Die globale Investmentbank UBS prognostiziert ein “No Landing”-Szenario für die US-Wirtschaft, bei dem das Wachstum anhält und die Inflation stabil bleibt und damit Vorhersagen einer Rezession trotzt. Mit stärker als erwarteten Arbeitsmarktdaten und BIP-Wachstum erwartet UBS wahlbedingte Marktvolatilität, sieht jedoch wirtschaftliche Dynamik und KI-Trends, die das Wachstum von Aktien unterstützen, während die Fed sich auf Zinssenkungen zubewegt.
UBS prognostiziert 'Keine Landung' für US-Wirtschaft — Was das für Märkte und Inflation bedeutet
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UBS Prognostiziert ‘No Landing’-Szenario für die US-Wirtschaft
Das Investmentbank-Riese UBS prognostiziert ein “No Landing”-Szenario für die US-Wirtschaft und erwartet anhaltendes Wachstum neben überschaubarer Inflation, die Aktien unterstützen wird.
In einem am Freitag veröffentlichten Bericht erklärte das Redaktionsteam von UBS, dass die Federal Reserve 2022 eine schnelle Reihe von Zinserhöhungen eingeleitet hat, um die hohe Inflation und das starke Wirtschaftswachstum zu kontrollieren. Dies führte zu anhaltenden Debatten darüber, ob die Fed eine sanfte Landung managen oder die Wirtschaft in eine Rezession führen könnte. UBS schlägt jedoch einen dritten Weg vor, bei dem sich die Inflation dem Ziel der Fed annähert, während das Wirtschaftswachstum die bisherigen Erwartungen übertrifft. Das UBS-Team stellte fest:
Die jüngsten Daten deuten darauf hin, dass die US-Wirtschaft sich diesem ‘No Landing’-Szenario nähert.
Aktuelle wirtschaftliche Daten unterstützen diesen Ausblick. Der Arbeitsmarkt war widerstandsfähiger als erwartet, wobei der jüngste Bericht über Beschäftigte außerhalb der Landwirtschaft die Prognosen übertraf und den Drei-Monats-Durchschnitt auf robuste 186.000 erhöhte. Revisionen der Daten der letzten fünf Jahre zeigen, dass das BIP-Wachstum seit 2019 durchschnittlich 2,5 % pro Jahr erreichte und damit eine stärkere Leistung als ursprünglich erwartet zeigte. Während die Industrieproduktion im September aufgrund von Faktoren wie dem Boeing-Streik und Hurrikanen um 0,3 % zurückging, verzeichneten die Einzelhandelsumsätze einen Anstieg um 0,4 %, was gesunde Haushaltsfinanzen und Einkommenszuwächse widerspiegelt.
UBS hob außerdem hervor, dass die Inflation weiterhin auf das Ziel der Federal Reserve zusteuert, was mehr Flexibilität bei Zinssenkungen erlaubt. Während die monatlichen Inflationszahlen schwanken können, bleibt der allgemeine desinflationäre Trend intakt. Unter Hinweis darauf, dass der Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben, das bevorzugte Inflationsmaß der Fed, kürzlich sein niedrigstes Niveau seit Februar 2021 erreicht hat, erklärten die UBS-Analysten:
Wir glauben, dass die Inflation niedrig genug sein wird, damit die Fed die Zinsen weiter senken kann.
Mit Blick auf die Zukunft erwartet UBS Marktvolatilität, wenn sich die US-Präsidentschaftswahlen nähern, geht jedoch nicht davon aus, dass dies die breitere wirtschaftliche Dynamik untergraben wird. Die UBS-Analysten stellten fest:
Wir erwarten, dass die Volatilität im Vorfeld der Wahl zunimmt, da keine der Parteien in einem der entscheidenden Swing-Staaten einen klaren Vorteil hat, die das Ergebnis entscheiden werden.
“Aber die Wahl findet vor dem Hintergrund von Fed-Zinssenkungen, US-Wirtschaftsdynamik und unterstützenden säkularen Trends wie künstlicher Intelligenz (KI) statt. Wir würden vor vorschnellen oder simplistischen Annahmen über die Ergebnisse des Aktienmarktes basierend auf individuellen Politiken warnen, da die potenziellen Auswirkungen im Kontext dessen betrachtet werden müssen, was tatsächlich umgesetzt werden kann, sowie der möglichen Abfolge von Maßnahmen,” fügten sie hinzu.
Was halten Sie von der “No Landing”-Prognose von UBS und deren Auswirkungen auf Inflation, Zinssenkungen und Aktien? Lassen Sie es uns im Kommentarbereich unten wissen.




