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UBS prognostiziert breite Rohstoffrally, da Anleger sich gegen Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Iran absichern

Die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran erschüttern Öl, Gold und Aktien, während UBS angesichts erhöhter geopolitischer Risiken bis 2026 mit begrenzten Energieausfällen und stärkeren Gewinnen bei Rohstoffen insgesamt rechnet, angeführt von Metallen.

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UBS prognostiziert breite Rohstoffrally, da Anleger sich gegen Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Iran absichern

UBS warnt vor Eskalation im Iran, prognostiziert jedoch bis 2026 stärkere Gewinne bei Rohstoffen

Das Chief Investment Office (CIO) von UBS veröffentlichte am 2. März ein tägliches Update mit dem Titel „Eskalation zwischen den USA und dem Iran erhöht geopolitische Risiken“. Das CIO hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Finanzberater der Bank im Bereich Vermögensverwaltung und deren Kunden mit Marktanalysen und umsetzbaren Erkenntnissen zu versorgen.

Der Bericht hebt hervor, dass die Marktvolatilität zugenommen hat, nachdem die Vereinigten Staaten und Israel am 28. Februar gemeinsame Luftangriffe auf den Iran gestartet hatten, was zu Raketenangriffen in der gesamten Region, Störungen des Luftraums im Golf und starken Schwankungen bei Öl, Gold und Aktien führte. Präsident Donald Trump warnte, dass die Angriffe „die ganze Woche über oder so lange wie nötig ohne Unterbrechung fortgesetzt werden”, signalisierte jedoch gleichzeitig Offenheit für mögliche Gespräche mit der neuen iranischen Führung. Der Preis für Brent-Rohöl stieg kurzzeitig auf über 82 USD pro Barrel, bevor er wieder auf 78,6 USD fiel, Gold näherte sich Rekordwerten und Aktien-Futures tendierten nach unten, da Investoren ihr Risiko neu bewerteten. Das Chief Investment

Office von UBS schrieb:

„Wir gehen weiterhin davon aus, dass es nur zu einer kurzen Unterbrechung der globalen Energieversorgung kommen wird.”

„Wir gehen davon aus, dass sich der anfängliche Anstieg des Ölpreises zumindest teilweise umkehren wird, sobald klar wird, dass die Versorgungsunterbrechungen nur vorübergehend sind, die kritische Ölinfrastruktur nicht zerstört wurde und die Notwendigkeit weiterer militärischer Maßnahmen nachlässt“, heißt es in dem Bericht weiter. „In diesem Szenario könnten die Märkte in den kommenden Wochen volatil sein, würden sich danach aber wahrscheinlich wieder auf die positiven globalen Wirtschaftsgrundlagen konzentrieren. Dies würde den Auswirkungen der meisten geopolitischen Schocks in der jüngeren Geschichte entsprechen.“

UBS fügte hinzu: „Dennoch erhöht der Beginn der Angriffe die Wahrscheinlichkeit unseres Negativszenarios, in dem eine anhaltende Unterbrechung der Energieversorgung größere Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und die Märkte hat. Solche negativen Folgen gab es nach dem Jom-Kippur-Krieg 1973 und nach dem Beginn des Russland-Ukraine-Kriegs 2022.“ Sie merkten weiter an: „Unser Basisszenario geht davon aus, dass der Iran angesichts der Verschlechterung seiner militärischen Kapazitäten, der starken Präsenz des US-Militärs in der Region und seines eigenen Exportbedarfs nicht in der Lage sein wird, den Energiefluss über einen längeren Zeitraum zu stören“, warnte jedoch, dass „das Risiko eines länger

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Angriffe der USA und Israels auf den Iran könnten zu Umkehrungen bei Gold und Rohöl führen, da die Kriegsprämie nachlässt, was auf Höchststände im Jahr 2026 und eine Entlastung für Risikoanlagen hindeutet, so Bloomberg. read more.

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andauernden und disruptiven Konflikts weiterhin besteht“.

„Wir sehen für 2026 weiteres Aufwärtspotenzial für Rohstoffe im Allgemeinen, was in erster Linie auf unseren positiven Ausblick für Metalle zurückzuführen ist.“

Die Bank betonte auch die Vorteile der Diversifizierung und schrieb: „Wir glauben auch, dass eine moderate Allokation in Gold, die bis zu einem mittleren einstelligen Prozentsatz des Gesamtvermögens ausmacht, die Diversifizierung verbessern und als Puffer gegen geopolitische Risiken dienen kann.“ UBS schätzt, dass ein Anstieg der Benzinpreise um 10 % die Gesamtinflation der US-PCE zunächst um etwa 0,2 Prozentpunkte anheben würde, wobei die Auswirkungen auf die Kerninflation begrenzt wären, und geht davon aus, dass Öl importierende Regionen wie Europa und Asien stärker betroffen wären als die Vereinigten Staaten. Historisch gesehen haben geopolitische Schocks die Märkte in der Regel nur vorübergehend belastet, sofern sie nicht zu umfassenderen wirtschaftlichen Störungen führten, was für diversifizierte Portfolios aus Aktien, Rohstoffen, festverzinslichen Wertpapieren, Währungen und alternativen Anlagen spricht.

FAQ 🧭

  • Wie wird laut UBS der Ölpreis auf den Konflikt zwischen den USA und dem Iran reagieren? UBS geht davon aus, dass sich ein anfänglicher Anstieg der Ölpreise teilweise umkehren wird, wenn sich die Versorgungsengpässe als vorübergehend erweisen.
  • Warum empfiehlt UBS derzeit ein Engagement in Rohstoffen? UBS sieht weiteres Aufwärtspotenzial für Rohstoffe im Allgemeinen, insbesondere für Metalle, und betrachtet sie als Absicherung gegen geopolitische Risiken.
  • Welche Rolle spielt Gold in der Portfoliostrategie von UBS? UBS ist der Ansicht, dass eine moderate Allokation in Gold die Diversifizierung verbessern und Portfolios bei geopolitischen Schocks abfedern kann.
  • Welche Regionen sind durch höhere Ölpreise den größten wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt? Ölimportierende Regionen wie Europa und Asien gelten als stärker exponiert als die Vereinigten Staaten.
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