grenzüberschreitende Transaktionen fallen in den Anwendungsbereich, der Clearingstellen, institutionelle Anleger, Kunden und Vermittler umfasst.

Isao Hasegawa, Präsident und CEO der JSCC, leitet die Beteiligung der Clearingstelle. Mizuho unter der Leitung von Präsident und Group CEO Masahiro Kihara sowie Nomura unter der Leitung von Representative Executive Officer und Präsident Kentaro Okuda bringen jeweils institutionelle Marktinfrastruktur in die Testumgebung ein. Yuval Rooz, CEO von Digital Asset, ist für die Technologieebene verantwortlich.

Das Canton Network bietet Abwicklungsfunktionen unter Wahrung der Privatsphäre, die es Institutionen ermöglichen, Transaktionen durchzuführen, ohne alle Daten über ein öffentliches Ledger zu teilen. Diese Struktur entspricht den Compliance-Anforderungen, denen große Finanzinstitute beim Umgang mit Staatsanleihen unterliegen.

Die japanischen Finanzaufsichtsbehörden haben die Entwicklungen in den USA in diesem Bereich genau beobachtet. Die Depository Trust and Clearing Corporation hat Anwendungsfälle für tokenisierte Sicherheiten auf demselben Canton Network für US-Staatsanleihen untersucht. Die JSCC war 2024 der erste internationale Teilnehmer an der „Digital Launchpad“-Sandbox der DTCC, und beide Organisationen verfassten gemeinsam mit JPX, der Muttergesellschaft der JSCC, eine Studie zu diesem Thema.

JGBs werden von institutionellen Anlegern weltweit als hochwertige zulässige Sicherheiten gehalten. Sie auf den Märkten für digitale Vermögenswerte zugänglich und liquide zu halten, ist eine erklärte Priorität der japanischen Finanzaufsichtsbehörden. Im Rahmen des PoC wird auch geprüft, ob interne Regeln und Vorschriften der einzelnen Institute geändert werden müssen, um die Kommerzialisierung zu unterstützen. Ein Datum für die kommerzielle Einführung steht noch nicht fest, und die Teilnehmer erklären, dass weitere Schritte von den Ergebnissen der Testphase abhängen werden.

Mizuho und Nomura sind separat an anderen Initiativen des JFSA-Zahlungsinnovationsprojekts beteiligt, darunter ein Pilotprojekt zur Wertpapierabwicklung auf Basis von Stablecoins. Diese parallelen Aktivitäten spiegeln wider, wie Japans große Finanzinstitute unter behördlicher Aufsicht gleichzeitig mehrere Blockchain-Tests durchführen.

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Zu den erwarteten operativen Vorteilen zählen geringere Verwaltungskosten für das Sicherheitenmanagement, weniger manueller Aufwand bei Buchungs- und Substitutionsprozessen sowie eine verbesserte Koordination zwischen japanischen Staatsanleihen (JGBs) und digital-nativen Vermögenswerten, die von denselben Instituten gehalten werden.

Die Ergebnisse des PoC werden dazu dienen, zu bewerten, welche regulatorischen Anpassungen, Systemaktualisierungen und Regeländerungen vor einer kommerziellen Einführung erforderlich wären. Der Test garantiert zwar kein marktreifes Produkt, stellt jedoch den direktesten Schritt dar, den Japans Clearing- und Bankensektor in Richtung einer On-Chain-Verwaltung von Staatsanleihen als Sicherheiten unternommen hat.

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