UBS prognostiziert eine weitere Abwertung des US-Dollars aufgrund schrumpfender Zinsdifferenzen, anhaltender Bedenken hinsichtlich des US-Haushaltsdefizits und einer Verschiebung der Strategien globaler Zentralbanken. Trotz einer kurzen Rallye hat UBS den US-Dollar auf den Status “Wenig bevorzugt” herabgestuft, während der Euro, das britische Pfund und der australische Dollar hochgestuft wurden.
UBS prognostiziert weitere Schwächung des US-Dollars
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UBS prognostiziert weiterhin Schwächung des US-Dollars
UBS, ein globales Finanzdienstleistungsunternehmen, veröffentlichte am Freitag einen Bericht aus seinem Chief Investment Office, der darauf hinweist, dass der US-Dollar wahrscheinlich weiter abwerten wird. In dem Bericht heißt es:
Wir erwarten weiterhin, dass der Dollar in den kommenden Monaten aus mehreren Gründen weiter zurückgehen wird.
Obwohl der Dollar nach den überarbeiteten BIP-Wachstumszahlen für das zweite Quartal – die auf eine annualisierte Rate von 3% von 2,8% angehoben wurden – und stärkeren Konsumausgabendaten eine kurze Rallye erlebte, bleibt er anfällig, stellte UBS fest.
Der US-Dollar-Index (DXY) ist in den letzten Monat um 3% gesunken und bleibt nahe dem unteren Ende seines Bereichs seit Beginn des Jahres 2023. UBS-Analysten betonten, dass „das Risiko-Gleichgewicht für den USD nach unten verschoben zu sein scheint“, was darauf hindeutet, dass selbst positive Inflations- oder Arbeitsmarktdaten die Federal Reserve wahrscheinlich nicht davon abhalten werden, im September eine mögliche Zinssenkung vorzunehmen, insbesondere wenn diese Indikatoren hinter den Erwartungen zurückbleiben.
Laut UBS gibt es mehrere Faktoren, die den Dollar weiter unter Druck setzen werden. Das Finanzdienstleistungsunternehmen wies darauf hin, dass „die Zinsdifferenzen voraussichtlich schrumpfen werden“, da Zentralbanken wie die Schweizerische Nationalbank und die Europäische Zentralbank voraussichtlich einen schrittweiseren Ansatz für Zinssenkungen verfolgen werden im Vergleich zur Federal Reserve. Zusätzlich betonte UBS, dass „das US-Haushaltsdefizit weiterhin ein Problem darstellt“, was langfristige Risiken für die Währung aufzeigt.
Als Reaktion auf diese Dynamik hat das UBS Chief Investment Office seine globale Strategie angepasst:
Vor diesem Hintergrund haben wir den US-Dollar kürzlich in unserer globalen Strategie auf „Wenig bevorzugt“ verschoben und den Euro, das britische Pfund und den australischen Dollar auf „Am meisten bevorzugt“ angehoben.
„Wir erwarten, dass alle gegenüber dem US-Dollar in unserem Prognosezeitraum an Boden gewinnen werden“, fügt der Bericht hinzu.
Was halten Sie von der UBS-Prognose zur Abwertung des US-Dollars und dem möglichen Aufstieg anderer Währungen? Lassen Sie uns unten in den Kommentaren wissen.




