Starkware führt eine Umstrukturierung durch und baut Stellen ab, nachdem die Einnahmen von Starknet gegenüber ihrem Höchststand um mehr als 99 % zurückgegangen sind. Das Unternehmen verlagert seinen Schwerpunkt auf die Entwicklung eigener, umsatzgenerierender Produkte.
Starkware baut Stellen ab, da die Einnahmen von Starknet einbrechen

Wichtige Erkenntnisse:
- Die Einnahmen von Starkware sanken von fast 6 Millionen US-Dollar im Jahr 2023 auf 48 US-Dollar im April 2026, was zu Entlassungen und Umstrukturierungen führte.
- EIP-4844 senkte die Starknet-Gebühren, was trotz eines TVL von 242 Millionen US-Dollar zu einem Rückgang der Einnahmen führte und die L2-Ökonomie neu gestaltete.
- CEO Eli Ben-Sasson plant für 2026 eine Neuausrichtung auf den App-Bereich, um nachhaltige Einnahmequellen aufzubauen.
Starknet-Umsatz sinkt, während Starkware seine Strategie ändert
Starkware baut Stellen ab und reorganisiert sein Geschäft nach einem drastischen Einbruch der Einnahmen aus seinem Starknet-Netzwerk, was den wachsenden Druck auf Blockchain-Infrastrukturunternehmen unterstreicht, nachhaltige Einnahmen zu generieren. Das Unternehmen gab bekannt, dass es sich in zwei unabhängige Einheiten aufteilen wird, als Teil einer umfassenderen Umstellung weg von einem reinen Fokus auf Skalierung hin zur Entwicklung eigener umsatzgenerierender Produkte. Die Änderungen wurden von CEO Eli Ben-Sasson in einer unternehmensweiten Ansprache dargelegt.
Die Einnahmen aus Starknet, einem Layer-2-Netzwerk (L2) zur Skalierung von Ethereum, sind laut Daten von Defillama von einem Höchststand von fast 6 Millionen US-Dollar in einem einzigen Monat Ende 2023 auf bisher etwa 48.000 US-Dollar im April 2026 stark zurückgegangen. Der Rückgang spiegelt sowohl unternehmensspezifische Herausforderungen als auch allgemeine Branchentrends wider.

Ein entscheidender Faktor war das im März 2024 eingeführte EIP-4844-Upgrade von Ethereum, das die Transaktionskosten in Layer-2-Netzwerken erheblich senkte. Während diese Änderung die Effizienz für die Nutzer verbesserte, führte sie gleichzeitig zu einem Rückgang der Gebühreneinnahmen in der gesamten Branche, wovon Starknet und seine Konkurrenten gleichermaßen betroffen waren.
Trotz des Umsatzrückgangs hält Starknet weiterhin einen Gesamtwert von fast 242 Millionen US-Dollar an gesperrten Mitteln, was darauf hindeutet, dass die Nutzeraktivität nicht verschwunden ist, sondern lediglich weniger Einnahmen generiert. Ben-Sasson sagte, das Unternehmen müsse nun seine technischen Stärken in sinnvolle Nutzung und Einnahmen umwandeln. Er deutete eine Verlagerung hin zur Entwicklung eigener Anwendungen an, anstatt sich ausschließlich auf eine Infrastruktur zu verlassen, die von externen Ökosystemen abhängig ist.
Starkware gründet neue Anwendungssparte
Im Rahmen der Umstrukturierung wird Starkware eine neue Anwendungsabteilung gründen, die sich auf die Entwicklung wirkungsvoller Produkte konzentriert. Die Abteilung wird von dem Forscher Avihu Levy geleitet, der kürzlich befördert wurde. Zu Levys Arbeit gehört ein Vorschlag namens „Quantum Safe Bitcoin“, der darauf abzielt, Bitcoin-Transaktionen vor potenziellen Bedrohungen durch Quantencomputer zu schützen. Der Ansatz stützt sich auf hash-basierte Nachweise anstelle traditioneller Signaturen, ist jedoch mit höheren Rechenanforderungen und deutlich höheren Transaktionskosten verbunden.
Zwar hat das Unternehmen noch nicht bestätigt, ob diese Technologie Teil seiner Geschäftsstrategie werden wird, doch Ben-Sasson erklärte, dass sich zukünftige Produkte auf Bereiche konzentrieren würden, in denen Starkware einzigartige Fähigkeiten anbieten kann, wobei die Abhängigkeit von externen Blockchains oder Partnern minimal sein soll. Die Umstrukturierung erfolgt zu einer Zeit, in der viele Blockchain-Unternehmen ihre Geschäftsmodelle neu bewerten. Ein anhaltender Marktabschwung und sinkende Transaktionsgebühren haben die Grenzen einer ausschließlichen Abhängigkeit von Infrastruktureinnahmen aufgezeigt.

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Ben-Sasson, der seit über einem Jahrzehnt in der Branche tätig ist, beschrieb das aktuelle Umfeld als eine Phase schwacher Führung in der gesamten Branche, was die Herausforderungen für die Unternehmen noch verschärft. Weitere Details zur neuen Ausrichtung des Unternehmens werden in den kommenden Wochen erwartet. Dieser Wandel unterstreicht einen umfassenderen Wandel im Kryptosektor, in dem Unternehmen zunehmend unter Druck stehen, über technische Innovationen hinauszugehen und klare Wege zur Rentabilität aufzuzeigen.




