Die Europäische Union erwägt ein generelles Verbot aller Kryptowährungstransaktionen mit Russland und argumentiert, dies sei wirksamer als die gezielte Bekämpfung einzelner Plattformen, die zur Umgehung von Sanktionen genutzt werden.
EU erwägt generelles Verbot von Kryptotransaktionen mit Russland

Wende hin zu einem umfassenden Krypto-Verbot
Die Europäische Union (EU) erwägt ein umfassendes Verbot aller Kryptowährungstransaktionen mit Russland als Teil neuer Sanktionen, die darauf abzielen, alternative Finanzkanäle zu unterbinden, die Moskau dabei geholfen haben, bestehende Beschränkungen zu umgehen. Beamte argumentieren, dass ein generelles Verbot wirksamer wäre als gezielte Maßnahmen gegen einzelne russische Unternehmen, die aus bereits sanktionierten Plattformen hervorgegangen sind.
Laut der Financial Times, die sich auf ein internes Dokument der Europäischen Kommission beruft, glaubt Brüssel, dass solche Unternehmen dazu genutzt werden, den Handel mit Gütern zu erleichtern, die den Krieg Russlands in der Ukraine unterstützen. Die Kommission argumentiert, dass es nicht ausreicht, einzelne Kryptodienstleister einfach auf eine schwarze Liste zu setzen. „Jede weitere Aufnahme einzelner Kryptodienstleister in die Liste dürfte daher zur Gründung neuer Unternehmen führen, um diese Listen zu umgehen“, heißt es in dem Dokument. „Um sicherzustellen, dass die Sanktionen ihre beabsichtigte Wirkung erzielen,[the EU]verbietet die Kommission die Zusammenarbeit mit Krypto-Asset-Dienstleistern oder die Nutzung von Plattformen, die den Transfer und den Austausch von in Russland ansässigen Krypto-Assets ermöglichen.“ Die
Kommission hatte gehofft, vor dem 24. Februar – dem Jahrestag der vollständigen Invasion Russlands in der Ukraine – eine Einigung zu erzielen. Allerdings haben mindestens drei Mitgliedstaaten Widerstand signalisiert, sodass ein Konsens unwahrscheinlich ist. Andere Länder warnen, dass ein solches Verbot lediglich zu einer Verlagerung des Geschäfts auf außereuropäische Anbieter führen könnte.
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Über das vorgeschlagene generelle Verbot von Kryptotransaktionen hinaus hat die Kommission auch vorgeschlagen, den Export sogenannter Güter mit doppeltem Verwendungszweck nach Kirgisistan zu verbieten, wo der Handel mit Russland seit 2022 stark zugenommen hat. Der EU-Sanktionsbeauftragte David O'Sullivan wird voraussichtlich noch in diesem Monat Kirgisistan besuchen, um seine Besorgnis darüber zum Ausdruck zu bringen, dass das zentralasiatische Land dazu genutzt wird, Moskau bei der Umgehung von Restriktionen zu helfen.
FAQ ❓
- Was schlägt die EU vor? Die Europäische Kommission will ein generelles Verbot aller Kryptotransaktionen mit Russland.
- Warum werden Krypto-Plattformen ins Visier genommen? Brüssel argumentiert, dass russische Unternehmen diese nutzen, um Sanktionen zu umgehen und den Krieg in der Ukraine zu finanzieren.
- Welche Vermögenswerte stehen im Fokus? Die Vorschläge heben die russische Zahlungsplattform A7, die Stablecoin A7A5 und den digitalen Rubel hervor.
- Wie passt Kirgisistan ins Bild? Die EU plant außerdem, Dual-Use-Exporte nach Kirgisistan zu beschränken, das als Drehscheibe für die Umgehung von Sanktionen gilt.




