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Visa verbindet Kapitalmärkte und On-Chain-Zahlungen im Canton-Netzwerk

In einem Schritt, der darauf abzielt, die Kluft zwischen traditioneller Finanzwelt und dezentraler Infrastruktur zu überbrücken, ist Visa offiziell dem Canton Network als erster großer globaler „Super Validator“ im Zahlungsverkehr beigetreten.

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Visa verbindet Kapitalmärkte und On-Chain-Zahlungen im Canton-Netzwerk

Digital-Asset-Riese Visa zum Super-Validator für das Canton Network ernannt

Der Zahlungsgigant Visa (NYSE: V) gab am Mittwoch bekannt, dass er Finanzinstitute dabei unterstützen wird, Zahlungsströme auf die Blockchain zu verlagern und dabei die strengen Datenschutzstandards einzuhalten, die für regulierte Unternehmen vorgeschrieben sind. Visa ist nun einer von 40 Super-Validatoren im Netzwerk – eine Rolle, die speziell für Institutionen reserviert ist, die mit der Verwaltung der Kerninfrastruktur des Netzwerks betraut sind.

Dieser Schritt beseitigt eine seit langem bestehende Eintrittsbarriere für traditionelle Banken: die inhärente Transparenz öffentlicher Blockchains. Während Transparenz oft als Vorteil der Distributed-Ledger-Technologie angeführt wird, bleibt sie ein „Dealbreaker“ für Banken, die sensible Transaktionsdaten oder Gehaltsdetails rechtlich nicht öffentlich preisgeben dürfen.

Das Canton Network nutzt ein konfigurierbares Datenschutzmodell, das es Organisationen ermöglicht, eine gemeinsame Infrastruktur zu nutzen, ohne vertrauliche Informationen preiszugeben. Diese Architektur erlaubt es Banken, Abwicklungs- und Treasury-Vorgänge durchzuführen, ohne das Risiko einzugehen, eigene Handelspositionen oder Margenbewegungen offenzulegen. Rubail Birwadker, Global Head of Growth Products and Strategic Partnerships bei Visa, betonte, dass das Unternehmen „Visa-typisches Vertrauen, Governance und operative Strenge“ in die Plattform einbringe. Dies ermöglicht es regulierten Unternehmen, mit Stablecoin-Zahlungen zu experimentieren, ohne ihre bestehenden Risiko- und Compliance-Rahmenwerke grundlegend zu überarbeiten. Bis heute hat das Canton Network eine bedeutende Akzeptanz auf den Kapitalmärkten für die Ausgabe und den Handel von tokenisierten Vermögenswerten erfahren. Mit dem Einstieg von Visa zielt das Ökosystem darauf ab, diese Kapitalmarktaktivitäten direkt mit On-Chain-Zahlungs- und Abwicklungsschichten zu verbinden.

Eric Saraniecki, Leiter der Netzwerkstrategie für digitale Vermögenswerte und Mitbegründer von Canton, merkte an, dass die Beteiligung von Visa signalisiert, dass die Technologie zu einer „produktionsreifen Infrastruktur“ gereift ist. Er sieht darin den Beginn einer neuen Phase, in der Transaktionen mit Blockchain-Geschwindigkeit ablaufen und gleichzeitig sicher bleiben.

Die Partnerschaft ist eine natürliche Erweiterung von Visas umfassenderer Roadmap für digitale Vermögenswerte. Die Stablecoin-Abwicklungsgeschäfte des Unternehmens haben weltweit bereits eine annualisierte Run Rate von 4,6 Milliarden US-Dollar erreicht, was den wachsenden Bedarf an Blockchain-basierter Liquidität widerspiegelt.

Darüber hinaus unterstützt Visa derzeit mehr als 130 an Stablecoins gebundene Kartenprogramme in 50 Ländern. Die spezialisierte Stablecoins Advisory Practice des Unternehmens innerhalb von Visa Consulting & Analytics (VCA) wird Kunden nun dabei beraten, wie sie die Teilnahme am Canton-Netzwerk mit ihren übergeordneten Unternehmenszielen in Einklang bringen können.

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Als Super-Validator verfügt Visa über Stimmrechte, um wichtige Entscheidungen über die Zukunft des Netzwerks und die zugrunde liegende Zahlungsinfrastruktur mitzugestalten. Diese Position ermöglicht es Visa, Einfluss darauf zu nehmen, wie Governance auf institutionellem Niveau auf dezentrale Netzwerke angewendet wird.

Visa bleibt „chain-agnostisch“ und konzentriert sich auf Netzwerke, die einen zahlungsorientierten, institutionellen Ansatz priorisieren. Durch die Abdeckung sowohl der Governance- als auch der Zahlungsschicht auf Canton bietet Visa eine vertraute Brücke für Banken, die dem „Wildwest“-Charakter vieler öffentlicher Blockchains skeptisch gegenüberstehen.

FAQ

  • Was ist das Canton-Netzwerk? Canton ist eine öffentliche, genehmigungsfreie Blockchain, die darauf ausgelegt ist, die Datenschutz- und Governance-Anforderungen regulierter Finanzinstitute zu erfüllen.
  • Warum ist datenschutzkonforme Blockchain-Technologie für Banken notwendig? Institutioneller Datenschutz ist erforderlich, da Banken sensible Daten wie Gehaltsabrechnungen oder Handelspositionen nicht in einem transparenten öffentlichen Ledger offenlegen können.
  • Welche spezifische Rolle spielt Visa als Super-Validator? Als Super-Validator trägt Visa zur Sicherung des Netzwerks bei und verfügt über Stimmrechte, um wichtige Entscheidungen bezüglich der On-Chain-Zahlungsinfrastruktur mitzugestalten.
  • Wie wirkt sich dies auf die allgemeine Stablecoin-Strategie von Visa aus? Diese Integration ergänzt das annualisierte Stablecoin-Abwicklungsvolumen von Visa in Höhe von 4,6 Milliarden US-Dollar, indem sie eine sichere, private Umgebung für institutionelle Treasury-Anwendungsfälle bietet.
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