Die US-Aktienmärkte setzten am Dienstag ihren Abwärtstrend fort, da die Anleger mit den eskalierenden Spannungen im Iran und dem Anstieg der Ölpreise zu kämpfen hatten. Eine Erholung gegen Ende des Handelstages deutet jedoch darauf hin, dass die Wall Street noch nicht bereit ist, den Panikknopf zu drücken.
Wall Street navigiert durch risikoscheuen Handel inmitten des Iran-Konflikts und steigender Ölpreise

Der Energiesektor führt den S&P 500 an, während geopolitische Entwicklungen die Wall Street erschüttern
Zum Zeitpunkt der Drucklegung, etwa eine Stunde vor Börsenschluss, liegt der Dow Jones Industrial Average mit 371 Punkten oder 0,8 % im Minus bei 48.500,83 Punkten, nachdem er zu Beginn der Sitzung um bis zu 1.200 Punkte gefallen war. Der S&P 500 fiel um 0,9 % auf 6.830,86, während der Nasdaq Composite um 0,9 % auf 22.561,36 nachgab und damit die stärkeren Verluste vom Vormittag wieder wettmachte.
Zu einem Zeitpunkt war der Nasdaq um 2,7 % gefallen, was zeigt, wie schnell Händler Risiken abbauen, wenn geopolitische Schlagzeilen auftauchen. Die Märkte eröffneten deutlich schwächer, nachdem Berichte über anhaltende militärische Aktivitäten der USA und Israels gegen iranische Infrastruktur und Bedrohungen für die Schifffahrtsrouten in der Straße von Hormus bekannt wurden.

Etwa 20 % der weltweiten Ölversorgung werden über diesen engen Korridor transportiert, und die Händler zögerten nicht, mögliche Störungen in ihre Preisgestaltung einzubeziehen. Der Preis für Brent-Rohöl stieg um mehr als 6 % auf über 82 USD pro Barrel, während die US-Referenzsorte West Texas Intermediate auf Mitte 70 USD kletterte.
Energieaktien führten den S&P 500 nach oben, gestützt durch steigende Rohölpreise und verbesserte Umsatzerwartungen. Ähnlich wie gestern legten auch Rüstungsunternehmen und ausgewählte Industrieunternehmen zu, was die Erwartungen höherer Militärausgaben widerspiegelte. Versorger und andere traditionell defensive Sektoren zeigten sich relativ stabil, da Anleger Schutz suchten.
Technologieaktien entwickelten sich uneinheitlich; einige Large-Cap-Titel konnten ihre Verluste bis zum Handelsschluss wieder wettmachen, aber der breitere Sektor blieb durch steigende Renditen für US-Staatsanleihen belastet. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen bewegte sich um die 4 %-Marke, was darauf hindeutet, dass Anleiheinvestoren die durch Öl verursachte Inflation als einen komplizierenden Faktor für die Politik betrachten. Der Cboe Volatility Index, der Angstindex der Wall Street, stieg um rund 12 % auf den höchsten Stand seit drei Monaten.

Erhöht, ja. Unordentlich, nicht ganz. Das Handelsvolumen war überdurchschnittlich hoch, was auf eine breite Beteiligung an der risikoaversen Stimmung des Tages hindeutet. Am Dienstag wurden keine wichtigen US-Wirtschaftsdaten veröffentlicht, sodass die Geopolitik weiterhin das Geschehen bestimmte. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die am Donnerstag veröffentlichten Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe und zur Produktivität, die die Erwartungen hinsichtlich der Politik der Federal Reserve beeinflussen könnten. Ein starker Arbeitsmarkt könnte die Argumente für eine längere Beibehaltung der Zinsen stärken, während schwächere Daten die Hoffnungen auf Zinssenkungen wiederbeleben könnten. Bislang scheinen die Anleger den Iran-Konflikt als potenziell eingedämmt zu betrachten. Während die Ölmärkte schnell reagierten, stabilisierten sich die Aktienmärkte im Laufe des Handelstages, was darauf hindeutet, dass die Händler noch nicht mit einem anhaltenden Angebotsschock rechnen. Sollten die Störungen jedoch länger als ein paar Wochen andauern, könnten sich höhere Energiekosten auf die Transport-, Produktions- und Verbraucherpreise auswirken.
Seit Jahresbeginn bleibt der S&P 500 trotz des Rückgangs in dieser Woche solide im Plus, was die zugrunde liegende Stärke der Unternehmensgewinne und technologiegetriebene Wachstumsthemen wie künstliche Intelligenz (KI) widerspiegelt. Dennoch können geopolitische Eskalationen selbst die zuversichtlichsten Rallyes auf die Probe stellen.

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Für den Rest der Woche dürfte die Volatilität weiterhin hoch bleiben. Die Anleger werden die Entwicklungen im Nahen Osten, die wöchentlichen Daten zu den Ölvorräten und die bevorstehenden Arbeitsmarktdaten beobachten, um Hinweise auf die Inflation und die Politik der Federal Reserve zu erhalten. Wenn sich die Spannungen entspannen und sich die Rohölpreise stabilisieren, könnten die Aktien wieder Fuß fassen. Wenn nicht, muss sich die Wall Street möglicherweise auf eine turbulentere Fahrt einstellen.
FAQ 🔎
- Warum ist der US-Aktienmarkt am 17. Februar 2026 gefallen? Die Aktienkurse sind gefallen, da die eskalierenden Spannungen mit dem Iran die Ölpreise in die Höhe getrieben und Inflationsängste wiederbelebt haben.
- Wie haben sich der Dow, der S&P 500 und der Nasdaq am Dienstag entwickelt? Der Dow fiel um 0,8 %, der S&P 500 um 0,9 % und der Nasdaq um 0,9 %.
- Welche Sektoren führten den Markt an und welche blieben zurück? Energie- und Verteidigungsaktien führten die Gewinne an, während Fluggesellschaften und Konsumgüteraktien zurückblieben.
- Worauf sollten Anleger als Nächstes achten? Die bevorstehenden US-Arbeitsmarktdaten und die Entwicklungen im Nahen Osten dürften die kurzfristige Marktrichtung bestimmen.




