Während Berichte darauf hindeuten, dass Kanada und Mexiko von den Zöllen der Trump-Regierung verschont bleiben könnten, wurde China in diesen Analysen nicht berücksichtigt. China wurde ab dieser Woche mit einem 10%igen Zoll auf Importe belegt, der für alle aus China importierten Waren gilt.
Trump bellt, China schlägt zurück—Verhängung von Zöllen, Antidumping-Untersuchungen und Exportbeschränkungen
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Trumps Handelsstrategie trifft auf Chinas trotzige Antwort
Die Märkte erholten sich am Montagabend, nachdem der US-Präsident Trump mit den Führern von Kanada und Mexiko gesprochen hatte. Sowohl Justin Trudeau als auch Claudia Sheinbaum erklärten, dass sie mit Trumps Forderungen zur Grenzsicherung und dem Kampf gegen Fentanyl kooperieren würden. Trump hatte jedoch kein spezielles Telefonat mit dem chinesischen Führer Xi Jinping, und während die 25%igen Zölle Kanadas und Mexikos vorerst verschoben wurden, blieb Chinas 10%iger Zoll auf importierte Waren bestehen.

Der Zoll Chinas gilt universell für aus China importierte Waren, ohne Ausnahmen für Lieferungen unter einem Wert von 800 $. Während die Amerikaner über Zölle auf Importe aus Kanada und Mexiko besorgt waren, erhält das Land weiterhin ein deutlich höheres Importvolumen aus China. China gehört zu den größten Lieferanten der Vereinigten Staaten und macht etwa 17% der gesamten Importe des Landes aus. Da keine Einigung zwischen China und den USA erzielt wurde, reagierte China mit Vergeltungsmaßnahmen.
Als Reaktion erklärte China Vergeltungszölle von 10% bis 15% auf US-Importe, darunter Kohle, Flüssigerdgas, Rohöl, landwirtschaftliche Maschinen und große Fahrzeuge. Diese Gegenzölle treten am 10. Februar 2025 in Kraft. Darüber hinaus hat China eine kartellrechtliche Untersuchung gegen Google eingeleitet und Exportbeschränkungen auf bestimmte seltene Metalle verhängt. China hat auch Antidumping-Untersuchungen gegen Importe wichtiger US-Produkte, wie Ingenieurchemikalien, die in der Elektronik- und Automobilproduktion verwendet werden, initiiert.
Schon vor Trumps Zöllen und Drohungen hatte China seine Abhängigkeit von amerikanischen Waren und Dienstleistungen stetig verringert. China hat seine Einkäufe von US-amerikanischen Agrarprodukten eingeschränkt, was sich weiter auf amerikanische Bauern auswirkt, die von der chinesischen Nachfrage abhängig sind. Peking hat US-Staatsanleihen abverkauft, als Teil einer breiteren Strategie, seine finanzielle Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten zu verringern. China hat auch damit gedroht, großen US-Unternehmen wie Apple und Tesla den Marktzugang zu beschränken, und signalisiert damit seine Bereitschaft, die Geschäfte amerikanischer Firmen auf seinem heimischen Markt zu stören.
Die sich entwickelnden Handelsmaßnahmen unter Trump und Xi deuten auf eine Zukunft hin, in der wirtschaftliche Strategien zunehmend von nationalen Interessen und strategischen Neuausrichtungen geprägt sind. Beide Nationen scheinen entschlossen, ihren Einfluss geltend zu machen, während sie komplexe globale Marktabhängigkeiten navigieren. Es ist durchaus plausibel, dass Trump vorausgesehen hat, dass Kanada und Mexiko nachgeben, doch er verstand auch, dass Xi und China sich weder jetzt noch jemals beugen würden.




