Am Montag fällt der US-Dollar, wobei der Dollar-Index (DXY), der den Greenback gegen Schwergewichte wie Euro, Yen, Onshore-Yuan und Pfund misst, nach unten tendiert. Marktbeobachter führen dies auf den „Sell America“-Handel zurück, eine Strategie, die zusätzlichen Schwung durch die Auseinandersetzungen von US-Präsident Donald Trump mit der Federal Reserve und seine jüngsten Zollwarnungen gegen mehrere europäische Länder erhält.
‘Verkaufen Sie Amerika’-Handel kehrt zurück, da der US-Dollar fällt und die Märkte sich auf Turbulenzen vorbereiten

Märkte zucken zusammen, während die Angst den Greenback ergreift und Risikowerte schwanken
US-Aktien- und Anleihemärkte sind am 19. Januar wegen des Martin Luther King Jr.-Feiertags geschlossen. Dennoch zeigen die geöffneten Märkte Unbehagen, die Art, die dazu neigt, in Handelsabteilungen zu schleichen, sobald die US-Märkte am 20. Januar wieder öffnen.
Zunächst sind die Kryptomärkte am Montag nach dem Ausverkauf am Sonntagabend im Minus, wobei die 24-Stunden-Zahlen zeigen, dass die Krypto-Ökonomie um 2,54% gesunken ist. Bitcoin liegt unterhalb des $93.000-Bereichs und ist ebenfalls um mehr als 2% gegenüber dem Greenback gefallen. Währenddessen stehlen Edelmetalle die Show, mit Gold, das um 1,63% höher liegt und Silber um 4,11% steigt.

Gold wechselt den Besitzer für $4,679 pro Unze, während Silber bei $94,55 pro Unze steht. Der US-Dollar hat indes einen schwierigen Montag, wobei der Hauptauslöser die steigende geopolitische Spannung ist, nachdem Präsident Trump am Wochenende neue Zolldrohungen gegen acht europäische Länder ausgesprochen hat, zusätzlich zu seinem fortwährenden Streit mit der US-Zentralbank.
Das Ereignis hat globale Märkte in eine „risk-off“-Stimmung versetzt und Investoren zu vermuteten sicheren Häfen gedrängt—und zwar bemerkenswerterweise zu solchen, die als stabiler angesehen werden als der US-Dollar. Reuters berichtet, dass der Greenback gegenüber Euro, Pfund und norwegischer Krone gefallen ist. Reuters-Journalistin Amanda Cooper bemerkt, dass „die anfängliche Reaktion unter Investoren darin bestand, den Dollar zu verkaufen, so wie sie es taten, als Trump letzten April umfassende Zölle auf die Welt verhängte,“ und das beschrieb sie als eine Vertrauenskrise in US-Assets.
Ein CNBC-Bericht führt den Rückgang des Dollars diese Woche auch auf den sogenannten „Sell America“-Handel zurück. Der Ausdruck gewann letzten April an Bedeutung, als er die breitere Investorenstimmung zusammenfasste, US-Vermögenswerte und den Greenback abzustoßen zugunsten der Diversifikation, was einige als stille Zurückweisung erratischer US-Politikinterpretieren. Der Bericht verweist auf Krishna Guha, Leiter der globalen Politik- und Zentralbankstrategie bei Evercore ISI, der sagt, der „Sell America“-Handel könnte eine vertraute Wiederholung des Musters vom letzten Jahr sein.
„Dies ist unzweideutig risk-off,“ bemerkte Guha im CNBC-Bericht. Der von Alex Harring verfasste Bericht fügt hinzu, dass das Finanzkraftpaket JPMorgan genau dasselbe Muster hervorhebt. „Zusammengefasst könnte das ‚Sell America‘-Thema die dominierende Erzählung sein,“ werden JPMorgan-Analysten von CNBCs Harring zitiert. Gleichzeitig argumentieren Kritiker, während die „Sell America“-Erzählung die Märkte kurzfristig aufrütteln kann, sei ihre Haltbarkeit begrenzt und weisen auf die zugrundeliegende Stärke und Attraktivität der Rendite der US-Wirtschaft hin, die tendenziell Investoren zurücklocken, sobald die anfängliche Panik abklingt.
Lesen Sie auch: NYSE tritt dem Tokenisierungsrennen mit neuem digitalen Handelsplatz bei
Während sich die Märkte darauf vorbereiten, dass der US-Handel am Dienstag wieder aufgenommen wird, befindet sich der Greenback auf unsicherem Boden, eingeengt von Politik, Reibung bei der Politik und einer wiederbelebten „Sell America“-Mantra. Krypto hat einen Schlag erlitten, Metalle stärken sich, und Investoren spielen offensichtlich auf Nummer sicher. Ob diese Phase der Schwäche des Dollars anhält oder verschwindet, hängt davon ab, wie viel Vertrauen zurückkehrt, wenn die Wall Street wieder in Betrieb geht—und wie laut der politische Lärm bleibt. Eines ist sicher: Der Börsenstart am Dienstag könnte blutig werden.
FAQ 🇺🇸
- Was ist der „Sell America“-Handel? Er bezieht sich darauf, dass Investoren ihre Exposition gegenüber US-Vermögenswerten und dem Dollar zugunsten der Diversifikation verringern, angesichts politischer Unsicherheiten.
- Warum fällt der US-Dollar? Erneuerte Zolldrohungen, Spannungen mit der Federal Reserve und risk-off-Positionierungen belasten den Greenback.
- Wie reagieren Krypto und Metalle? Die Kryptomärkte sind gesunken, während Gold und Silber defensive Geldströme anziehen.
- Was könnte passieren, wenn die US-Märkte wieder öffnen? Anhaltender globaler Druck könnte sich auf die Aktienmärkte auswirken, wenn der Handel an der Wall Street wieder aufgenommen wird.




