Porter Stansberry, Finanzredakteur und Gründer von Marketwise, glaubt, dass der Anstieg von Silber, das einen Bullenmarkt erlebt, tiefere Ursachen hat als nur die Zunahme der nachfragetechnischen Nachfrage. Er verbindet den Anstieg der Preise dieser Rohstoffe mit der bevorstehenden Zerstörung des amerikanischen Bankensystems, die durch die Bewegungen erfahrener Investoren vorhergesagt wird.
Warum steigt Silber? Eine finanzielle Perspektive auf Amerikas Wendepunkt
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Porter Stansberry: Silber steigt, weil das Bankensystem kurz vor dem Zusammenbruch steht
Viele Analysten haben den Anstieg der Silberpreise mit traditionellen Marktdynamiken beschrieben und steigende Technologienachfrage sowie reduzierte Produktionskapazitäten als Ursachen genannt. Der Gründer von Marketwise und Finanzredakteur Porter Stansberry hat das Phänomen jedoch aus einem anderen Blickwinkel betrachtet und es mit einer bevorstehenden Zerstörung des US-Bankensystems verknüpft.
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Stansberry erklärt, dass echte Bankinvestoren wie Warren Buffett und Ray Dalio seit 2020 Bankaktien abbauen und Aktien von Bank of America, UBS, Wells Fargo, JPMorgan und Goldman Sachs im Wert von Millionen Dollar verkaufen. Der Grund für diese Maßnahmen ist ein ein Billion Dollar tiefes Loch in den Bilanzen der Geschäftsbanken.
Er erklärte:
Ein Drittel der Reserven unserer größten Banken ist stark „unter Wasser“. Das liegt daran, dass sie langfristige Anleihen (und Hypotheken) im Wert von 2 Billionen Dollar bei Zinssätzen von etwa 1% gekauft haben.
Laut seiner Analyse ist der Wert dieser Vermögenswerte aufgrund der steigenden Zinssätze gesunken, was zum Fall von Institutionen wie der Silicon Valley Bank, Signature Bank und First Republic Bank führte. Anstatt jedoch das Grundproblem zu lösen, hat die Federal Reserve ein Kreditprogramm beschleunigt, um das Problem zu überbrücken und die Krise hinauszuzögern. Ein Jahr nach der Schließung des Programms müssen diese Kredite zurückgezahlt werden.
Dieses Ereignis könnte große Institute wie die Bank of America versenken, behauptet Stansberry. “Die Bank of America berichtet, dass sie 86 Milliarden Dollar an nicht erkannten ‘mark to market’-Verlusten auf diesem Anleiheportfolio hat. Die Bank hat ein greifbares Eigenkapital (das heißt echtes Eigenkapital) von 200 Milliarden Dollar. Wenn die Zinssätze über 5% steigen, glaube ich, dass das greifbare Eigenkapital der Bank of America ausgelöscht würde”, betonte er.
Allerdings wäre nicht nur die Bank of America gefährdet, sondern das gesamte Finanzsystem müsste versuchen, Kapital zu beschaffen, wenn die Zinssätze weiter steigen, was zu Panikverkäufen führen würde.
Writers’ Meinung: Stansberrys Perspektive, dass Investoren bei einem landesweiten Bankenzusammenbruch Zuflucht in Rohstoffen suchen, ist ziemlich interessant, da sie den Anstieg von Silber und Gold aus einer anderen Perspektive als die klassische zentrale Bank, technikbezogene Nachfrage und Einschränkungen auf der Angebotsseite erklärt. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob die Fed dies geschehen lassen würde, ohne erneut eine Rettungsaktion zu organisieren, um das System zu schützen.
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