Der “unamerikanische” Durchgriff der SEC auf Krypto treibt die Innovation ins Ausland, warnte ein US-Senator und unterstützte Coinbase in einem entscheidenden Rechtsstreit über digitale Vermögenswerte.
US-Gesetzgeber geht gegen SEC-Überschreitung im Coinbase-Fall vor
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US-Senator nennt den Ansatz der SEC für Krypto ‘unamerikanisch’
US-Senatorin Cynthia Lummis aus Wyoming kämpft für die Regulierung von Krypto vor Gericht und unterstützt formell die Krypto-Börse Coinbase in ihrem Rechtsstreit mit der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC. In einer am 24. Januar beim Berufungsgericht des zweiten Bezirks eingereichten Amicus-Brief forderte Lummis die „gescheiterte Gesetzesstrategie durch Vollstreckung” der SEC unter dem ehemaligen Vorsitzenden Gary Gensler und der Biden-Regierung heraus. Sie argumentierte, dass die Maßnahmen der Behörde regulatorische Verwirrung geschaffen haben und die Innovationskraft digitaler Vermögenswerte aus den Vereinigten Staaten zu verdrängen drohen.
Lummis kritisierte speziell den Umgang der SEC mit Wertpapiergesetzen in Bezug auf digitale Vermögenswerte und erklärte, dass der Ansatz der Behörde, zuerst zu vollstrecken, an Transparenz fehle und die Rolle des Kongresses bei der Erstellung klarer Vorschriften umgehe. Die Gesetzgeberin betonte:
Der Ansatz der SEC unter der Biden-Regierung bestand darin, die Fallrechtsprechung zu Howey und Investitionsverträgen aggressiv neu zu interpretieren, diese Interpretationen geheim zu halten und dann die Einhaltung von digitalen Vermögensbörsen zu verlangen. Ein solcher Ansatz ist unamerikanisch. Es ist die Aufgabe des Kongresses, einen gesetzlichen Rahmen zu schaffen, der klar die Grenze zwischen einem Wertpapier und einer Ware zieht.
Sie warnte, dass die SEC durch die Abhängigkeit von veralteten Rechtsdefinitionen rechtliche Unsicherheiten schaffe, die Krypto-Unternehmen und Arbeitsplätze ins Ausland treiben könnten.
Das Eingreifen der Senatorin erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Kongress weiterhin an parteiübergreifenden Bemühungen arbeitet, um einen umfassenden regulatorischen Rahmen für digitale Vermögenswerte zu etablieren. Lummis, eine starke Verfechterin der Branche, hat Gesetzesvorlagen mitgesponsert, die darauf abzielen, zwischen digitalen Rohstoffen und Wertpapieren zu unterscheiden. Indem sie den Einspruch von Coinbase unterstützt, hofft sie, einer ihrer Meinung nach regulatorischen Übermacht entgegenzuwirken und zu bekräftigen, dass nur der Kongress — nicht nicht gewählte Regulierungsbehörden — die Autorität hat, Richtlinien für digitale Vermögenswerte festzulegen. Der Fall, der nun vor dem zweiten Bezirksgericht verhandelt wird, könnte weitreichende Auswirkungen auf die Zukunft der Krypto-Regulierung in den Vereinigten Staaten haben.
Eine langjährige Pro-Bitcoin-Befürworterin, hat Lummis sich als eine der lautstärksten Unterstützerinnen von Kryptowährungen im Kongress positioniert. Diesen Monat nominierte sie Präsident Donald Trump für den Vorsitz des neu gebildeten Senat-Banking-Unterkomitees für digitale Vermögenswerte, einem Gremium, das beauftragt wurde, die US-Politik für Krypto zu gestalten und das Potenzial für eine strategische Bitcoin-Reserve zu erkunden. “Digitale Vermögenswerte sind die Zukunft, und wenn die Vereinigten Staaten ein globaler Führer in finanzieller Innovation bleiben wollen, muss der Kongress dringend parteiübergreifende Gesetzgebung verabschieden, die einen umfassenden Rechtsrahmen für digitale Vermögenswerte etabliert,” erklärte Lummis. Ihre Führungsposition in diesem Bereich signalisiert einen zunehmenden Fokus auf digitale Vermögenswerte innerhalb der Bundesregierung, während die Branche weiterhin wächst.




