Das DOJ schloss Gotbit in einem umfassenden Durchgreifen, beschlagnahmte 23 Millionen Dollar in Kryptowährungen und deckte jahrelanges falsches Handelsvolumen auf, das Investoren und Plattformen irreführte.
Gotbit zur Auflösung angeordnet, nachdem DOJ $23M in Krypto beschlagnahmt hat

DOJ zwingt Marktmanipulator Gotbit zur Schließung
Das US-Justizministerium (DOJ) gab am 13. Juni bekannt, dass Gotbit Consulting LLC, ein finanzorientiertes Unternehmen mit Sitz in Russland und Portugal, verurteilt wurde, weil es in einem langjährigen betrügerischen Schema zur Erfindung von Marktaktivitäten verwickelt war. Die Urteilsverkündung, die vor einem Bundesgericht in Boston erfolgte, verpflichtet Gotbit zur Auflösung und Beendigung aller Aktivitäten in den nächsten fünf Jahren. Das Unternehmen musste ebenfalls eine erhebliche Menge an digitalen Vermögenswerten abgeben. Laut DOJ:
Im Rahmen der strafrechtlichen Einigung wurde Gotbit aufgefordert, insgesamt etwa 23 Millionen Dollar an beschlagnahmten Kryptowährungen zu verzichten. Das Gericht verurteilte Gotbit außerdem zu einer fünfjährigen Bewährungszeit, in der Gotbit aufhören muss zu existieren oder zu operieren.
Der Gründer und CEO des Unternehmens, Aleksei Andriunin, 26 Jahre alt, wurde zu acht Monaten Gefängnis und einem Jahr überwachten Freigangs verurteilt. Er hatte sich zuvor im März der Drahtseilbetrug- und Verschwörungsvorwürfe schuldig bekannt. Andriunin wurde nach seiner Festnahme in Portugal im Oktober 2024 an die USA ausgeliefert.
Das DOJ enthüllte, dass Gotbits Kerngeschäft zwischen 2018 und 2024 darin bestand, Token-Aktivitätsmetriken zu manipulieren, um die Nachfrage auf dem Markt zu erhöhen. Die Manipulation konzentrierte sich auf Wash-Trading-Techniken, bei denen Handelsvolumen simuliert wird, indem dieselben Vermögenswerte wiederholt über verschiedene Konten gekauft und verkauft werden. In einem früheren Interview erklärte Andriunin, wie sein Code den Kunden half, auf reichweitenstarken Plattformen wie CoinMarketCap gelistet zu werden und Zugang zu größeren Börsen zu erhalten.
Bundesstaatsanwälte betonten das Ausmaß des Fehlverhaltens und wiesen auf Gotbits Arbeit mit Kunden wie Robo Inu und Saitama hin – Unternehmen, deren Führungskräfte mit separaten Anklagen konfrontiert sind. Die Praktiken der Firma umfassten den Handel mit Kryptowährungen in Mustern, die entwickelt wurden, um die Erkennung zu umgehen und gleichzeitig legitime Aktivitäten zu simulieren. Eine Erklärung des DOJ hob das Ausmaß der Operation hervor:
Gotbit führte im Namen von Kunden Wash-Trades in Millionenhöhe durch und erhielt Zahlungen in Höhe von Dutzenden von Millionen Dollar von Kunden.
Gotbit ist das dritte Unternehmen im Bereich der digitalen Vermögenswerte, das als Teil einer breiteren Durchgreifaktion bestraft wird, nachdem zuvor gegen Mytrade und CLS Global vorgegangen wurde. Ein damit verbundener Zivilfall der Securities and Exchange Commission ist noch anhängig.




