US-Präsident Donald Trump entfachte seine Fehde mit dem Fed-Vorsitzenden Jerome Powell erneut, indem er ihn als „inkompetent“ bezeichnete und andeutete, dass Powells Amtszeit „in ein paar Monaten“ enden könnte, nach einem Abendessen mit Wirtschaftsführern in Japan am 28. Oktober 2025.
Trump über Fed-Vorsitzenden Powell: ‚Er wird in ein paar Monaten weg sein, und wir werden jemanden Neues bekommen‘

Trump nimmt Powell ins Visier — erneut
Im Gespräch mit Reportern an Bord der Air Force One nach dem Abendessen beschuldigte Trump Powell, „schlecht“ für die Wirtschaft zu sein und „zu spät“ auf Zinsänderungen zu reagieren, wie mehrere Medienberichte, darunter die Washington Times, bemerkten.
Die Bemerkungen des Präsidenten markieren wieder einen weiteren Seitenhieb auf den Chef der Zentralbank, den er 2018 ernannte – eine Beziehung, die seit Trumps erster Amtszeit frostig ist. Powell, dessen derzeitige Amtszeit als Fed-Vorsitzender im Mai 2026 endet, wurde 2022 von Präsident Biden erneut nominiert und könnte theoretisch bis 2028 im Vorstand der Fed bleiben.
Das gesagt, Trumps Bemerkung „ein paar Monate“ deutet an, dass er schneller handeln will, wobei Quellen aus dem Regierungsumfeld andeuten, dass er bis Ende 2025 einen Ersatz ankündigen könnte. Zu den Kandidaten für den Vorsitz der Fed zählen der ehemalige Fed-Gouverneur Kevin Warsh, der ehemalige Ökonom des Weißen Hauses Kevin Hassett, der Angebotsökonom Arthur Laffer und Judy Shelton, eine Befürworterin des Goldstandards, deren frühere Nominierung im Senat ins Stocken geriet.
Trump hat signalisiert, dass der nächste Vorsitzende seine wachstumsorientierte Agenda mit niedrigen Zinsen unterstützen muss. Die Märkte reagierten schnell auf Trumps jüngsten Angriff. Die Anleiherenditen sanken leicht, während zinssensible Sektoren wie Technologie und Immobilien moderate Zuwächse verzeichneten. Händler wetten darauf, dass eine Trump-freundliche Fed die Zinssenkungen beschleunigen könnte – ein Schritt, von dem einige Investoren glauben, dass er äußerst optimistisch für riskante Anlagen in den USA und Krypto wäre.
Kritiker warnen, dass eine politisch getriebene Fed die monetäre Unabhängigkeit kompromittieren könnte, indem kurzfristige wirtschaftliche Gewinne gegenüber der Inflationskontrolle priorisiert werden. Obwohl akademische Studien nahelegen, dass es nie eine sogenannte Unabhängigkeit gegeben hat. Befürworter argumentieren jedoch, dass eine Umstrukturierung überfällig ist und die monetäre und fiskalische Politik besser synchronisiert werden sollte, um das Wachstum zu fördern.
Der anhaltende Streit findet während eines vorhergesagten Zinsentschneidungszyklus der Fed statt, wobei Powell kürzlich das Ende der quantitativen Straffung signalisierte. Trumps Kommentare, obwohl typisch für seinen ungefilterten Stil, haben erneut dazu geführt, dass die globalen Märkte seine nächsten Schritte und Powells möglichen letzten Akt genau beobachten.
FAQ
- Was sagte Präsident Trump über Jerome Powell?
Trump sagte, Powell werde „in ein paar Monaten“ aus seiner Rolle entfernt, nannte ihn „inkompetent“ und „schlecht“ für die Wirtschaft. Es ist nicht das erste Mal, dass Trump solche Kommentare macht. - Wann endet Powells aktuelle Amtszeit?
Powells Amtszeit als Fed-Vorsitzender läuft bis Mai 2026, obwohl er bis 2028 im Vorstand der Gouverneure bleiben könnte. - Wer könnte Powell bei der Federal Reserve ersetzen?
Mögliche Kandidaten sind Finanzminister Scott Bessent, Kevin Warsh, Kevin Hassett, Arthur Laffer und Judy Shelton. - Wie haben die Märkte auf Trumps Kommentare reagiert?
Die Anleiherenditen sanken, und Aktien aus den Bereichen Technologie und Immobilien stiegen moderat, da Investoren die Möglichkeit schnellerer Zinssenkungen einpreisten.




