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3 mögliche Wege: Kraken skizziert Szenarien unter der Führung von Warsh, die Kryptowährungen aus dem Kursbereich drängen könnten

Die Erwartungen an die Geldpolitik hängen zunehmend von einem möglichen Führungswechsel bei der Federal Reserve ab, was erhebliche Auswirkungen auf die Liquidität und Risikoanlagen hat. Der Chefökonom von Kraken skizzierte Szenarien, die die Kryptomärkte bei unterschiedlich starker geldpolitischer Lockerung neu gestalten könnten. Die wichtigsten Erkenntnisse:

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3 mögliche Wege: Kraken skizziert Szenarien unter der Führung von Warsh, die Kryptowährungen aus dem Kursbereich drängen könnten
  • Kraken skizziert drei Fed-Szenarien, die die Richtung des Kryptomarktes bestimmen könnten.
  • Von Warsh angeführte politische Kurswechsel könnten die Liquidität ankurbeln und Risikoanlagen insgesamt beflügeln.
  • Die Märkte warten auf die Anhörung im Senat und Signale der Fed, um den geldpolitischen Kurs zu bestätigen.

Ein Wechsel in der Federal Reserve könnte Risikoanlagen neu ausrichten

Die geldpolitischen Erwartungen für 2026 hängen zunehmend von einem möglichen Führungswechsel bei der US-Notenbank ab, was Auswirkungen auf Kryptowährungen und Risikoanlagen im weiteren Sinne hat. Thomas Perfumo, Chefökonom bei Kraken, skizzierte am 15. April drei unterschiedliche Szenarien unter einer von Kevin Warsh geführten Zentralbank. Jeder dieser Wege ist mit unterschiedlichen Graden der geldpolitischen Lockerung und unterschiedlichen Liquiditätsbedingungen verbunden, was die Positionierung der Anleger beeinflusst. Perfumo betonte die Unsicherheit hinsichtlich dieser Ergebnisse und erklärte:

„Die nächsten Monate sind reich an Katalysatoren, die zeigen werden, welches der oben aufgeführten Szenarien am wahrscheinlichsten ist.“

Er erklärte, dass Händler mehrere kurzfristige Signale im Auge behalten sollten, darunter die Anhörung zur Nominierung von Warsh am 21. April, bei der sich die Fragen möglicherweise auf seine Unabhängigkeit und frühere politische Äußerungen konzentrieren werden. Der Ökonom wies zudem auf Entwicklungen in der Untersuchung der Federal Reserve hin, darunter die Erwartung, dass die Behörden gegen die gerichtliche Ablehnung von Vorladungen Berufung einlegen könnten. Weitere Indikatoren sind die FOMC-Pressekonferenz am 17. Juni und die Ankündigung der Schatzanweisungen am 6. Mai, wobei eine verstärkte Ausrichtung auf kurzfristige Emissionen auf Erwartungen niedrigerer künftiger Zinsen hindeuten könnte.

Präsident Donald Trump nominierte Warsh am 4. März offiziell als nächsten Vorsitzenden der Federal Reserve und positionierte den ehemaligen Gouverneur des Federal Reserve Board als Nachfolger von Jerome Powell, dessen Amtszeit am 15. Mai abläuft. Die Nominierung liegt nun dem Bankenausschuss des Senats vor, wobei eine Anhörung zur Bestätigung Berichten zufolge für den 21. April angesetzt ist, nach einer kurzen Verzögerung aufgrund von Unterlagen zur Offenlegung der Finanzen. Der Prozess hat sich verkompliziert, nachdem Senator Thom Tillis erklärte, er beabsichtige, die Bestätigung zu blockieren, bis eine Untersuchung des Justizministeriums gegen Powell abgeschlossen ist. Warsh gilt seit langem als „Falken“, doch seine jüngste Unterstützung für Zinssenkungen, die mit Produktivitätsgewinnen durch künstliche Intelligenz zusammenhängt, hat die Einschätzung seiner geldpolitischen Haltung durch den Markt nuanciert.

Warsh-Szenarien deuten auf Liquiditäts- und Inflationsrisiken hin

Der Chefökonom von Kraken merkte an:

„Das erste Szenario ist eine Fortsetzung des Status quo, auf das sich die Markterwartungen offenbar stützen.“

Dieses Basisszenario, das als „The Grind“ bezeichnet wird, spiegelt eine Kontinuität der Politik wider. Bei diesem Ausgang bleiben die Zinssätze bis Ende 2026 im Bereich von 3,25 % bis 3,75 %, abhängig von gedämpften Inflationsdaten in der zweiten Jahreshälfte. Die Bilanzpolitik könnte eine moderate Ausweitung durch fortgesetzte Käufe von Schatzwechseln beinhalten, was den aktuellen Maßnahmen entspricht. Die Kryptomärkte dürften in diesem Umfeld weiterhin in einer engen Bandbreite verharren, wobei Ausbrüche in erster Linie durch sektorspezifische Entwicklungen und weniger durch makroökonomische Liquiditätsverschiebungen getrieben werden. Über das Basisszenario hinaus führen zwei alternative Szenarien zu einer akkommodierenderen Dynamik. Das „Soft Pivot“-Szenario sieht vor, dass Warsh bestätigt wird und zwei bis drei Zinssenkungen um insgesamt bis zu 75 Basispunkte einleitet, wodurch der Zielkorridor nach unten verschoben wird. Die Bilanzpolitik bleibt relativ stabil, obwohl sich die Anleihekäufe als sanfte Form der Zinskurvensteuerung möglicherweise auf Staatsanleihen mit längerer Laufzeit verlagern könnten. Ein aggressiveres Szenario mit der Bezeichnung „Run It Hot“ kombiniert schnellere Zinssenkungen mit einer lockeren Bilanzpolitik und regulatorischen Anpassungen zur Stimulierung der Liquidität. Diese Szenarioanalyse unterstreicht, wie Abweichungen von den aktuellen Erwartungen die Kapitalströme in Aktien und digitale Vermögenswerte erheblich beeinflussen könnten.

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