Die zunehmende Akzeptanz von Stablecoins und die sich schnell entwickelnden Blockchain-Märkte entfachen einen dringenden Anstoß für eine umfassende Neugestaltung der globalen Bankkapitalregeln, da die regulatorische Fragmentierung zunimmt und der Druck, Rahmenbedingungen zu modernisieren, bevor die Integration digitaler Vermögenswerte die Aufsicht überholt, steigt.
Baseler Machtkampf verschärft sich, da Stablecoin-Dynamik ein schnelles Umdenken erzwingt

Globalen Krypto-Kapitalregeln steht zunehmender Druck gegenüber
Eine sich ausweitende politische Spaltung darüber, wie Banken mit Krypto-Exposition umgehen, beschleunigt die Rufe nach einer Überarbeitung. Erik Thedéen, Gouverneur der Sveriges Riksbank und Vorsitzender des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht, teilte am 19. November in einem Interview mit der Financial Times mit, dass die globalen Kapitalregeln für Krypto angesichts divergierender regulatorischer Positionen überarbeitet werden müssen.
„Was passiert ist, war ziemlich dramatisch“, erklärte er und fügte hinzu:
Dieser sehr starke Anstieg bei Stablecoins und wie viele Vermögenswerte sich in diesem System befinden, erfordert einen anderen Ansatz.
Der schwedische Zentralbanker erweiterte den Wandel in der Marktstruktur. „Der Fokus lag damals sehr stark auf den Bitcoins dieser Welt“, erklärte er und betonte: „Jetzt redet natürlich jeder über Stablecoins. Sind erlaubnislose Register so riskant, wie wir dachten? Oder gibt es ein Argument, dass wir dies anders betrachten können? Wir müssen anfangen zu analysieren. Aber wir müssen dabei ziemlich schnell sein.“
Seine Äußerungen fallen mit der Ablehnung der 1.250%-Risiko-Gewichtung für erlaubnislose Blockchain-Assets durch die US-Notenbank zusammen, während die Bank of England sich vom Rahmenwerk löste und die EU nur teilweise Elemente übernahm. Diese Entscheidungen unterstreichen eine zunehmend fragmentierte Landschaft, da der Stablecoin-Markt sich 300 Milliarden Dollar nähert und immer stärker in Zahlungs- und Finanzierungsströme integriert wird.
Weiterlesen: Basel-Studie zeigt, dass die weltweit größten Banken 9 Milliarden in Krypto-Assets exponiert sind
Thedéen erkannte an, dass es schwierig sein wird, Regulierer zu harmonisieren, da Banken warnen, dass die derzeitige Kapitalbehandlung sie davon abhalten würde, Krypto-Verwahrung, Handelsunterstützung und tokenisierte Vermögensdienstleistungen anzubieten. Finanzgruppen argumentieren, dass solche Barrieren die digitale Vermögensaktivität in weniger regulierte Bereiche verlagern könnten, was die Transparenz verringert und die Aufsicht schwächt. Pro-Krypto-Analysten argumentieren jedoch, dass die Integration von Stablecoins und tokenisierten Vermögenswerten in bankregulierte Bilanzstrukturen das Liquiditätsmanagement stärken, Offenlegungsstandards verbessern und die institutionelle Beteiligung erweitern könnte, vorausgesetzt, die Kapitalanforderungen sind kalibriert und nicht prohibitiv.
FAQ ⏰
- Warum sind globale Regulierer bei Krypto-Kapitalregeln gespalten?
Regulierer divergieren, weil der schnelle Anstieg von Stablecoins und unterschiedliche Ansichten über Risiken bei erlaubnislosen Blockchains zu widersprüchlichen nationalen Ansätzen geführt haben. - Was hat die erneute Debatte über die Aufsicht von Stablecoins ausgelöst?
Das beschleunigte Wachstum des Stablecoin-Marktes hat den Druck erhöht, veraltete Bankrahmenwerke zu aktualisieren. - Wie behandeln die US-amerikanischen und europäischen Behörden erlaubnislose Blockchain-Assets?
Die US-Notenbank lehnte die 1.250%-Risiko-Gewichtung von Basel ab, während die EU und das Vereinigte Königreich teilweise oder alternative Ansätze übernommen haben. - Warum lehnen Banken die aktuelle Kapitalbehandlung für Krypto ab?
Banken argumentieren, dass die Anforderungen so restriktiv sind, dass sie sie daran hindern könnten, Verwahrungs-, Handels- und tokenisierte Vermögensdienstleistungen anzubieten, was die Aktivität in weniger regulierte Bereiche verlagern könnte.




