Eine neue Studie hat ergeben, dass 16 aktuelle Blockchains Protokoll-basierte Einfrierungsfähigkeiten besitzen, die es Stiftungen oder Governance-Gruppen ermöglichen, spezifische Adressen zu blockieren, wobei 19 weitere möglicherweise in der Lage sind, das Einfrieren in der Zukunft zu unterstützen.
Bybit-Studie: 16 Blockchains haben Protokoll-Ebene-Fähigkeiten zur Einfrierung von Geldern

Drei Methoden zur Identifizierung des Einfrierens von Geldern
Eine kürzlich von Bybit durchgeführte Studie zeigt, dass 16 Blockchains derzeit Protokoll-basierte Einfrierungsfähigkeiten haben, die es Stiftungen oder Governance-Gruppen ermöglichen, spezifische Adressen zu blockieren. Zusätzlich könnten 19 Blockchains in Zukunft das Einfrieren unterstützen.
Die Forschung identifizierte drei unterschiedliche Methoden zum Einfrieren von Geldern: festcodiertes Einfrieren, auf Konfigurationsdateien basiertes Einfrieren und Einfrieren durch On-Chain-Smart-Contracts. Fünf Protokolle—BNB Chain, Chiliz, XDC, Viction (VIC) und Vechain—wurden als nutzende festcodiertes Einfrieren identifiziert. Vechain implementierte dies erstmals nach dem Hack im Dezember 2019, bei dem Token im Wert von 6,6 Millionen Dollar gestohlen wurden.
BNB Chain folgte 2022 nach einem Cross‑Chain-Bridge-Exploit, der es Angreifern ermöglichte, 2 Millionen BNB-Token zu prägen. In beiden Fällen wurde das Einfrieren verwendet, um zu verhindern, dass gestohlene Gelder bewegt werden. Der Forschungsbericht von Bybit stellt fest, dass der Hauptvorteil des Einfrierens die schnelle Minderung von finanziellem Schaden ist.
„Der primäre Vorteil der Einfrierfähigkeit ist die schnelle Behebung finanzieller Schäden an einem Ökosystem. Dies wird erreicht, indem Angreifer daran gehindert werden, gestohlene Vermögenswerte durch Validatoren und das Stiftungsteam zu bewegen oder zu liquidieren“, heißt es im Studienbericht.
Laut dem Bericht verwenden zehn Blockchains eine auf Konfigurationsdateien basierende Methode, im Wesentlichen eine private schwarze Liste, die in lokalen Konfigurationsdateien verwaltet wird, die nur für Validatoren und Kernentwickler zugänglich sind. Nach einem großen Hack im Mai nutzte Cetus diesen Ansatz, indem es Angreiferadressen zu seinen Konfigurationsdateien hinzufügte und Knoten neu startete, wodurch diese Adressen effektiv daran gehindert wurden, Transaktionen zu signieren. Nur eine Blockchain, HECO, wurde identifiziert, die die Methode des Einfrierens durch On-Chain-Smart-Contracts nutzt.
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Die Studie erkennt an, dass diese Praktiken eine Debatte über die Dezentralisierung ausgelöst haben. Kritiker argumentieren, dass solche Maßnahmen die Ethik der Blockchain gefährden, während Befürworter die zig Millionen Dollar an wiederhergestellten Vermögenswerten als Beweis für ihre Notwendigkeit hervorheben.
FAQ
- Welche Blockchains können Gelder einfrieren? Bybit fand 16 Blockchains mit Protokoll-basiertem Einfrieren, und 19 weitere könnten es hinzufügen.
- Welche Methoden werden verwendet? Festcodiertes Einfrieren, auf Konfigurationsdateien basierende schwarze Listen und Einfrieren durch On-Chain-Smart-Contracts wurden identifiziert.
- Warum ist Einfrieren weltweit wichtig? Es hilft Ökosystemen, schnell Angreifer daran zu hindern, gestohlene digitale Vermögenswerte zu bewegen oder zu liquidieren.
- Welche Debatte löst dies aus? Kritiker sehen im Einfrieren eine Zentralisierung, während Befürworter auf weltweit wiederhergestellte Millionen verweisen.




