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World Liberty Financial droht Tron-Gründer Justin Sun mit einer Klage, nachdem der Streit um die eingefrorenen Token öffentlich geworden ist

World Liberty Financial (WLFI) drohte am Sonntag öffentlich mit rechtlichen Schritten gegen Tron-Gründer Justin Sun, woraufhin Sun das Team aufforderte, sich zu identifizieren und Rechenschaft über das abzulegen, was er als heimliche Kontrolle über Anlegergelder bezeichnete. Die wichtigsten Punkte:

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World Liberty Financial droht Tron-Gründer Justin Sun mit einer Klage, nachdem der Streit um die eingefrorenen Token öffentlich geworden ist
  • World Liberty Financial drohte Justin Sun am 12. April 2026 öffentlich mit rechtlichen Schritten und warf dem 75-Millionen-Dollar-WLFI-Investor Fehlverhalten und das wiederholte Ausnutzen von Opfern vor.
  • Sun konterte und forderte die WLFI-Teammitglieder auf, sich zu den angeblich geheimen Smart-Contract-Kontrollen zu bekennen, mit denen seine Token seit September 2025 eingefroren wurden.
  • Angesichts sinkender WLFI-Token-Preise signalisieren beide Seiten nun eine formelle Eskalation auf rechtlicher Ebene.

Justin Sun fordert WLFI-Team auf, sich zu identifizieren, nachdem das Projekt mit rechtlichen Schritten gedroht hat

Nach Suns weit verbreiteter Kritik eröffnete WLFI den Austausch auf X und tat Sun als Wiederholungstäter mit einem erkennbaren Muster ab.

„Justins Lieblingsstrategie ist es, die Opferrolle zu spielen und gleichzeitig haltlose Anschuldigungen zu erheben, um sein eigenes Fehlverhalten zu vertuschen“, schrieb das Projekt. „Gleiche Vorgehensweise, anderes Ziel. WLFI ist nicht das erste. Wir haben die Verträge. Wir haben die Beweise. Wir kennen die Wahrheit. Wir sehen uns vor Gericht, Kumpel.“

Sun antwortete direkt und warf die Frage nach der Verantwortlichkeit zurück auf das Projekt. „Wer auch immer sich hinter diesem offiziellen Account versteckt, tritt hervor und gib dich zu erkennen“, schrieb er. „Für jede Maßnahme des WLFI-Teams, heimlich Hintertür-Kontrollen über Nutzervermögen einzubauen, Investorengelder ohne Offenlegung oder ordnungsgemäßes Verfahren einzufrieren und die Krypto-Community als persönlichen Geldautomaten zu behandeln, muss jemand persönlich zur Rechenschaft gezogen werden.“

World Liberty Financial Threatens Tron Founder Justin Sun With Lawsuit as Frozen Token Dispute Goes Public
WLFI-Kurs am 12. April 2026 um 12:40 Uhr Eastern Time.

Der Tron-Gründer investierte ab Ende 2024 Millionen in WLFI-Token, was ihn zum größten bekannten Geldgeber des Projekts machte. Die Beziehung verschlechterte sich im September 2025, nachdem WLFI-Token handelbar wurden und Sun einen Wert von etwa 9 Millionen US-Dollar transferierte. WLFI stufte die Transfers als potenzielles Risiko ein und nutzte eine Smart-Contract-Funktion, um seine Wallet einzufrieren. Sun erklärte, die Transfers seien Testeinzahlungen gewesen.

Zum Zeitpunkt der Sperrung wurde Suns Position auf über 100 Millionen US-Dollar geschätzt. Der WLFI-Token hat seit seiner Einführung erheblich an Wert verloren, wodurch sich der Wert dieser gesperrten Bestände auf 43,45 Millionen US-Dollar verringerte.

WLFI hat die Blacklist-Funktion als Sicherheitsmaßnahme verteidigt und darauf hingewiesen, dass ähnliche Sperrungen für Hunderte von Wallets galten, nicht nur für die von Sun. Sun hat die Funktion selbst als das Problem dargestellt und argumentiert, dass ihre Existenz den Behauptungen des Projekts bezüglich dezentraler Finanzen widerspricht und den Anlegern nie offengelegt wurde.

Der öffentliche Austausch am Sonntag brachte diese gegensätzlichen Positionen zum ersten Mal in diesem Umfang ans Licht, wobei beide Seiten signalisierten, dass sie bereit sind, die Angelegenheit vor Gericht zu bringen. Keine der beiden Seiten hat die in ihren Beiträgen erwähnten Verträge oder Beweise veröffentlicht. Gerichtsakten würden, falls ein Verfahren angestrengt wird, diese Unterlagen in die Akten aufnehmen.

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Die eingefrorenen Token von Sun haben während der gesamten Pattsituation weiter an Wert verloren. Für andere WLFI-Inhaber verstärkt der öffentliche Streit die Unsicherheit hinsichtlich der Unternehmensführung bei einer Investition, die ohnehin schon unter Preisdruck steht. Beide Seiten wenden sich nun ebenso sehr an die Community wie aneinander. Der nächste Schritt, ob rechtlicher oder anderer Art, dürfte schnell erfolgen.

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