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Trump signalisiert angesichts der Ölkrise eine gemeinsame Kontrolle der Straße von Hormus durch die USA und den Iran

US-Präsident Donald Trump deutete an, dass die Straße von Hormus unter einer möglichen gemeinsamen Kontrolle mit dem Iran wieder geöffnet werden könnte, als er geplante Luftangriffe verschob und damit den unmittelbaren Druck auf die globalen Energiemärkte verringerte.

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Trump signalisiert angesichts der Ölkrise eine gemeinsame Kontrolle der Straße von Hormus durch die USA und den Iran

Aktuelles zur Straße von Hormus: Trump verschiebt Luftangriffe und schlägt gemeinsame Kontrolle vor

Diese Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Militäraktion der USA und Israels gegen den Iran in ihre vierte Woche geht, wobei die wichtige Schifffahrtsroute nach wie vor stark eingeschränkt ist und die globalen Handelsströme unter Druck stehen. Die Straße von Hormus bleibt eine wichtige Verkehrsader für Öl und Flüssigerdgas, und Unterbrechungen haben die Lieferketten weltweit erschüttert.

Im Gespräch mit Reportern am Montagmorgen bemerkte Trump, dass die Meerenge „gemeinsam kontrolliert“ werden könnte, und fügte hinzu: „Vielleicht ich – ich und der Ayatollah, wer auch immer der Ayatollah ist, wer auch immer der nächste Ayatollah sein wird.“ Er fügte hinzu, dass die jüngsten Gespräche mit Teheran „sehr gut und produktiv“ gewesen seien.

Der Präsident bestätigte zudem eine fünftägige Verschiebung der geplanten US-Angriffe auf iranische Kraftwerke und Energieinfrastruktur und verlängerte damit ein früheres 48-Stunden-Ultimatum. Die Pause, die voraussichtlich bis etwa zum 27. oder 28. März dauern wird, soll die Fortsetzung der Verhandlungen ermöglichen.

Tage zuvor hatte Trump gewarnt, dass die Vereinigten Staaten wichtige Energieanlagen „treffen und auslöschen“ würden, sollte der Iran die Meerenge nicht vollständig wieder öffnen. Die jüngste Kehrtwende hin zu einer vorübergehenden Verzögerung signalisiert einen Stimmungswechsel, und die Märkte reagierten schnell auf das verringerte kurzfristige Eskalationsrisiko. Die Straße von Hormus liegt zwischen dem Iran und Oman und verbindet den Persischen Golf mit den globalen Märkten. An ihrer engsten Stelle ist die Wasserstraße etwa 21 Meilen breit, wobei die Schifffahrtswege noch enger sind. Unter normalen Bedingungen werden dort täglich rund 20 Millionen Barrel transportiert, was etwa einem Fünftel des weltweiten Erdölverbrauchs entspricht, sowie ein beträchtlicher Teil des globalen LNG-Handels. Seit der Eskalation des Konflikts Ende Februar hat der Iran eine Mischung aus Taktiken – Drohungen, Minen und gezielte Angriffe auf Schiffe – eingesetzt, um den Verkehr einzuschränken. Erste Schätzungen deuteten auf einen Rückgang des Transits um mehr als 80 % hin, wobei Teheran einen Teil seiner eigenen Exporte zuließ, während andere eingeschränkt wurden. Die Ölmärkte reagierten in den letzten Wochen heftig: Brent-Rohöl kletterte auf über 100 US-Dollar pro Barrel, nachdem es vor der Eskalation bei knapp 70 US-Dollar gelegen hatte. Auch die Erdgaspreise stiegen, insbesondere in Europa, was den Druck auf inflationsempfindliche Volkswirtschaften erhöhte.

Trumps Strategie hat sich weiterentwickelt. Zu Beginn des Konflikts forderte er Marineeskorten und eine breitere Unterstützung durch die Koalition. Später erwog er die Eroberung der iranischen Insel Kharg, eines wichtigen Exportknotenpunkts, bevor er Ultimaten in Bezug auf die Energieinfrastruktur stellte. In seinen jüngsten Äußerungen führt er das Konzept einer gemeinsamen Aufsicht ein, wobei die Einzelheiten noch unklar sind.

Militäranalysten weisen darauf hin, dass eine Wiedereröffnung der Meerenge selbst mit der Seemacht der USA schwierig wäre, und verweisen auf die asymmetrischen Fähigkeiten des Iran, darunter Minen, Drohnen und Raketensysteme. Jeder Versuch einer direkten Kontrolle könnte das Risiko einer weiteren Eskalation in der gesamten Region mit sich bringen.

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Der Iran hat unterdessen formelle Verhandlungen abgelehnt und gleichzeitig vor umfassenderen Vergeltungsmaßnahmen gewarnt, sollte er angegriffen werden. Die Golfstaaten und die großen Energieimporteure bleiben vorsichtig und verfolgen sowohl diplomatische Signale als auch militärische Entwicklungen aufmerksam. Die Märkte nahmen die Verschiebung der Angriffe positiv auf: Die Ölpreise gaben nach und die Aktienmärkte stabilisierten sich, doch die Händler bleiben vorsichtig, da die Gespräche unter hohem Zeitdruck weitergehen.

FAQ 🔎

  • Warum ist die Straße von Hormus wichtig? Durch sie fließen etwa 20 % der weltweiten Ölversorgung, was sie zu einer der wichtigsten Energierouten macht.
  • Was hat Trump bezüglich der Meerenge vorgeschlagen? Er schlug vor, dass sie im Rahmen der laufenden Gespräche gemeinsam von den USA und dem Iran kontrolliert werden könnte.
  • Warum wurden die US-Luftangriffe verschoben? Die Verschiebung verschafft Zeit für Verhandlungen, die darauf abzielen, die Spannungen abzubauen und die Wasserstraße wieder zu öffnen.
  • Wie haben die Märkte auf die Entwicklungen reagiert? Die Ölpreise gaben nach und die Aktienmärkte stabilisierten sich, nachdem die Verzögerung der Angriffe die unmittelbaren Eskalationsängste gemindert hatte.