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Studie kartiert Datenzentren in heißen Klimazonen in Asien, Afrika und dem Nahen Osten

Eine neue globale Analyse zeigt, dass Hunderte der weltweiten Datenzentren in Klimazonen betrieben werden, die für eine optimale Leistung zu heiß sind, wodurch die Kosten, der Energiebedarf und die langfristigen Nachhaltigkeitsbedenken steigen.

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Studie kartiert Datenzentren in heißen Klimazonen in Asien, Afrika und dem Nahen Osten

Fast 7.000 Datenzentren liegen außerhalb des optimalen Temperaturbereichs, wie die Studie zeigt

Der Bericht, veröffentlicht von Rest of the World und verfasst von Hazel Gandhi und Rina Chandran, kartiert fast 9.000 betriebsfähige Datenzentren in 21 Ländern und vergleicht deren Standorte mit den durchschnittlichen jährlichen Temperaturdaten.

Die Analyse verwendet Industriestandards der American Society of Heating, Refrigerating and Air-Conditioning Engineers (ASHRAE), um den optimalen Temperaturbereich für Datenzentren auf 18 Grad Celsius bis 27 Grad Celsius festzulegen. Laut der Analyse waren im Oktober 2025 weltweit etwa 8.808 Datenzentren in Betrieb, eine Zahl, die sich bis 2030 voraussichtlich verdreifachen wird.

Fast 7.000 dieser Einrichtungen liegen außerhalb des optimalen Temperaturbereichs, obwohl die meisten in kälteren Klimazonen liegen. Ungefähr 600 Datenzentren, oder weniger als 10% der globalen Gesamtzahl, befinden sich in Regionen, in denen die durchschnittlichen Jahrestemperaturen 27 Grad Celsius überschreiten. In 21 Ländern — darunter Singapur, Thailand, Nigeria und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) — befindet sich jedes betriebsfähige Datenzentrum in Zonen, die als zu heiß für eine effiziente Kühlung klassifiziert sind.

Fast alle Datenzentren in Saudi-Arabien und Malaysia fallen in dieselbe Kategorie, während etwa die Hälfte der indonesischen Einrichtungen und rund 30% der indischen Datenzentren in zu heißen Regionen betrieben werden. Trotz dieser Herausforderungen gehen die Investitionen weiter, da die Länder versuchen, die wachsende Nachfrage nach Cloud-Diensten und generativer künstlicher Intelligenz zu decken und Daten innerhalb der nationalen Grenzen zu halten.

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Allein Singapur beherbergt mehr als 1,4 Gigawatt Datenzentrumskapazität und plant, weitere 300 Megawatt hinzuzufügen, obwohl alle 72 seiner Datenzentren in Klimazonen liegen, die als zu heiß für einen optimalen Betrieb gelten. Hohe Temperaturen erhöhen die Kühlungskosten, belasten die Stromnetze und erhöhen das Risiko von Ausfällen.

Der Bericht stellt fest, dass Datenzentren 2024 weltweit etwa 415 Terawattstunden Strom verbrauchten — etwa 1,5% des gesamten globalen Stromverbrauchs — und dass die Nachfrage bis 2030 mehr als doppelt so hoch sein könnte. Um diesen Druck zu begegnen, experimentieren Betreiber und Forscher mit Alternativen zur traditionellen Luftkühlung, einschließlich direkter Flüssigkeitskühlung, Hydrokühlung, Immersionskühlung und hybriden Systemen, die für heiße und feuchte Umgebungen entwickelt wurden.

Während solche Technologien den Energie- und Wasserverbrauch erheblich reduzieren können, warnt der Bericht davor, dass sie in neuen Einrichtungen einfacher zu implementieren sind als in bestehenden, was ältere Datenzentren in heißen Regionen langfristigen Resilienzenrisiken aussetzt.

FAQ

  • Warum werden Datenzentren in heißen Klimazonen gebaut?
    Länder erweitern Datenzentren, um die Nachfrage nach KI zu decken und Daten innerhalb der nationalen Grenzen zu speichern, selbst in herausfordernden Klimazonen.
  • Welcher Temperaturbereich wird für Datenzentren als optimal angesehen?
    Industrierichtlinien empfehlen einen Betrieb zwischen 18 °C und 27 °C für maximale Effizienz.
  • Wie viele Datenzentren befinden sich in übermäßig heißen Regionen?
    Etwa 600 Datenzentren weltweit befinden sich in Gebieten mit durchschnittlichen Jahrestemperaturen über 27 °C.
  • Welche Lösungen werden erforscht, um hitzebedingte Risiken zu reduzieren?
    Betreiber testen Flüssigkeitskühlung, Immersionskühlung und Hybridsysteme, um den Energie- und Wasserverbrauch zu senken.