Polymarket erklärte am Montag, es habe eine Klage auf Bundesebene gegen Massachusetts eingereicht, mit der Argumentation, dass nur Bundesregulierungsbehörden – nicht einzelne Staaten – die Befugnis über dessen ereignisbasierte Vorhersagemärkte haben.
Polymarket verklagt Massachusetts und behauptet, dass den Staaten die Autorität über Vorhersagemärkte fehlt

Polymarket sucht Bundesentscheid zur Blockierung der Durchsetzung durch Massachusetts
Der Chefsyndikus von Polymarket, Neal Kumar, offenbarte die Klage in einem Beitrag auf X und erklärte, dass das Unternehmen versucht, Massachusetts daran zu hindern, staatliche Glücksspielgesetze gegen seine Plattform durchzusetzen. Die Klage wurde beim US-Bezirksgericht für den Distrikt Massachusetts eingereicht, wobei staatliche Beamte als Beklagte aufgeführt sind.
„Heute haben wir eine Klage vor einem Bundesgericht gegen Massachusetts eingereicht. Der Kongress hat der CFTC, nicht den Staaten, die ausschließliche Befugnis über Ereignisverträge erteilt“, schrieb Kumar. „Dies sind nationale Märkte mit kritischen Fragen, die vor einem Bundesgericht geklärt werden müssen.“
Kumar fügte hinzu, dass Bemühungen auf Landesebene, Vorhersagemärkte einzuschränken, das Bundesrecht nicht außer Kraft setzen. „Sich vor ein Staatsgericht zu beeilen, um Polymarket US und andere Vorhersagemärkte zu schließen, ändert das Bundesrecht nicht – und Staaten wie MA und NV, die dies getan haben, verpassen eine erstaunliche Gelegenheit, Märkte für morgen aufzubauen“, sagte er.
Kumar fügte hinzu:
„Wie immer begrüßen wir den Dialog mit anderen Staaten, während die Bundesgerichte diese wichtigen Themen prüfen. Wir kämpfen für die Nutzer.“
Der Streit dreht sich darum, ob die von Polymarket angebotenen ereignisbasierten Verträge ausschließlich unter die Zuständigkeit der US-Behörde für Handelswaren-Futures-Kommission (CFTC) fallen oder ob sie auch von Staaten reguliert werden können als Formen des Glücksspiels. Polymarket argumentiert, dass das Gesetz über den Warenhandel der CFTC die alleinige Befugnis über solche Märkte verleiht.
Regulierungsbehörden von Massachusetts, wie Beamte in Nevada, vertreten die Ansicht, dass bestimmte Vorhersageverträge – insbesondere solche, die mit Sportereignissen verbunden sind – unter das unlizenzierte Sportwetten nach staatlichem Recht fallen. Diese Regulierungsbehörden sagen, dass eine staatliche Aufsicht notwendig ist, um den Verbraucherschutz und die Glücksspielbeschränkungen durchzusetzen.
Die Klage folgt auf jüngste Gerichtsverfahren, die die konkurrierende Plattform Kalshi betreffen. Anfang dieses Monats hielt ein Richter in Massachusetts eine einstweilige Verfügung aufrecht, die Kalshi verpflichtet, Einwohner von Massachusetts vom Zugriff auf sportbezogene Verträge auszuschließen, und wies das Argument des Unternehmens zurück, dass das Bundesrecht die Durchsetzung auf staatlicher Ebene ausschließe.
Die Klage von Polymarket zielt auf ein Feststellungsurteil ab, das die bundesstaatliche Vorherrschaft bestätigt, und auf eine einstweilige Verfügung, die Massachusetts daran hindert, seine Glücksspielgesetze auf die Plattform anzuwenden. Das Unternehmen behauptet, dass seine Märkte national geprägt sind und nicht unter einem Flickenteppich von staatlich unterschiedlichen Regeln funktionieren können.
Vorhersagemärkte ermöglichen es Benutzern, Verträge basierend auf den Ergebnissen realer Ereignisse zu kaufen und zu verkaufen, einschließlich Wahlen, wirtschaftlicher Daten und Sport. Betreiber argumentieren, dass diese Verträge als finanzielle Derivate fungieren, während staatliche Regulierungsbehörden sagen, sie ähnelten traditionellen Wettprodukten.
Der rechtliche Konflikt spiegelt eine breitere nationale Debatte darüber wider, wie Vorhersagemärkte reguliert werden sollen, wenn sie an Popularität gewinnen. Staaten betonen ihre langjährige Autorität über Glücksspiel, während Marktbetreiber geltend machen, dass der Kongress eine einheitliche bundesstaatliche Aufsicht beabsichtigt habe.
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Ein Urteil zugunsten von Polymarket könnte die bundesstaatliche Kontrolle stärken und die staatliche Intervention in den gesamten USA einschränken. Ein Sieg für Massachusetts könnte jedoch andere Staaten ermutigen, Beschränkungen zu verhängen oder das Geofencing zu verlangen, wodurch das Operieren von Vorhersagemärkten im Inland neu gestaltet würde.
Der Fall fügt sich in eine wachsende Liste von Bundes- und Staatsgerichtssachen ein, die letztlich bestimmen könnten, ob Vorhersagemärkte hauptsächlich als Finanzinstrumente oder als eine Form des Glücksspiels behandelt werden, die der lokalen Kontrolle unterliegt.
FAQ ❓
- Warum verklagt Polymarket Massachusetts?
Das Unternehmen argumentiert, dass das Bundesgesetz die exklusive Autorität über Ereignisverträge der CFTC zuweist, nicht den einzelnen Staaten. - Was argumentiert Massachusetts?
Staatliche Beamte sagen, dass bestimmte Vorhersagemarktverträge unerlaubtes Sportwetten nach staatlichem Recht darstellen. - Wie betrifft dies die Benutzer?
Das Ergebnis könnte darüber bestimmen, ob Benutzer staatlichen Zugangsbeschränkungen oder einer landesweiten Verfügbarkeit gegenüberstehen. - Sind andere Staaten an ähnlichen Streitigkeiten beteiligt?
Ja, Regulierungsbehörden in Staaten wie Nevada haben ähnliche Maßnahmen gegen Vorhersagemarktplattformen ergriffen.




