Coinbase Global, Inc. und seine Führungskräfte stehen einer Sammelklage gegenüber, die ihnen vorwirft, Compliance-Fehler und Datensicherheitsrisiken zu verschleiern, die zu Verlusten der Aktionäre führten, laut einer am Donnerstag beim Bundesgericht in Pennsylvania eingereichten Beschwerde.
Coinbase wegen angeblicher Offenlegungsausfälle und Datenpanne mit Sammelklage konfrontiert

Sammelklage behauptet, Coinbase habe Investoren in die Irre geführt
Der Investor Brady Nessler reichte die Klage beim U.S. District Court für den östlichen Distrikt von Pennsylvania im Namen der Käufer von Coinbase-Wertpapieren zwischen April 2021 und Mai 2025 ein. Die Beschwerde beschuldigt die Kryptobörse, gegen Bundeswertpapiergesetze verstoßen zu haben, indem sie wesentliche Risiken in Bezug auf die Verstöße gegen die Geldwäschekontrollen (AML) und Cybersicherheitsanfälligkeiten ihrer britischen Tochtergesellschaft nicht offengelegt hat.
Die Klage konzentriert sich auf Coinbases Tochtergesellschaft CB Payments Ltd. (CBPL), die Sammelklage besagt, dass britische Regulierungsbehörden im Juli 2024 mit £3.5 Millionen ($4.5 Millionen) bestraft wurden, weil sie wiederholt eine Vereinbarung von 2020 mit der Financial Conduct Authority (FCA) verletzt haben. Die FCA behauptete, dass CBPL zwischen 2020 und 2023 13,416 risikogeneigte Kunden aufgenommen habe, was $226 Millionen in Krypto-Transaktionen trotz bekannter Compliance-Lücken ermöglichte.
Coinbase enthüllte diese Verstöße nicht in den Einreichungen bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC, so die Klage. Zudem führt die Beschwerde einen Datenverstoß im Mai 2025 an, der angeblich ausländische Auftragnehmer betraf, die bestochen wurden, um Kundendaten zu stehlen, darunter Namen und teilweise Sozialversicherungsnummern. Coinbase bestätigte den Verstoß in einer SEC-Einreichung, erklärte jedoch, dass es eine Forderung nach einem Lösegeld in Höhe von $20 Millionen ablehnte.
Die Klage besagt, dass Coinbases Aktien am 25. Juli 2024 nach der Bekanntgabe der FCA-Strafe um 5.5% fielen und am 15. Mai 2025 nach der Offenlegung des Verstoßes um 7.2%, wodurch Milliarden an Marktwert verloren gingen. Die Klage fordert Schadensersatz für Investoren, die Aktien zu „künstlich überhöhten Preisen“ kauften.
Die Kläger verlangen eine Geschworenenverhandlung und eine Klassenzertifizierung. Rechtsexperten sagen, dass der Fall davon abhängen könnte, ob Coinbases Risikohinweise die bekannten betrieblichen Mängel ausreichend behandelten. In der Klage sind sowohl Coinbases Alesia Haas, Chief Financial Officer, als auch Brian Armstrong, der Chief Executive Officer des Unternehmens, als Angeklagte benannt. Die rechtliche Vertretung von Nessler erfolgt durch die Anwaltskanzleien Edelson Lechtzin LLP und Herman Jones LLP.




