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Krypto-Beschlagnahmungen in Brasilien steigen 2025 um 600 % auf 14 Millionen Dollar

Laut lokalen Medienberichten hat die Nutzung von Kryptowährungen für illegale Zwecke in Brasilien sprunghaft zugenommen, wobei kriminelle Gruppen diese zur Geldwäsche missbrauchen. Der entsprechende Betrag belief sich auf 71 Millionen Reais (fast 14 Millionen US-Dollar) von insgesamt 505 Milliarden Reais (100 Milliarden US-Dollar), die im Jahr 2025 in Brasilien im Umlauf waren.

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Krypto-Beschlagnahmungen in Brasilien steigen 2025 um 600 % auf 14 Millionen Dollar

Wichtige Erkenntnisse

  • Die brasilianische Bundespolizei beschlagnahmte 14 Millionen US-Dollar an illegalen Kryptowährungen, was einer Versechsfachung gegenüber den Zahlen von 2024 entspricht.
  • Chainalysis stellt fest, dass diese 14 Millionen US-Dollar nur einen winzigen Bruchteil der 100 Milliarden US-Dollar an Kryptowährungen ausmachen, die auf dem brasilianischen Markt im Umlauf sind.
  • Um diese Mängel zu beheben, stützt sich die brasilianische Zentralbank auf die Resolution BCB 520, um künftige Marktverbrechen einzudämmen.

Brasilien verzeichnet starken Anstieg bei Beschlagnahmungen illegaler Kryptowährungen

Brasilien, einer der größten Kryptowährungsmärkte der Welt, hat seine Aufsicht über Kryptowährungsverbrechen verschärft, was zur Beschlagnahmung großer Mengen digitaler Vermögenswerte geführt hat, die für illegale Zwecke verwendet wurden.

Laut Daten von Valor Econômico wurden im Zusammenhang mit Straftaten Kryptowährungen im Wert von über 71 Millionen Reais (fast 14 Millionen US-Dollar) beschlagnahmt – das Sechsfache der im Jahr 2024 beschlagnahmten Summe.

Im vergangenen Jahr kamen zwei hochkarätige Fälle ans Licht, bei denen die Bundespolizei in beiden Fällen Bitcoins und an den Dollar gekoppelte Stablecoins beschlagnahmte. Der erste Fall steht im Zusammenhang mit einem Hackerangriff auf ein Bankensystem, bei dem Pix und Kryptowährungen als Ausgabekanal für einen Teil der abgezweigten 180 Millionen US-Dollar genutzt wurden.

Der zweite Fall betraf eine Organisation, die Hunderte Millionen in Verbindung mit dem brasilianischen sogenannten „Bitcoin-Pharao“, Glaidson Acácio dos Santo, gewaschen hat, der über Gas Consultoria, eine Kryptowährungs-Investitionsplattform, eines der größten Kryptowährungs-Ponzi-Schemas in Brasilien betrieb.

Auch andere kriminelle Gruppen sollen Kryptowährungen zur Geldwäsche nutzen, darunter das Primeiro Comando da Capital (PCC) und das Comando Vermelho (CV). Der Hauptanwendungsfall von Kryptowährungen für diese Gruppen besteht darin, Überweisungen über alternative digitale Netzwerke zu tätigen und die Herkunft dieser Gelder vor den brasilianischen Behörden zu verschleiern.

Dennoch ist die Zahl, auch wenn sie dramatisch gestiegen ist, immer noch relativ gering. Im gleichen Zeitraum waren in Brasilien Kryptowährungen im Wert von 505 Milliarden Reais (100 Milliarden US-Dollar) im Umlauf, wobei es keinen Maßstab gibt, um festzustellen, ob diese Gelder für kriminelle Zwecke verwendet wurden.

Drey Dias, kaufmännischer Leiter von Chainalysis, erklärte, dass das brasilianische System bei Ermittlungen im Bereich digitaler Vermögenswerte nach wie vor vor Herausforderungen stehe. Dies führe zu Problemen bei der Kennzeichnung von Wallets, die in diese Fälle verwickelt seien. „Die Geheimhaltung rund um Ermittlungen zu diesem Thema behindert diese Arbeit ebenfalls“, schloss er.

Im vergangenen Jahr erließ die brasilianische Zentralbank die Resolution BCB 520, die die Anforderungen an Anbieter von Dienstleistungen im Bereich virtueller Vermögenswerte hinsichtlich Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung verschärfte.

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