Stablecoins, die Kryptowährungen, die an Fiat-Währungen wie den US-Dollar gekoppelt sind, um ihren Wert stabil zu halten, können dennoch scheitern. Mehrere bekannte Beispiele zeigen, dass die Aufrechterhaltung der Stabilität schwieriger ist, als es scheint. Wie also kann etwas, das darauf ausgelegt ist, ‘stabil’ zu sein, ins Wanken geraten?
Warum Stablecoins scheitern: Lektionen aus der Vergangenheit
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Ein historischer Rückblick auf Stablecoin-Abkopplungs-Vorfälle
Es besteht kein Zweifel daran, dass diese Stablecoins sich für Transaktionen als nützlich erwiesen haben, aber ihr Erfolg hängt von mehreren Faktoren ab. Marktvertrauen, Sicherheitenmanagement, Liquidität und Sicherheit sind wesentlich. Wenn eines dieser Elemente schwankt, kann selbst der vielversprechendste Stablecoin abstürzen. Der folgende historische Überblick taucht in mehrere Stablecoin-Projekte ein, die im Laufe der Jahre ins Straucheln geraten sind.
Nehmen Sie zum Beispiel Terrausd (UST). Dieser algorithmische Stablecoin nutzte ein Schwester-Token, luna (LUNA), und einen Algorithmus, um sein Angebot und seine Nachfrage in Einklang zu bringen. Im Mai 2022 führte jedoch ein Massenverkauf zu einer katastrophalen Spirale, die dazu führte, dass UST seine Bindung an den Dollar verlor. Der Zusammenbruch zeigt, dass algorithmische Stablecoins stark vom konstanten Marktvertrauen abhängen. Sobald das Vertrauen schwindet, kann sich das Modell nicht erholen, was zu einer erheblichen Destabilisierung führt.

Ein weiterer Weg, wie Stablecoins scheitern können, ist durch schlecht verwaltete Sicherheiten. Dies geschah im Juni 2021 bei Iron Finance’s IRON Stablecoin. Teilweise durch Kryptos und traditionelle Vermögenswerte gedeckt, verlor IRON seine Bindung, als Marktpanik ausbrach. Große Verkaufsaufträge des Governance-Tokens TITAN der Plattform lösten einen raschen Preisverfall aus. Mit unzureichenden Sicherheiten, um IRON zu stützen, geriet es in eine Abwärtsspirale.
Der Zusammenbruch von HUSD im August 2022 verdeutlicht eine weitere Schwachstelle: Liquiditätsprobleme. Als Market-Maker-Konten geschlossen wurden und die Bankarbeitszeiten nicht übereinstimmten, geriet der Stablecoin in eine Liquiditätskrise. Liquidität ist entscheidend, um große Trades ohne signifikante Preisveränderungen zu absorbieren. Ohne sie kann selbst ein kleiner Verkauf das Marktvertrauen erschüttern und letztlich zu einem Verlust der Bindung der Münze führen.

Zentralisierte Kontrolle birgt eigene Risiken. Wenn zu viel Macht beim Emittenten liegt, können plötzliche politische Änderungen oder finanzielle Schwierigkeiten katastrophale Folgen haben. Dies war der Fall bei Nubit (NBT), einem der frühesten algorithmischen Stablecoins, die 2014 eingeführt wurden. Trotz seines innovativen Ansatzes konnte Nubit mit schlechtem Reservenmanagement und Panikverkäufen nicht umgehen, was zu seinem Untergang führte.
Regulierung spielt ebenfalls eine Rolle bei der Stabilität—oder Instabilität—von Stablecoins. Regierungen auf der ganzen Welt suchen noch nach Wegen, Kryptowährungen zu regulieren. Schnelle rechtliche Maßnahmen, Vermögenssperren oder Forderungen nach Audits können das Vertrauen der Investoren erschüttern. Zum Beispiel stellte Paxos, der Emittent von Binance USD (BUSD), das Prägen im Februar 2023 unter Druck von der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) und dem New York State Department of Financial Services (NYDFS) ein.
Trotz des regulatorischen Drucks gelang es BUSD, seine Bindung die ganze Zeit über zu halten, wurde aber im Wesentlichen durch den staatlichen Eingriff aus dem Spiel gedrängt. Während sich der Markt weiterentwickelt, wird die Zukunft der Stablecoin-Modelle davon abhängen, wie sie sich anpassen können—entweder die Stabilität aufrechterhalten oder einen möglichen Niedergang erleben. Es gibt auch einen aufstrebenden Trend zu ertragsorientierten Stablecoins, und auch diese könnten die Aufmerksamkeit von Wertpapierregulatoren auf sich ziehen, da sie zinsbringende Angebote machen.
Einige Stablecoins experimentieren mit Multisicherungsreserven, was während ungünstiger Marktbedingungen oder unvorhersehbarer schwarzer Schwäne-Ereignisse riskant werden könnte. Am Ende wird nur die Zeit zeigen, welche Fiat-gebundenen Token den Test der Zeit bestehen werden und weiterhin den Benutzern finanzielle Stabilität bieten—ironischerweise Stabilität, die auch von der Zuverlässigkeit der Fiat-Währung des Nationalstaates abhängt. Beispielsweise verlor der Dollar von 1913 bis 2021 ungefähr 96,4 % seiner Kaufkraft.
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